Tierisches
99 tierische Geschichten
zusammengetragen von Markus Kappeler
«Wer den Verstand der Tiere leugnet,
ruft die Sorge um den eigenen wach!»
Alfred Brehm (1829-1884)
Seltsam: Noch immer sucht man im Duden das Wort «tierlich»
vergebens. Dabei hatte es Bernhard Grzimek schon vor über
dreissig Jahren eingeführt. Richtigerweise. Denn «tierisch»
ist nicht «tierlich», wie ja auch «kindisch»
nicht «kindlich» ist.
Als schreibender Zoologe befasse ich mich im Berufsleben zumeist
mit Tierlichem, aber es fasziniert mich von jeher auch das Tierische.
Dieser Faszination entspringt nachfolgende kleine Sammlung von
tierischen Geschichten. Sie möge Spass machen, nichts weiter.
Geldgierige Schwalbe
«Dass nicht nur Elstern auf blinkende Münzen
erpicht sind, sondern auch Schwalben nach papiernen Geldscheinen
greifen, bewies kürzlich eine Schwalbe in Niedergräfenhain,
Kreis Geithain. Als eine Frau ihrem Jungen aus dem ersten Stock
einen Zehnmarkschein zuwarf, ergriff eine vorbeifliegende Schwalbe
den nach unten segelnden Geldschein mit dem Schnabel und entführte
ihn auf Nimmerwiedersehen.»
«Leipziger Volkszeitung», Juni 1967
Kuh brannte Scheune nieder
«Auf einem Bauernhof in Turbach im Berner Oberland
ereignete sich Tragikomisches. Der Bauer Emil Abderhalden wollte
wissen, ob, wie landauf landab behauptet, Körpergase brennbar
sind. Anstatt an sich, führte er dieses Experiment vorsichtshalber
an einer seiner sechs Kühe durch. An einem sonnigen Frühlingstag,
an dem die Kuh besonders starke Blähungen hatte, wollte
er es wissen: Die Kuh furzte, der Bauer stand mit einem Feuerzeug
daneben, das Resultat war verheerend. Eine Stichflamme steckte
Stroh in Brand, der ganze Stall brannte bis auf die Grundmauern
nieder. Der Bauer konnte - Glück im Unglück - sich
und alle sechs Kühe retten. Ob der Schaden durch die Versicherung
bezahlt wird, ist noch Inhalt einer Untersuchung.»
«Basler Zeitung», Mai 1996
Regenwürmer aus dem Automaten
«Um nicht immer im Morgengrauen von Anglern
geweckt zu werden, denen noch in letzter Minute in den Sinne
gekommen ist, dass sie zum Fischen auch Würmer brauchen,
hat Nicolas Engelhardt, Händler für Anglerbedarf in
einem niederländischen Hafen, Abhilfe geschaffen: Er hat
jetzt einen Automaten aufgestellt, aus dem die Angler für
einen Gulden eine Schachtel mit 33 Regenwürmern - täglich
frisch - ziehen können.»
«Deutscher Jäger», März 1963
Schneeleopard verschmäht Henne
«Eine Henne wurde in den Käfig eines Schneeleoparden
gesperrt, der im Flugzeug von Amsterdam nach London befördert
wurde. Sie sollte als «Reiseproviant» dienen. Der
Leopard aber verschonte das Huhn, und als die beiden in London
ankamen, war es noch immer vergnügt und munter. Wenig später
war es aber dennoch tot. Es musste von den Zollbeamten umgebracht
werden, weil die Einfuhr lebenden Geflügels nach Grossbritannien
verboten ist.»
«Kurier», Mai 1971
Wasserbetten für Kühe
«Wasserbetten für Kühe werden seit
neustem in den Niederlanden angeboten. Erste Tests sind nach
Angaben der Herstellerfirma Dunlop-Enerka in Drachten vielversprechend
verlaufen. «Die Tiere sind verrückt danach. Zwar waren
sie anfangs etwas misstrauisch, doch dann haben sie nicht mehr
von den Matratzen gewollt», sagte Verkaufschef Ton Broere.
«Und die Bauern, bei denen erst eine gewisse Skepsis vorherrschte,
sind begeistert, denn die glücklichen Tiere geben erheblich
mehr Milch als zuvor.»
«De Volkskrant», Dezember 1996
Missratenes Wellensittich-Paar
«Zur Hochzeit der Thronfolgerin Beatrix gaben
die Niederländischen Antillen eine Sonderbriefmarke heraus.
Symbolhaft wurde das Ereignis durch ein Paar Wellensittiche darauf
abgebildet. Peinlicherweise stellten Ornithologen später
fest: Das dargestellte «Pärchen» bestand aus
zwei männlichen Vögeln. Immerhin war damit für
eine philatelistische Rarität gesorgt.»
«Abendpost», Januar 1967
Krokodil im Zürcher See
«Ein Krokodil von beachtlicher Grösse entdeckte
ein Sporttaucher zu seinem Entsetzen im Züricher See. So
schnell wie noch nie tauchte er aus vier Metern Tiefe aus dem
Wasser auf und verständigte unverzüglich die Seepolizei.
Mit berechtigtem Misstrauen erkundigte man sich dort zunächst
bei der Zoo-Direktion, ob ein durch Zufall in den See gelangtes
Krokodil überhaupt weiterleben könnte. Als die Frage
bejaht wurde, schwammen zwei Froschmänner der Polizei, mit
Stock und Messer bewaffnet, vorsichtig zur betreffenden Stelle
und entdeckten das Tier tatsächlich, das sich im Grundschlamm
verborgen hielt. Um es gefahrlos zu fangen, wollten sie es überraschen.
Doch es kam anders. Das Krokodil überraschte die Froschmänner,
denn es war aus Plastik und dürfte während der Badesaison
einem Kind «entkommen» sein.»
«Selecta», September 1972
Wasserscheuer Seehund
«Ein fünf Wochen alter Seehund stellt die
Angestellten eines Meeresaquariums in Scarborough (Nord-England)
vor ein Problem der besonderen Art: Der Seehund ist wasserscheu.
Der Heuler war mit Verletzungen am Kopf gefunden und im Trockenen
gepflegt worden, damit die Wunden besser heilen. Nun will das
Tier nicht wieder ins Wasser. «Mage ist völlig gestresst,
wenn sie Wasser nur von weitem sieht. Sie mag nicht mal mit Wasser
bespritzt oder gar gewaschen werden. Normalerweise gehen die
Tiere mit Freunden ins Wasser zurück», heisst es im
Aquarium. Man wird nun versuchen, den jungen Seehund mit Fischen
ins Wasser zu locken.»
«Basler Zeitung», Dezember 1999
Polizist kämpft mit Hirsch
«Aus dem Hirschgarten in der bayerischen Landeshauptstadt
München war ein kapitaler Hirsch entwichen. Ein Funkstreifenwagen
bekam in der Folge den Auftrag, das entlaufene Tier einzufangen.
So kam es, dass sich der Hirsch im Münchner Stadtteil Neuhausen
plötzlich einem Polizisten gegenübersah. Dessen Uniform
wirkte offensichtlich aufreizend auf ihn, denn er ging sofort
zum Angriff über. Der im Nu versammelten Menschenmenge bot
sich dann ein seltenes Schauspiel: Ein Polizeiwachtmeister und
ein Hirsch lieferten sich einen Ringkampf und massen ihre Kräfte.
Anfangs schien der Hirsch der Stärkere zu sein: Der 27jährige
Polizeibeamte Rudolf Kirchner ging zu Boden, seine Uniformhose
in Fetzen. Aber dann siegte doch die Polizei. Der Hirsch wurde
gebändigt und im Triumphzug zum Hirschgarten zurückgebracht.»
«Süddeutsche Zeitung», Februar
1963
Hund mit Bellzeiten
«Bei Hundegebell ist nicht die Lautstärke
entscheidend, sondern die Uhrzeit. Das Oberlandesgericht Hamm
setzte für einen Hund folgende Bellzeiten fest: Nicht länger
als 30 Minuten täglich und nicht mehr als 10 Minuten am
Stück. Ausserdem wurde dem Hund von 8.00 bis 13.00 Uhr und
von 15.00 bis 19.00 Uhr das Bellen vollständig verboten.
Allerdings ist es ihm erlaubt, kurz anzuschlagen, wenn Besuch
kommt, weil dies eine artgerechte Reaktion des Hundes darstellt.
Es war leider nicht in Erfahrung zu bringen, ob sich der Hund
an die Vorschriften zu halten gedenkt.»
«Das Tier», Mai 1997
Meister im Grunzen
«Gilles Martin, Lehrer aus Biarritz, ist neuer
französischer Meister im Schweinegrunzen. Der stolze Gewinner
wurde am Sonntag im pyrenäischen Flecken Trie-sur-Baise
aus den für den Endkampf qualifizierten 15 Bewerbern erkoren.
Seit sechs Jahren finden diese Meisterschaften in dem für
seinen Schweinemarkt berühmten Ort statt. Die Bewerber mussten
sich über hervorragende Kenntnisse der drei Hauptgrunzarten
des Schweins ausweisen. Gewertet wurden das «Glücksgrunzen
beim Fressen», das «Todesgrunzen des Schweins vor
dem Schlachten» und «das Liebesgrunzen des Ebers
bei der Paarung».»
«Basler Zeitung», Juli 1987
Biene in der Bluse
«Eine Biene, die sich im Dekolleté von
Miss Goldenboth verirrt hatte, war schuld, dass es im englischen
Städtchen Harlow zu einem Verkehrsunfall kam. Beim Versuch,
die Biene zu vertreiben, fuhr Miss Goldenboth mit ihrem Wagen
Zickzack und stiess mit demjenigen von Mr O'Flanagan zusammen.
Das Urteil des Gerichts: Freispruch wegen erwiesener Unschuld.»
«Daily Express», Oktober 1969
Siegreiches Känguruh
«Der Australier Clem Roseall hatte 500 Kilometer
südlich von Perth ein Känguruh angefahren. Er hielt
seinen Wagen an, ging zurück und versuchte, dem verletzten
Tier zu helfen. Das Känguruh griff ihn jedoch voller Wut
an, verfing sich mit einem Fuss in seiner Hose, die ihm daraufhin
buchstäblich vom Leibe gerissen wurde. Mit wehendem Hemd
trat der Mann die Flucht an, während das Känguruh wieder
im Busch verschwand.»
«Dolomiten», Juni 1966
Kamele mit Schlusslicht
«Kamele in der westaustralischen Touristenstadt
Broome sollen aus Gründen der Verkehrssicherheit künftig
rotblinkende Schlusslichter tragen. Vor allem Touristen rechnen
nicht damit, Kamele im Strassenverkehr anzutreffen, was regelmässig
zu Unfällen führt. Auf Wunsch des Stadtrats haben sich
bereits zwei Veranstalter von Kameltouren bereit erkärt,
das Hinterteil der Tiere mit batteriebetriebenen Velorücklichtern
auszurüsten. Die Einführung eines Vorderlichts hält
man dagegen nicht für erforderlich.»
«Basellandschaftliche Zeitung», Juli
1996
Rare Schlemmerei
«Ahnungslose Flugzeugpassagiere haben sechs
aus Alaska stammende Riesenkrebse einer sehr seltenen Art verspeist,
die eigentlich für Aquarien in Paris, Hamburg und Manchester
bestimmt gewesen waren. Die Fluggäste verdankten die aussergewöhnliche
Mahlzeit einem Irrtum des Bordkochs, der auf dem Flug nach Europa
die grossen Schalentiere im Kühlraum der Flugzeugküche
vorgefunden und seelenruhig gesotten hatte. Die Verwaltung des
Pariser Flughafens teilte mit, der Küchenchef sei durch
eine bedauerliche Nachlässigkeit nicht informiert worden,
dass die Riesenkrebse keinesfalls zum Proviant gehörten,
sondern nur bis zum Umladen in das Anschlussflugzeug im Kühlraum
der Maschine untergebracht worden seien.»
«Le Figaro», Juli 1974
Hase fällt vom Himmel
«Buchstäblich in den Schoss fiel einer
englischen Touristin auf der Heimfahrt aus dem Urlaub bei Wasserbillig
an der deutsch-luxemburgischen Grenze ein junger Hase. Ein hungriger
Habicht hatte sich auf seiner Beutejagd offenbar zuviel zugemutet.
Mit Meister Lampe in den Fängen gelang es dem Greifvogel
trotz der recht ansehnlichen Spannweite seiner Schwingen nur
umständlich, sich in die Lüfte zu erheben. Das sah
der Ehemann der in einem offenen Sportwagen sitzenden Touristin
und drückte auf die Hupe. Der so erschreckte Habicht liess
das vor Angst zitternde, aber nur leicht verletzte Tier fallen
- gerade in den Schoss der aus Liverpool stammenden Engländerin.
Falls die Zollbehörden nichts einzuwenden haben, will das
Ehepaar den inzwischen zutraulichen Junghasen nun als lebendes
Andenken behalten.»
«Nachtausgabe», September 1975
Katzen-Notruf
«Gleich 16mal in einer halben Stunde gingen
in der Zentrale der Lübecker Polizei am frühen Morgen
Notrufe ein, bei denen aber lediglich das Pfeifen eines Faxsignals
zu hören war. Die reichlich entnervten Beamten konnten den
Absender schliesslich über eine Fangschaltung ausfindig
machen. In der Wohnung stellten sie den Übeltäter:
Eine Katze hatte es sich auf dem Faxgerät bequem gemacht
und offensichtlich immer wieder auf die Programmtaste für
den Polizeinotruf gedrückt.»
«Abenteuer Natur», Mai 1996
Ungezogene Maus
«In einem kleinen Amtsgericht in Südhannover
versetzte dieser Tage der Anklagevertreter Gericht und Zuschauer
in lähmendes Entsetzen: Plötzlich sprang er während
einer Sitzung auf, stiess unartikulierte Laute aus und schlug
sich auf die Beine. Die Erstarrung des Auditoriums löste
sich, als eine kleine Maus dem Hosenbund des Staatsanwalts entschlüpfte,
über den Richtertisch hinwegeilte und sich der Bestrafung
wegen ungebührlichen Benehmens vor Gericht erfolgreich durch
die Flucht entzog.»
«Hannoversche Presse», Oktober 1972
Bienen contra Nackedeis
«Ein entschiedener Gegner der Freikörperkultur
ist der englische Gutsbesitzer Ernest Shiner aus der Grafschaft
Bedfordshire. Weil sein Einspruch gegen den Plan, das Nachbargrundstück
am See an einen Nudistenverein zu verpachten, nicht berücksichtigt
wurde, kaufte Shiner jetzt 35 Bienenvölker. Er ist sicher,
dass er mit diesen «fliegenden Truppen» siegen wird.»
«Daily Mirror», August 1977
Elch mit Ehering
«Der norwegische Jäger Asbjörn Nöstmo
und seine Frau Evelyn aus Malvik bei Trondheim beschwören
«mit tausend Eiden», dass Evelyn am Wochenende bei
der Zubereitung von Elch-Innereien für den Hund der Familie
ihren drei Jahre zuvor verlorenen Ehering wiedergefunden hat.
Der Ring war ihr bei einem Ausflug 15 Kilometer von dem Platz
entfernt abhanden gekommen, an dem der fragliche Elch jetzt von
ihrem Mann geschossen wurde. Letzterer, Bürgermeister seiner
Gemeinde, hatte auch eine Erklärung zur Hand:«Der
Elch muss den Ring zusammen mit Blättern und Zweigen gefressen
haben.» Und beteuerte nochmals: «Ich schwöre,
dass das die Wahrheit ist. Auch wenn ich Politiker bin.»
«Basler Zeitung», Oktober 1996
Killer-Lachs
«Ein 66jähriger französischer Sportangler
bezahlte in Kanada seine Angelleidenschaft mit dem Leben: Nach
einem zähen Kampf mit einem fast 20 Pfund schweren Lachs
verliessen ihn die Kräfte und er stürzte in den Fluss.
Die Leiche des Anglers wurde 300 Meter stromabwärts geborgen.
Seine Angelrute mit dem Lachs am Haken fand man 100 Meter weiter.»
«Abendpost», September 1963
Schildkröte kollidiert mit Linienbus
«Eine Schildkröte hat am Samstagnachmittag
im solothurnischen Trimbach einen Verkehrsunfall verursacht.
Wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilte, hatte eine Autolenkerin
zwei Schildkröten auf dem Beifahrersitz. Als sie bergwärts
Richtung Hauenstein fuhr, biss einer der beiden «Passagiere»
zu. Die Frau wurde dadurch abgelenkt, geriet mit dem Wagen auf
die Gegenfahrbahn und stiess mit einem entgegenkommenden Linienbus
zusammen. Verletzt wurde abgesehen von der gebissenen Autolenkerin
niemand. Der Unfall ereignete sich bei der sogenannten «Cheibelochkurve».
«Basler Zeitung», November 2000
Vogel flirtet mit Kleinflugzeug
«An der Steilküste der Newport Bay in Kalifornien
pflegen Flugzeugbastler ihre Modelle zu starten. Vor einiger
Zeit störte jedoch ein langflügliger weisser Vogel
das luftige Spiel - er umbalzte die kleinen Gleiter und brachte
sogar zweimal ein Modell zum Absturz. Nach einem Monat vergebener
Liebesmüh verschwand der mysteriöse Vogel wieder. Ornithologen
hatten ihn inzwischen als einen Weissschwanz-Tropikvogel identifiziert.
Der nächstgelegene Nistplatz dieser Art, die für ihre
spektakuläre Flugbalz bekannt ist, liegt auf Hawaii, rund
4000 Kilometer weit entfernt.»
«Selecta», Mai 1974
Tauben treiben Bauern in den Tod
«Aus Verzweiflung über gefrässige
Tauben, die in den letzten Monaten seine Felder buchstäblich
kahlgefressen hatten, beging in der südenglischen Ortschaft
Henfield ein Bauer Selbstmord. Der Mann war im Winter Tag für
Tag durch die Felder gestreift, um die friedliebenden, aber nimmersatten
Vögel zu vertreiben. Als er seinen Misserfolg sah, ging
er heim und erschoss sich mit eben dem Gewehr, mit dem er unzählige
Male seine Saat zu verteidigen versucht hatte.»
«Rheinische Post», Juli 1963
Papagei als Kronzeuge
«Der Papagei «Cocca» wird in die
italienische Justizgeschichte eingehen, und zwar als erstes Federvieh,
das vor einem ordentlichen Gericht als «Kronzeuge»
aufgetreten ist. Der bunte Vogel wurde von einem Amtsrichter
in Verona in den Zeugenstand gerufen, weil sich eine 55jährige
Hausfrau und ein 44jähriger Strassenhändler um den
Besitz des Tieres stritten. Die Frau hatte den Mann mit der Behauptung
angezeigt, er habe ihr den Papagei gestohlen. Der Richter liess
daraufhin auf dem Richtertisch den Vogel frei, der sofort auf
die Schulter der Dame flog. Als der Papagei im Gerichtssaal dann
auch noch jeden Annäherungsversuch des Strassenhändlers
mit wilden Schnabelhieben abwehrte, war der Fall gelöst:
Der Mann wurde wegen Tierdiebstahls verurteilt und abgeführt.»
«Basler Zeitung», November 1988
Nach 400 Hundebissen pensioniert
«Einen ungewöhnlichen Weltrekord hält
der australische Postbote Roy Burke aus einem Vorort von Sidney.
Während seiner 46jährigen Dienstzeit wurde er nachweislich
400mal von Hunden gebissen. Seine Hände und Beine sind mit
Narben übersät. Er sei nicht unglücklich darüber,
dass er jetzt in Pension gehen könne, liess er der Presse
gegenüber verlauten.»
«Der Hund», Januar 1962
Rockmusik gegen Läuse
«Rockmusik hat sich in Südkorea als Insektenbekämpfungsmittel
bewährt. Blattläuse seien allergisch gegen diese Art
von Musik, sagte der südkoreanische Forscher Lee Han Joo.
Das habe er in mehreren Experimenten nachgewiesen, welche immer
dasselbe Resultat zeigten: gut viermal weniger Läuse mit
Rock'n'Roll-Musik und entsprechend höhere Ernteerträge.
Welche Bands die beste Insektizid-Wirkung zeitigten, liess der
Forscher nicht durchblicken.»
«Basellandschaftliche Zeitung», Januar
1996
Kuh war «high»
«Die Kuh machte Bocksprünge, wälzte
sich auf dem Boden und gab statt der Muh-Laute ein unmelodisches
Blöken von sich. Dem Besitzer, einem Bauern aus Derqui in
der argentinischen Provinz Buenos Aires, war die Sache schliesslich
nicht mehr geheuer. Der Tierarzt musste her. Der untersuchte
das Rindvieh auf Herz und Nieren und kam zur Diagnose: total
berauscht. Ein Fall für die Rauschgiftfahndung also. Die
Polizei stellte fest, dass die Kuh in Nachbars Garten gegrast
hatte, wo seltsame Gewächse gediehen. Der Mann hatte sein
Grundstück in eine Marihuana-Plantage verwandelt. Der Marihuana-Bauer
wandert jetzt hinter Gitter, die Kuh frisst wieder normales Gras
und ist fürs erste vor dem Metzger sicher.»
«Basler Zeitung», April 1989
Maus als Elektrikergehilfe
«Vergeblich versuchte Elektriker Tom Taylor
in einem 13stöckigen Neubau in Sidney ein Telefonkabel durch
ein 24 Meter langes, drei Zentimeter starkes und viermal geknicktes
einbetoniertes Rohr zu ziehen. Schliesslich verschwand er um
die nächste Ecke und kaufte im dortigen Tierladen Henry
und Henrietta, ein Pärchen weisser Mäuse. Henry bekam
ein Stück Tuch und einen Bindfaden um den Schwanz gebunden,
Henrietta wurde in der Obhut eines Helfers am anderen Ende des
Rohrs postiert und quiekte wie auf Bestellung. Henry war daraufhin
nicht mehr zu halten. Nach zwei Minuten kam er bei Henrietta
zum Vorschein - samt Bindfaden, mit dessen Hilfe das Kabel mühelos
durchzuziehen war.»
«Hannoversche Presse», März 1964
«Seekuh» im Netz
«Ein ausgewachsenes See-Ungeheuer glaubte der
50jährige holländische Fischer Willem Groen aus Harlingen
gefangen zu haben: Beim Garnelenfischen hakte das Netz plötzlich
fest. Als Groen und seine Helfer es einzogen, scholl ihnen ein
klägliches «Muh» entgegen, und eine ausgewachsene
Kuh reckte ihren Kopf aus dem Meer. Nachforschungen ergaben,
dass die Kuh bei der Überfahrt nach der Insel Terschelling
von Bord einer Fähre gefallen war. Das Tier hatte mehrere
Stunden in der Nordsee geschwommen, das Abenteuer jedoch gut
überstanden.»
«Abend-Zeitung», März 1988
Musikalischer Dackel
«Werner Guttmann, ein nach Chile ausgewanderter
Deutscher aus Köln, besitzt einen über alle Massen
musikalischen Kurzhaardackel. Immer, wenn er sich an den Flügel
setzt, um zu musizieren, muss er ihn in ein abgelegenes Zimmer
bringen, da er mit seinem Gesang selbst ein Fortissimospiel übertönt.
In Santiago de Chile arbeitet Guttmann bei einer chilenischen
Radiostation als Pianist. Jedesmal, wenn seine Darbietungen übertragen
werden, erhebt sich der Dackel, nähert sich dem Radioapparat
und beginnt in gewohnter Weise mitzusingen, solange sein Herrchen
spielt. Nach Beendigung der Sendung zieht er sich dann wieder
zum Schlafen in sein Körbchen zurück. Dies wiederholt
sich regelmässig, wenn Guttmann am Radio spielt. Auf andere
Klavierdarbietungen reagiert er hingegen in keiner Weise.»
«Nachtausgabe», Dezember 1966
Elefant mit Zahnplombe
«Auch Elefanten benötigen mal einen Zahnarzt
- wie der Bulle Ahrun im ungarischen Hauptstadt-Zoo. Der 20jährige
Grauhäuter hatte sich ein Stück seines Zahnes abgebrochen
und dabei die Wurzel verletzt. Doch ohne die Budapester Feuerwehr
konnte der Tierarzt Dr. Peter Kertesz dem Elefanten nicht auf
den Zahn fühlen: Der betäubte Ahrun hatt sich nämlich
auf die «falsche» Seite gelegt. Erst als das Feuerwehrteam
den Patienten mit einem Spezialkran gewendet hatte, konnte der
Arzt «die grösste Plombe meiner Laufbahn» einsetzen.»
«Das Tier», April 1995
Hochzeit kostet 25 Ratten
«25 tote Ratten müssen Brautpaare in Pekalongan
auf Java vorweisen, bevor sie getraut werden. Ein gleiches Lösegeld
wird von allen verlangt, die sich scheiden lassen. Der Stadtrat
von Pekalongan hat diesen Beschluss gefasst, um der Rattenplage
in der Stadt Herr zu werden.»
«Süddeutsche Zeitung», Oktober
1963
Beo ruft um Hilfe
«Mama - Mama - Hilfe!» schrillte es herzzerreissend
aus dem Fenster einer Wohnung in der norditalienischen Hafenstadt
Genua. Als die vermeintlichen Hilfeschreie überhaupt kein
Ende nehmen wollten, alarmierten Passanten die Polizei. Diese
brach die Wohnungstür auf, um nach dem Rechten zu sehen.
Statt des hilfesuchenden Kinds fand sie jedoch bloss einen gelangweilten,
aber sprachbegabten Beo vor.»
«Abenteuer Natur», Mai 1996
Feldhase auf Stadtbummel
«Der Bummel eines Feldhasen durch die Basler
Innenstadt hat zu schwierigen Rechtsfragen geführt. Das
Tier suchte vorerst das baselstädtische Zivilstandsamt auf,
worauf dessen Abwart die Polizei rief. Einem auf Jagd und Vogelschutz
spezialisierten Polizeikorporal gelang es allerdings nicht, den
Hasen dingfest zu machen, der hierauf den Blicken seines Verfolgers
entschwand. Wenig später erhielt die Polizei den Anruf eines
Kleidergeschäftinhabers, in dem sich der Hase nunmehr befand.
Dort konnte er schliesslich eingefangen und ausserhalb der Stadt
wieder ausgesetzt werden. Doch hatte er sich beim Fang eine leichte
Verletzung am rechten Hinterlauf zugezogen. Die Folge waren zahlreiche
Blutflecken auf Teppich und Kleidern in besagtem Kleidergeschäft.
Und dafür wurde der Polizei jetzt eine Rechnung von 2200
Franken präsentiert. «Schwierige Rechtsfragen stehen
deshalb an», meint das Polizeikommando Basel-Stadt, das
mit der Klärung derselben einen spezialisierten Juristen
beauftragen will.»
«Abend-Zeitung», April 1987
Kater macht Politik
«Der Kater des amerikanischen Botschafters in
Pakistan hat eine verwickelte Situation in den politischen Beziehungen
zwischen Pakistan und den USA heraufbeschworen. Weil die Kinder
von Botschafter Gailbraith das Tier «Ahmed» genannt
hatten, was einer der vielen Vornamen des Propheten Mohammed
ist, fühlten sich die Moslems des Landes aufs tiefste beleidigt.
Sie liefen im pakistanischen Parlament Sturm gegen den Kater
und die Vereinigten Staaten. Parlaments-Vizepräsident Afsi
al Tschima: «Dieser Vorfall ist noch ernster zu nehmen
als die Waffenhilfe, welche Amerika den Indern gewährt.»
Während die Pakistanis unverzüglich diplomatische Schritte
gegen Washington unternehmen wollten, hat Botschafter Gailbraith
den Kater schnellstens in «Gudscharat» umtaufen lassen.
Die Botschafter-Kinder hatten den Kater nämlich bei einem
offiziellen Besuch ihrer Eltern in Ahmedabad im Staat Gudscharat
geschenkt bekommen und ihm ursprünglich den Namen der Stadt
gegeben, später aber dummerweise die verkürzte Koseform
Ahmed verwendet.»
«Indian Express», August 1973
Autotür tötet 143 Hühner
«Das Oberlandesgericht Heidelberg hat entschieden,
dass ein Autofahrer nicht für jene Verluste haftbar gemacht
werden kann, die durch den Knall seiner zufallenden Autotür
entstanden sind. Im vorliegenden Fall, der sich bei einem Hühnerstall
ereignete, waren 143 Tiere nach dem fraglichen Geräusch
tot von der Stange gefallen. Das Federvieh, das in einer Massenaufzucht
gehalten worden war, hatte sich offensichtlich zu Tode erschreckt.»
«Abenteuer Natur», April 1997
Boa-Baby im Slip
«Ein britisches Gericht hat einen italienischen
Touristen zu einer Busse von 300 Pfund verdonnert, weil dieser
in seinem Slip ein Boa-Baby nach Grossbritannien einschmuggeln
wollte. Den Zöllnern im Londoner Flughafen Heathrow hatte
der Tourist erklärt, er habe nichts zu verzollen. Dem scharfen
Blick der Beamten entging jedoch nicht die seltsame Erhebung
zwischen den Beinen des jungen Italieners. Sie nahmen eine Leibesvisitation
vor. Dabei fiel ihnen das 50 Zentimeter lange Schlänglein
in die Hände.»
«Abend-Zeitung», Oktober 1987
Polizeihund angebellt
«Weil ein Amerikaner in Portland einen Polizeihund
angebellt hat, erhielt er eine saftige Busse. Der Zwnazigjährige
erklärte, er habe zurückgebellt, nachdem der Hund in
einem Polizeiauto ihn angebellt hatte. Die Polizei war aber anderer
Meinung.»
«Das Tier», April 1995
Fetter Schwan stürzte auf Velofahrer
«Ein Schwan ist im Englischen Garten in München
mit einem Velofahrer kollidiert. Das völlig überfütterte
Tier konnte sich nicht in der Luft halten und stürzte auf
einen 15jährigen Radler ab. Dieser erlitt eine Gehirnerschütterung,
zahlreiche Prellungen und Schürfwunden. Am Sportvelo entstand
Totalschaden. Der fette Flieger überstand den Absturz ohne
Verletzungen, berichtete Finanzminister Gerold Tandler, zugleich
oberster Dienstherr der bayerischen Gartenverwaltung. Er liess
dem Knaben jetzt 250 Mark zukommen, damit er sich wenigstens
ein neues Rad kaufen könne. Im Englischen Garten sind nach
seinen Angaben «alle Enten, Schwäne und was da sonst
noch herumfliegt» durch die zahlreichen Spaziergänger
generell überfüttert.»
«Basler Zeitung», August 1989
Wachhund verschlingt Brillanten
«Die Brüder Pellottieri, Inhaber eines
Juweliergeschäfts in dem piemontesischen Städtchen
San Salvatore-Monferrato, bewachen zur Zeit ihren Wachhund Mira.
Dieser hat nämlich einen besonderen «Leckerbissen»,
einen Brillanten im Wert von über 3000 Mark, verschlungen.
Abführmittel halfen bis jetzt nicht. Deshalb muss Mira weiterhin
in einem kleinen Raum eingesperrt bleiben, bis der Brillant wieder
«das Licht der Welt erblickt».
«Frankfurter Rundschau», März
1970
Heringe versenken Fischerboot
«Ein Heringsschwarm, der einem Trawler ins Netz
gegangen war, wollte sich nicht so rasch ergeben. Die Fische
schwammen um ihr Leben und versenkten das 19 Meter lange
Fischerboot. Als der Fang an Bord geholt werden sollte, schwammen
die Heringe unvermittelt unter dem Boot durch und brachten es
dadurch zum Kentern. Die Fischer versuchten zwar noch, die Leinen
zu kappen, aber es war zu spät. Die sechsköpfige Besatzung
wurde geborgen. Ob die Heringe dem Netz entkommen sind, ist nicht
bekannt.»
«Dagbladet», Januar 1998
Ratte in Orgelpfeife
«Schrecklicher Gestank erfüllte auf einmal
eine liebliche alte Kirche etwa zwanzig Kilometer von Sheffield
entfernt. Immer schlimmer wurde der Geruch, so dass immer mehr
Gläubige der Kirche fernblieben. Als man bereits einige
der Gräber in der alten Kirche in dem vergeblichen Versuch
öffnete, die Quelle des fürchterlichen Geruches zu
finden, stellte man fest, dass derselbe immer am stärksten
war, wenn die Orgel spielte. Niemand verdächtigte den Organisten,
der ein besonders netter alter Herr war, jedoch zugeben musste,
dass seine Orgelklänge tatsächlich arg stanken. Schliesslich
errichtete man ein Gerüst um die grosse Orgel, und der Organist
musste spielen, während die Sucher ihre Nasen an die Pfeifen
hielten. Dabei kam heraus, dass es die tiefen Bässe waren,
welche zum Himmel stanken. Man nahm die grösste Basspfeife
herab und fand darin eine tote Ratte und eine tote Katze. Die
Katze hatte die Ratte wahrscheinlich auf den Gesimsen der Orgel
gejagt, worauf sich diese in die Basspfeife rettete. In ihrem
Jagdeifer war die Katze ihr nachgesprungen, und beide waren gemeinsam
darin elend umgekommen.»
«The Star», Juli 1963
Hamster mit Gratisbillett
«In Mittelengland hat ein Hamster auf Lebzeiten
eine kostenlose Netzkarte für den Bus bekommen. Der Fahrausweis
trägt den Namen des Nagers, und ein Lichtbild soll Verwechslungen
ausschliessen. Die Verkehrsbetriebe der West Midlands entschuldigten
sich so bei einem 11jährigen Schüler, der von einem
mürrischen Busfahrer aufgefordert worden war, auch für
seinen Hamster ein Billett zu lösen.»
«Basler Zeitung», Dezember 1995
Hase besucht Freiluftkonzert
«Auf einer Voralpenwanderung hielt ein Kegelverein
auf einem Felsen längere Rast. Später näherte
sich eine Gruppe Trachtenleute mit einem Alphornbläser an
der Spitze. Dieser stellte sich nach entsprechenden Aufmunterungen
in der Nähe des Kegelvereins auf und begann eine Melodie
zu spielen. Kaum hatte er angefangen, da hoppelte ein alter Hase
aus dem gegenüberliegenden Wald, kam - ungeachtet der vielen
Leute - etwa 50 Meter näher und setzte sich aufmerksam zuhörend
nur 15 Meter vor dem Instrument auf die Hinterläufe. Als
der Bläser nach geraumer Zeit innehielt, zog sich auch der
Hase wieder zurück und verschwand ebenso grusslos wie er
aufgetaucht war.»
«Nordwestschweiz», Juni 1981
Papagei entlassen
«Ein jähes Ende fand die Show-Karriere
des Papageis Bluey, der von seinem Repertoire an Schimpfwörtern
nicht lassen wollte. Der blau-gelbe Ara verlor seinen Job in
der Papageien-Show des Zoos auf der Isle of Wight, weil er die
Zuschauer mit Kraftausdrücken schockierte. «Es ging
nicht mehr. Wir haben extra einen Spracherzieher engagiert, aber
den hat er auch beleidigt», sagte der Zoodirektor. Der
Papagei gehörte zuvor einem Seemann.»
«Basler Zeitung», August 1994
Bär will Bier
«Witze mit Anfangssätzen wie «Kommt
ein Bär in die Bar und sagt...» werden bisweilen von
der Wirklichkeit eingeholt. Viktor Koslow sass in einem Biergarten
mitten in der russischen Stadt Charkow, als ihn jemand heftig
auf die Schulter schlug. Es war ein Braunbär, dessen Grösse
von Augenzeugen als «enorm» beschrieben wurde. Der
Bär hatte es offensichtlich darauf abgesehen, von Koslows
Bier zu kosten, wogegen dieser sich aber wehrte. Der Bär
biss ihn daraufhin in die Hand, zerrte ihn vom Sitz und machte
sich über das Glas her. Der Biergartenbesitzer erkannte
das Bedürfnis des Bären und bot ihm einen Eimer mit
drei Litern Bier an, was ihn endlich zufriedenstellte. Anschliessend
schlief er ein. Es stellte sich heraus, dass das Tier ein Zirkusbär
und von einem Lastwagen entwichen war, der ihn zu einem anderen
Auftrittsort hätte bringen sollen.»
«Basler Zeitung», Juli 1991
Maus im Spinat
«Der in Bamberg stationierte US-Sergeant William
Gome hatte beim Mittagessen mit seiner Familie plötzlich
statt einer Portion Spinat eine Maus an der Gabel. Die ganze
Familie eilte in der Folge zum Arzt, der aber beruhigend feststellte,
dass die Maus durch das Kochen des Spinats völlig bazillenfrei
geworden sei. Da die Spinatdose in einem amerikanischen Laden
erstanden und amerikanischen Fabrikats war, wurde die Maus zur
«Identifizierung» ins US-Hauptquartier nach Heidelberg
geschickt.»
«Frankfurter Rundschau», August 1963
Radfahrer trifft Löwen
«Ein Mann, der im Queen Elizabeth-Nationalpark
in Uganda arbeitete, fuhr auf seinem Fahrrad nach Hause, als
er mitten auf dem Weg einer Elefantenkuh mit einem kleinen Kalb
begegnete. Er nahm an, dass es unklug sei, sich dem Tier weiter
zu nähern, verliess den Weg und schob das Fahrrad durch
den Busch. Dabei stand er auf einmal dicht vor einem Nashorn.
Er kletterte rasch auf einen Baum - und entdeckt von oben zu
allem Überfluss auch noch zwei Löwen in nächster
Nähe. Statt bei seiner Frau verbrachte er die Nacht auf
dem Baum und ging am anderen Morgen notgedrungen gleich wieder
zur Arbeit.»
«East African Standard», Mai 1971
Gebratene Gänse fallen vom Himmel
«Im Luftraum über Elmshorn wurde der Rückflug
eines Schwarms Weisswangengänse jäh gestoppt. Die Vögel
sind auf dem Weg in die Brutheimat in ein Wintergewitter und
zudem ausgerechnet noch in eine Blitzbahn geraten. 26 Gänse
fielen mit angeschmorten Federn tot vom Himmel. Selbst erfahrenen
Vogelkundlern ist ein ähnlicher Vorfall nicht bekannt.»
«Abenteuer Natur», März 1997
Polizei rettet Kanarienvogel
«Zu einem nicht alltäglichen Einsatz sind
zwei Beamte der Stadtpolizei Bern in der Nacht zum Donnerstag
gekommen: Um Mitternacht telefonierte eine 74jährige Frau
der Einsatzleitzentrale und erklärte, dass sie wegen ihres
Kanarienvogels dringend Hilfe benötige. Der Vogel, der jeden
Abend in der Wohnung einen «Freiflug» geniesst, hatte
eine derart unglückliche «Bruchlandung» hinter
der Küchenkombination vollführt, dass er sich nicht
mehr selbst befreien konnte. Um das Tier unverletzt aus seiner
misslichen Lage retten zu können, blieb den beiden Polizeibeamten
in der Folge nichts anderes übrig, als mitten in der Nacht
die Küchenkombination zu demontieren.»
«Abend-Zeitung», April 1987
Hämische Krähen
«Laut einer Mitteilung der Flughafendirektion
Zürich-Kloten besammeln sich bei Einbruch der Dunkelheit
bis zu 4000 Rabenkrähen auf den offenen Flächen neben
den Pisten, vollführen Luftspiele und gehen dann erst schlafen.
Dies stellt für den Luftverkehr ein grosses Problem dar.
Seit dem letzten Herbst wird nun versucht, die Krähen zu
vertreiben. Eine kürzlich vorgesehene Aktion mit Knallpetarden
ging allerdings gründlich daneben. Wegen starker Windböen
setzte eine Petarde ein Stück Riedgras in Brand. Zwar war
die Feuerwehr schnell zur Stelle und konnte den Brand in kurzer
Zeit löschen. Hingegen musste der Flughafen für eine
halbe Stuinde schliessen. Böse Zungen behaupten, aus der
Luft sei ein hämisches Krächzen zu vernehmen gewesen.»
«Basler Zeitung», März 1998
Huhn im Briefkasten
«Eine Dame, die in Oldenburg einen Brief in
den Briefkasten stecken wollte, wurde heftig in den Finger gebissen,
während ihre Hand sich noch im Briefkastenschlitz befand.
Man forschte nach und fand im Briefkasten ein ausgewachsenes
Huhn, das der Zustellbeamte dort kurzfristig «unter-gestellt»
hatte.»
«Selecta», November 1963
Riesengürteltier mit Taschenuhr
«Gabriel Fernandez, Besitzer einer Brotbäckerei
im ruhigen Dorf Colonias Unidas im Chaco (Argentinien), ging
letzten Sonntag wie üblich auf die Jagd. Er kehrte abends
mit reicher Beute - Rebhühnern, Wildenten, einer Wildkatze
und einem Riesengürteltier - heim und widmete sich alsbald
der Säuberung der Tiere. Gross war seine Überraschung,
als er im Bauch des fast 40 Kilogramm schweren Riesengürteltiers
eine altertümliche Taschenuhr fand. Die Nachricht über
den seltsamen Fund erregte die Gemüter der Einwohner, und
ihre Phantasie begann sofort Blüten zu treiben. Denn über
das Gürteltier werden von alters her makabre Legenden erzählt.
So ist der Glaube weitverbreitet, dass es nachts auf Friedhöfe
gehe, um sich am Leichenfleisch sattzufressen. Für die Leute
war klar, dass das Tier die Uhr nur auf diese Weise geschluckt
haben konnte. Gabriel Fernandez ist das egal; er bewahrt die
kostbare Uhr als persönlichen Talisman auf.»
«Daily Mirror», April 1979
Maus im Wein
«Eine tote Maus, die er in einer gekauften Flasche
Wein vorgefunden hatte, sollte dem 32jährigen Arbeitslosen
Enzo Dibasso aus Pescara an der italienischen Adria einen Arbeitsplatz
verschaffen. Sein Versuch, den Weinhersteller mit dem ekelhaften
Fund zu erpressen, endete jedoch mit seiner Verurteilung zu acht
Monaten Gefängnis mit Bewährung. Nach der Entdeckung
der toten Maus hatte Dibasso die Weinfirma wiederholt aufgefordert,
ihn anzustellen. Anderenfalls werde er den Skandal an die grosse
Glocke hängen. Der Abfüller zeigte den Arbeitslosen
schliesslich an.»
«Abend-Zeitung», Januar 1988
Bienen im Vollrausch
«Nach Australien eingeführte europäische
Honigbienen haben dort ihre Schwierigkeiten mit dem einheimischen
Nektar. Der fermentiert nämlich bei einigen Pflanzen unter
den tropischen Verhältnissen zu einer Art Alkohol. Das Ergebnis:
Die Einwanderer finden den Heimweg nicht mehr, stossen mit Bäumen
zusammen oder landen in Teichen. Diese Ergebnisse hat der Lektor
für Pflanzenschutz an der Universität von Queensland,
Erroll Hassan, veröffentlicht. Die beschwipsten Bienen könnten
seiner Meinung nach «die Honigproduktion in tropischen
Gegenden gefährden, wenn ganze Bienenschwärme ständig
auf «Sauftour» gehen anstatt Nahrungsmittelvorräte
für den Winter anzulegen».»
«Basler Zeitung», Juni 1992
Ente mit Pullover
«Ein junges Ehepaar hatte kürzlich bei
einem samstäglichen Wohltätigkeitsbazar eine lebende
Ente gewonnen und beschlossen, diese als Sonntagsbraten zuzubereiten.
Um das Tier zu töten, versetzte ihm der Mann einen kräftigen
Schlag mit einem Stück Holz auf den Kopf, und die Frau begann
daraufhin, die leblose Ente zu rupfen. Da sich dies aber als
recht mühselig erwies und die Nacht hereinbrach, legten
sie die Ente vorerst beiseite und gingen zu Bett. Am frühen
Morgen vernahm das Paar aus der Küche verdächtige Geräusche.
Als der Mann nachschauen ging, erblickte er zu seinem grössten
Erstaunen die kläglich schnatternde Ente, welche halbnackt
in der Küche herumwatschelte. Die Frau brach in Tränen
aus, wickelte die Ente in eine warme Decke und machte sich daran,
ihr ein wollenes Gewand zu stricken. Die Ente fühlte sich
bis zur nächsten Mauser in ihrem Pullover überaus wohl
und wurde zu einem treuen Hausgenossen der beiden Eheleute.»
«Tagesanzeiger», Februar 1960
Murmeltier unter der Kühlerhaube
«Was da unter der Haube seines Wagens quitschte,
hielt ein Kölner für einen Fabrikationsfehler an seinem
neuen Fahrzeug. Zusammen mit seiner Familie befand er sich auf
dem Weg nach Wuppertal zu einem Nachmittagsausflug. Als dann
unterwegs auch noch ein undefinierbares Wimmern zu ihm drang,
wurde er doch unsicher. Beim Hochheben der Motorhaube in Wuppertal
fand er des merkwürdigen Rätsels Lösung: Was da
gequitscht und gewimmert hatte, war ein ausgewachsenes Murmeltier
gewesen. Auf unerklärliche Weise hatte das aus dem Kölner
Zoo entwischte Tier die Reise von Köln nach Wuppertal unter
der Motorhaube überstanden. In Köln hatte man das Verschwinden
des Tiers noch nicht bemerkt. Und so wollte es die Zooleitung
zunächst nicht glauben, was sich da unter deiner Motorhaube
zugetragen hatte, bis sie den Ausreisser wohlbehalten wieder
zurückerstattet erhielt.»
«Saarbrücker Zeitung», November
1966
Elch im Hochhaus
«Ein ausgewachsener Elch hat in der sowjetischen
Stadt Togliatti im Eingang eines Hochhauses Zuflucht gesucht.
Die Einwohner konnten ihre Wohnungen stundenlang nicht verlassen
und kamen zu spät zur Arbeit. Das Tier habe bei dem Versuch
der Polizei, es zu vertreiben, immer wieder mit den Hufen ausgeschlagen.
Erst das Eingreifen von Forstbeamten habe den Elch dazu bewegen
können, seine neue Unterkunft zu verlassen.»
«Prawda», Juni 1987
Unlauteres Hühnergegacker
«Ein Nudelfabrikant hatte gegen einen Konkurrenten
geklagt, weil dieser im Rundfunk für Teigwaren, die unter
Verwendung von Trockenei hergestellt werden, mit Hühnergegacker
geworben hatte. Dadurch werde bei den Kunden der Eindruck erweckt,
diese Nudeln würden mit Hilfe von Frischei hergestellt.
Die Richter beim Oberlandesgericht Stuttgart machten es sich
bei der Urteilsfindung nicht einfach. Nach Konsultation eines
Sachverständigen hielten sie fest, dass Hühner nicht
immer gleich gackerten. Wenn das Huhn ein Ei gelegt habe, dann
gebe es ein charakteristisches Legegegacker von sich, welches
am betonten Hervorheben eines der ersten Gackertöne gut
erkennbar sei und vom normalen, sogenannten «Konversationsgegacker»
genau unterscheidbar sei. Gegen Konversationsgegacker zur Untermalung
einer Werbung für Eierteigwaren wäre ihrer Meinung
nach nichts einzuwenden. Die beklagte Teigwarenfabrik habe jedoch
im Rundfunk den Werbetext mit dem triumphierenden Legegegacker
untermalt. Damit sei beim Rundfunkhöhrer der Eindruck entstanden,
auch die normalen Eierteigwaren würden mit Frischei hergestellt,
was aber in Wirklichkeit nicht zutreffe. Also sei das Hühnergegacker
im Werbefunk unlauterer Wettbewerb.»
«Neue Presse», Februar 1962
Kudu auf dem Rücksitz
«15 Kilometer ausserhalb von Nylstroom in Transvaal
fuhren ein Europäer und ein Afrikaner im Auto auf der Strasse
zwischen Johannesburg und Pietersburg, als um drei Uhr nachmittags
ein Kudu-Bulle plötzlich mit einem Riesensatz aus einem
Gebüsch heraus genau vor den Wagen sprang. Das Verdeck wurde
weggerissen, das Tier lag tot hinten auf dem Rücksitz, und
der Europäer musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus
gebracht werden. Der Afrikaner kam mit dem Schrecken davon.»
«African Wilflife», März 1966
Joghurt für Stinktiere
«Als Freund von Stinktieren hat sich ein Joghurthersteller
im US-Staat Minnesota erwiesen. Ohnehin im Begriff, eine neue
Form von Bechern für seine Produkte zu entwerfen, gestaltete
er diese jetzt «stinktiersicher». Dies aufgrund von
Berichten, wonach mindestens 14 Stinktiere mit dem Kopf in weggeworfenen
Bechern steckengeblieben und jämmerlich erstickt waren.»
«Basler Zeitung», Juli 1998
Angler beim Regenwürmersuchen getötet
«Die Suche nach Regenwürmern musste ein
Angler in Loppe bei Köln mit dem Leben bezahlen. Der 23jährige
Maurer hatte sich mit einer Mistgabel ausgerüstet und einen
Draht vom Haus in den Garten gelegt, dessen eines Ende an eine
220-Volt-Steckdose angeschlossen war. Als er das andere Ende
an die Mistgabel legte und diese in die Erde stiess, um den Strom
in die Erde zu leiten und die Regenwürmer an die Oberfläche
zu locken, erlitt er einen tödlichen Schlag.»
«Deutscher Jäger», November 1964
Hund schockiert Psychiater
«In New York fiel ein kleiner Hund, der einem
Arzt des St. Vincent-Spitals gehört, vom Dach des zwölfstöckigen
Gebäudes, durchschlug die Windschutzscheibe eines Wagens,
den ein Psychiater gerade parken wollte, und kroch munter, wenn
auch aus einigen Schnittwunden blutend, aus dem Auto. Zwei Ärzte
untersuchten den Hund sofort und stellten fest, dass er den Sturz
gut überstanden hatte. Der Psychiater dagegen hatte einen
Nervenschock erlitten.»
«Tagesanzeiger» Dezember 1970
Kaugummi für Kühe
«Die Mitglieder des englischen «Thonnock
Golf Clubs» haben Ärger mit den Kühen, welche
in der herrlichen Anlage in der Nähe von London ihrer Futtersuche
nachgehen. Wie der Präsident des Vereins mitteilte, zeigen
die Kühe eine grosse Vorliebe für die Golfbälle,
die sie zwischen den Zähnen kauen und dann, nachdem die
Bälle für jedes Spiel völlig unbrauchbar geworden
sind, wieder «ausspucken». Diese «Spielverderber»
im wahrsten Sinne des Wortes kämen sofort in die Nähe
der Spieler, sobald sie das Geräusch des Stockschlags hören
würden, um sich solchen «Kaugummi» zu beschaffen.»
«Badener Tagblatt», Dezember 1960
Taube im Zuchthaus
«Herzliche Grüsse aus dem Zuchthaus Lüttringhausen
bei Remscheid» überbrachte eine Brieftaube ihrem Besitzer,
einem Bocholter Züchter. Die Taube, die mit grosser Verspätung
von einem Preisflug zurückkehrte, hatte ein Zettelchen am
Fuss. Häftlinge teilten darauf mit, dass die Taube auf einem
Zuchthaus-Fenstersims eine Zwischenlandung gemacht und eine Nacht
dort verbracht habe. «Wir haben sie mit trockenem Brot
gefüttert, woran ja in diesem Haus kein Mangel ist»,
schrieben die Zuchthausinsassen noch dazu.»
«Westfalenpost», August 1965
Lieber Löwen als Hubschrauber
«Der 4jährige Thomas Dhlamini vom Volke
der Buschmänner gilt als Held des Tages, nachdem er fast
fünf Tage lang mutterseelenallein im Krüger-Nationalpark
zugebracht hatte. Ziemlich erschöpft wurde das Kind seinen
Eltern zurückgebracht. Während des «Ausflugs»
hatte Thomas - wie er später erzählte - zusammen mit
Elefanten, Giraffen und Schakalen aus einem Wasserloch getrunken.
Der Junge war zusammen mit seinem Vater, einem Hirten, am Rande
des Nationalparks unterwegs gewesen und von diesem dann nach
Hause geschickt worden, wobei er sich verirrte. Mit Hubschraubern
war in der Folge eine Suche nach ihm eingeleitet worden, die
jedoch keinen Erfolg brachte. Erst Polizeihunde konnten ihn aufspüren.
Thomas sagte, er habe vor den wilden Tieren keine Angst gehabt,
wohl aber vor den Hubschraubern.»
«The Star», Oktober 1968
Stierkämpfer ertrunken
«Der berühmte spanische Stierkämpfer
Luis Rios hat in der kolumbianischen Hafenstadt Cartagena seinen
«Auftrittsgag», jeweils mit seinem Fallschirm in
die Arena zu springen, mit dem Leben bezahlt. Wie üblich
hatte Rios vor dem Stierkampf ein Flugzeug bestiegen und war
über der Arena abgesprungen. Eine kräftige Windbö
trieb jedoch diesmal seinen Fallschirm in Richtung Meer. 400
Meter von der Küste entfernt ging der Torero auf den Wellen
nieder - und versank augenblicklich. Die mit Booten zur Landestelle
geeilten Retter kamen zu spät.»
«Abend-Zeitung», Mai 1982
Laternenpfahl auf Ozeandampfer
«Bei den von den Russen in den Weltraum geschossenen
Hunden handelt es sich stets um Weibchen. Böse Zungen behaupten,
dies läge daran, dass es unmöglich wäre, Laternenpfähle
in den Weltraumkapseln unterzubringen. Da ist es auf dem mit
einem Kostenaufwand von etwa 400 Millionen Mark gebauten französischen
Luxusdampfer «France» für die Hunde bequemer.
Auf diesem neuen Meisterstück der Technik, das für
die Überfahrt von Le Havre nach New York bestimmt ist, befindet
sich ein Zwinger für rund zwanzig Hunde, in welchem sich
eine Pariser Strassenlaterne sowie ein New Yorker Feuerhydrant
zwecks Erleichterung der hundlichen «Geschäfte»
während der Seereise befinden.»
«Dachshund», März 1963
Schlangen als Kühlanlage
«Gegen die brütende Hitze des Sommers haben
männliche Dorfbewohner in der nordostchinesischen Provinz
Shaanxi ein wirksames Mittel erprobt: Sie wickeln sich Schlangen
um den Körper. Die - ungiftigen - Schlangen hätten
einen angenehm kühlenden Effekt, behaupten sie. Allerdings
habe die ungewöhnliche Kühlanlage auch einen Nachteil:
Heiratswillige Frauen liessen sich nicht mit Schlangenmännern
ein.»
«Basellandschaftliche Zeitung», Juli
1998
Prämierter Rammler wirft Junge
«Eine prächtige Fehlentscheidung ist in
Rosenheim dem Preisrichterkollegium bei der Prämierung von
Zuchtkaninchen gelungen. Ein Rammler, der zur Prämierung
aufgerufen war und den ersten Preis als bester Kaninchenbock
seiner Rasse erzielte, wies sich eine Viertelstunde später
als Häsin aus: Das Tier warf zwei Junge und sicherte sich
damit auch noch einen Heiterkeitserfolg beim Publikum.»
«Frankfurter Allgemeine Zeitung», Dezember
1962
Ente legt Riesenei
«Ein Ei von 570 Gramm Gewicht mit doppeltem
Eidotter legte in Schlagsdorf/Fehmarn eine nicht mehr ganz junge
Ente. Nach Mitteilung des Besitzers hatte sich die Ente beim
Eierlegen sonst nie zuvor sonderlich hervorgetan.»
«Bremer Tagblatt», April 1961
Kuh mit Verstopfung
«Eine an Verstopfung leidende Kuh hat beim Weiden-Bingospiel
im kanadischen Sault St. Marie die Teilnehmern recht auf die
Folter gespannt: Statt wie gewohnt innerhalb von 30 Minuten fiel
der entscheidende Fladen erst nach gut dreieinhalb Stunden auf
eines der 60 Zahlenquadrate und kürte damit den Gewinner
des Glücksspiels. Doch der hatte wie praktisch alle anderen
200 Teilnehmer die Hoffnung auf ein «Geschäft»
längst aufgegeben und war gegangen.»
«Basler Zeitung», Juli 1995
Tierliebender Motorradfahrer
«Der 33jährige Francesco Re aus Salerno
(Italien) hatte versucht, mit seinem Motorrad einem Hund auszuweichen,
der über die Strasse lief, kam dabei jedoch zu Fall. Als
er stürzte, griff ihn der Hund an. Die Verletzungen, die
ihm der Hund zubrachte, waren so schwer, dass der Italiener ins
Krankenhaus gebracht werden musste, wo er kurze Zeit später
verstarb.»
«Nachtausgabe», Mai 1972
Henne beatmet
«Der zwölfjährige Schüler Daniel
Burnson war auf einer Ausstellung in Puyallup im US-Staat Washington
mit Feuereifer dabei, dem Publikum die von ihm erfundene Hühnerreinigungsmethode
zu erklären, als das Unglück geschah: Seine Henne rutschte
in der mit Seifenwasser gefüllten Schüssel aus und
sank leblos zusammen. Was dann passierte, wird von Augenzeugen
so geschildert: Die Preisrichterin Sherry Milligan schnappte
sich den Vogel, öffnete seinen Schnabel und leistete mittels
Mund-zu-Schnabel-Beatmung Wiederbelebung. Tatsächlich kam
kurz darauf die Henne mit lautem Gegacker wieder zu sich. Der
Junge war übrigens so auf seinen Vortrag konzentriert, dass
er das Ereignis gar nicht richtig mitbekam.»
«Basler Zeitung», September 1991
Brieftaube als Fussgängerin
«Zu Fuss legte die beste Taube des Züchters
Willi Busse aus Obernbeck bei Herford die letzten beiden Kilometer
der 430 Kilometer langen Strecke Regensburg-Herford zurück.
Mit zwei Tagen Verspätung erreichte sie völlig erschöpft
ihren Heimatschlag. Willi Busse: «Ich hatte das Tier schon
auf die Verlustliste gesetzt und glaubte zunächst an einen
Scherz, als mich ein Nachbar anrief und behauptete, er habe meine
Taube etwa einen Kilometer vor dem Dorf zu Fuss heimkehren sehen.»
Da die Taube zu den Stars des Schlags zählte und schon zahlreiche
Goldmedaillen gewonnen hatte, wollte Willi Busse nichts unversucht
zu lassen, um das Tier zu retten. Er fuhr mit dem Auto die angegebene
Strecke entlang - und traute seinen Augen nicht: Die vermisste
Taube hatte tatsächlich die Lüfte mit dem Asphalt vertauscht
und kam ihrem Besitzer als müder Wanderer entgegen. Bereitwillig
liess sie sich einfangen. Stürmischer Wind und anhaltende
Regenfälle scheinen die beherzte Taube zu ihrem Fussmarsch
gezwungen zu haben.»
«Nachtausgabe, Oktober 1966
Hund mit Handy
«Ende Juli musste ein Allschwiler Zeitgenosse
das Verschwinden seines Handys beklagen. Er meldete den Diebstahl
der Hermandad. Jetzt aber tauchte das Handy plötzlich wieder
auf. Der Hund des Handybesitzers, offensichtlich im Irrglauben,
eine Art Knochen vor sich zu haben, hatte das Handy nach Hundeart
im Garten vergraben. Dieser Tage erinnerte sich das Tier an seinen
«Knochen» und grub «ihn» wieder aus.
Irren ist also nicht nur menschlich.»
«Basler Zeitung», Oktober 1998
Holzfäller als Ameisenfutter
«Im dichten Urwald fand die Polizei den Leichnam
des Holzfällers Hermenegildo Carrizo, in dessen Körper
sich ein Heer der Schwarzen Ameisen eingenistet hatte. Carrizo
war am Samstag der vorigen Woche von seinem Haus fortgegangen,
um auf einen Puma Jagd zu machen, der seit längerer Zeit
die Gegend unsicher machte. Doch überraschte die Raubkatze
den Holzfäller auf seinem Pirschgang und griff ihn an. Carizo
verteidigte sich mutig und tötete schliesslich das Tier
mit mehreren Messerstichen. Trotz schwerer Verletzungen blieb
Carrizo noch einige Zeit am Leben. Er hatte sich unter einem
Baum niedergelassen, um sich zu erholen. Dabei wurde er offensichtlich
das Opfer der grossen Schwarzen Ameisen, die ihn in ungeheuren
Scharen angriffen und ihn lebendigen Leibes auffrassen. Als man
den unglücklichen Jäger auffand, waren nur noch Knochen
von ihm übrig.»
«National-Zeitung», Juli 1968
Fische als Scheidungsgrund
«Jacqueline Prescott liess sich von ihrem Mann,
dem Direktor des Meeresforschungs-Instituts von Kalifornien,
scheiden, weil er sich «ausschliesslich für Fische
interessiert». Frau Prescott und Zeugen sagten vor Gericht
aus, dass der Fischfanatiker selbst in der häuslichen Badewanne
Fische züchte und seit Jahren kein anderes Gesprächsthema
kenne als Fische. Die Scheidung wurde ausgesprochen.»
«Abendpost», Oktober 1961
Bellende Krähe
«Wer immer dieser Tage einen Hund bellen hört,
aber statt eines Hundes eine Krähe sieht, sollte dennoch
nicht an Gespenster glauben: In Aachen ist nämlich einem
Vogelliebhaber eine bellende Rabenkrähe entflogen. Jedenfalls
hat der «Rabenvater» bei seiner Suchmeldung den Polizisten
als besonderes Kennzeichen angegeben, seine vermisste Krähe
pflege «das Bellen eines Hundes nachzuahmen, sobald sich
Menschen ihr nähern».»
«Westdeutsche Zeitung», Juni 1974
Mäuse als Lire-Fresser
«Eine Frau aus Pianadetto in der Nähe von
Parma erschien in Tränen aufgelöst in einer Bank in
Parma und schüttete dem verblüfften Kassierer einen
Schuhkarton voll Konfetti auf den Tisch. Die Papierschnitzel
entpuppten sich als die Überbleibsel von 3,2 Millionen Lire,
welche die Frau im Laufe der Jahre gespart und in einem Schuhkarton
versteckt hatte. Einer eifrigen Mäusefamilie schien der
Schuhkarton als Nest und das Geld als Polstermaterial gefallen
zu haben; sie zernagte es zu besagten Konfetti. Der Kassierer
konnte aus den Schnitzeln noch 700 000 Lire so weit zusammensetzen,
dass die Frau immerhin dieses Geld zurückerhielt.»
«Morgenpost», Mai 1972
Falscher Schwan ertrunken
«Als Schwan getarnt ist der 35jährige britische
Ornithologe Anthony Clissold in einem See bei Haydon Bridge in
England ertrunken. Clissold wollte Schwäne für eine
Fernsehsendung filmen. Er hatte sich einen mit Steinen beschwerten
Gürtel um den Leib gebunden und das naturgetreue Präparat
eines Schwans über den Kopf gestülpt. Damit wollte
er in den See hinauswaten und die Reaktion der echten Schwäne
auf den «Fremdling», unter dem er sich versteckte,
filmen. Sein Bruder Roger beobachtete das Unterfangen vom Ufer
aus und erklärte, Anthonys Schwan sei einige Male parallel
zum Ufer auf und ab geschwommen. Dann sei er plötzlich immer
weiter auf den See hinausgetrieben. Der Bruder ging darauf ebenfalls
ins Wasser, konnte Clissold aber nicht mehr finden.»
«Glasgow Herald», Juli 1966
Unanständiger Beo
«Wegen fortgesetzten Daherplapperns einer im
englischen Sprachgebrauch weitverbreiteten unzüchtigen Redensart
wurde dieser Tage im Washingtoner Zoo ein Beo aus seinem der
Öffentlichkeit zugänglichen Flugkäfig ausquartiert.
Was nun mit dem «wortgewaltigen» Vogel geschehen
soll, ist noch offen.»
«Kurier», Juli 1966
Büffel erstach Massai mit Speer
«In das Spital in Arusha, Tansania, wurde ein
junger Massai eingeliefert, dessen Brust von einem Speer durchstossen
war. Massai-Speere haben neben der langen, dünnen Eisenspitze
am vorderen Ende des Schafts auch noch eine kürzere Eisenspitze
an dessen hinterem Ende, die dazu dient, den Speer aufrecht in
den Boden zu stecken. Der betreffende Massai hatte einen Kaffernbüffel
mit dem Speer angegriffen, aber unzulänglich getroffen.
Das Tier griff nun seinerseits den Massai an und trieb das spitze
Rückende des Speers durch die Lunge des unglücklichen
Jägers, während das Vorderende im Tier steckte. Der
Massai erlag wenig später seiner Verletzung.»
«Morgenpost», Juli 1973
Bermudas für Pferde
«Die seit vier Jahren in den USA bestehende
«Gesellschaft zur anständigen Bekleidung der Tiere»
will jetzt die First Lady des Landes in ihre Dienste einspannen.
Ihr Ansinnen ist, Jacqueline Kennedy möge ihren Pferden
Bermuda-Shorts anziehen, ehe sie mit ihrer Tochter Caroline ausreite.
Die amerikanische Öffentlichkeit werde sich daran sicher
ein Beispiel nehmen und ihre Pferde, Hunde und Katzen nicht mehr
nackt herumlaufen lassen. Die Nacktheit der Tiere ist nach Ansicht
der Gesellschaft, die bereits 50 000 Mitglieder zählt, eine
grobe Unschicklichkeit. Mr Clifford Prout aus Kalifornien, der
Präsident der Gesellschaft, möchte auch die Zoos schliessen
lassen. Ein Besuch im Zoo sei für Kinder moralisch ebenso
verderblich, wie wenn sie einen Striptease-Klub besuchten. «Bei
unseren Mitgliedern ist auf keinen Fall eine Schraube locker»,
meinte er vor der Presse. Im Gegenteil: Jedes neue Mitglied müsse
sich vor seiner Aufnahme einem Test auf seine geistigen Fähigkeiten
unterziehen.»
«Stuttgarter Zeitung», Mai 1963
Hund erschiesst Mann
«In Belgien ist ein Mann an einer Schussverletzung
gestorben, die ihm sein Hund beigebracht hat. Der Hund, ein Spaniel,
war während der Fahrt auf die Rücksitzbank des Jeeps
gesprungen, als dieser eine holprige Strasse entlangfuhr und
habe dabei einen Schuss ausgelöst, denn auf die Rücksitzbank
hatte der 66jährige Jean Guillaume sein geladenes Gewehr
gelegt. Die Kugel drang dem Fahrer in den Rücken und tötete
ihn auf der Stelle. Der Hund kam mit dem Schrecken davon.»
«Basler Zeitung», Juni 1991
Giftschlangen im Gepäck
«Was haben Sie da in dem Korb?» fragte
an einem Grenzübergang zwischen Nicaragua und Costa Rica
ein Zollbeamter den Tierhändler José Castrense. «Giftschlangen»,
erwiderte dieser. Der Beamte grinste. «Das können
Sie meiner Grossmutter erzählen», meinte er und öffnete
den Korb. Die Zollstation war daraufhin mehrere Tage lang geschlossen,
da man einige der Schlangen nur schwer wieder einfangen konnte.»
«Tages-Anzeiger», Mai 1961
Anzeige gegen Specht
«Eine Schwedin hat einen Specht wegen fortgesetzter
Ruhestörung bei der Polizei angezeigt und fordert das Abschiessen
des Vogels. Der Specht hatte während drei Jahren die in
einem Vorort der schwedischen Hauptstadt wohnende Lillemor Brandt
in den frühen Morgenstunden mit seinem Hämmern an den
Holzwänden ihres Hauses am Schlafen gehindert. Frau Brandt
hatte sich zunächst an den Tierschutz, das Gesundheitsamt
und ihre Versicherung gewandt. Man hatte ihr auch schon empfohlen,
nachgemachte Adler im Garten zur Abschreckung des Spechts aufzustellen.
Alles ohne Erfolg. «Der Specht ruiniert mein Leben»,
soll Frau Brandt gegenüber der Polizei gesagt haben. Während
des Sommers habe sie ausserhalb schlafen müssen und ihre
Tochter im Keller des Hauses. Die Gemeindeverwaltung will sich
jetzt des Falles annehmen.»
«Abend-Zeitung», November 1987
Reiter in Radarfalle
«Ein Reiter namens Joseph Coggins wurde in den
USA wegen Geschwindigkeitsüberschreitung zu einer Geldstrafe
von 17 Dollar verurteilt. In einer Radarfalle wurde die Geschwindigkeit
des galoppierenden Reiters mit 56 Kilometern je Stunde festgestellt,
obschon eine Beschränkung auf 50 Kilometer je Stunde vorlag.»
«Reiterrevue», August 1972
Ferkel fahren Auto
«Unvorhergesehenen Schaden verursachten dieser
Tage in Ravensburg einem Bauern seine Ferkel, die er kurz zuvor
auf dem Schweinemarkt erstanden hatte. Der Bauer hatte sie in
einen Sack gesteckt und auf dem Beifahrersitz seines auf einer
abschüssigen Strasse geparkten Wagens deponiert, während
er noch Besorgungen machte. Die Borstentiere strampelten sich
in der Folge aus den Sack heraus und lösten, als sie die
neue Umgebung untersuchten, die Handbremse. Der Wagen kam ins
Rollen und geriet auf die andere Fahrbahnseite, wo ihm erst ein
stabiler Mercedes Halt gebot.»
«Schwäbische Zeitung», Mai 1968
Schnecken-Post
«Die britische Post hat Massnahmen zum Schutz
von Briefen vor gefrässigen Schnecken ergriffen. Auf dem
Lande werden die Schlitze der Briefkästen mit Dichtungsstreifen
aus Borsten versehen, damit die Tiere nicht mehr hineinkriechen
können. Schnecken «lieben Papier, vor allem den Mix
aus Leim und menschlicher Spucke», sagte ein Sprecher des
britischen Postministeriums. Allein in der Umgebung des Dorfes
Truro in Cornwall waren im letzten Jahr etwa 100 Briefe durch
Schneckenfrass beschädigt worden.»
«Basler Zeitung», Juli 1999
Maus rammt Flugzeug
«Beim Landeanflug der US-Transportmaschine auf
dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt geschah's. Als Pilot Hauptmann
Carter auf 300 Meter herabging, bemerkte er plötzlich einen
Greifvogel, der mit einer Maus in den Fängen geradewegs
auf das Flugzeug zuhielt. Die Maschine konnte den Kurs keinesfalls
mehr ändern. Doch kurz vor dem Zusammenstoss zog der Vogel
hoch, liess dabei aber die Maus fallen, die direkt in das Triebwerk
Nummer 2 fiel und grösseren Schaden daran verursachte. Dies
dürfte wohl der erste Zusammenstoss in der Geschichte der
Luftfahrt zwischen einem Flugzeug und einer Maus in der Luft
gewesen sein. Die Landung des Flugzeugs verlief ohne weitere
Zwischenfälle. Für Hauptmann Carter war es aber schwierig,
das richtige Formular für seinen Unfallbericht zu finden.
Die amerikanische Luftwaffe habe zwar Meldeformulare für
das Sichten von fliegenden Untertassen und alle möglichen
anderen Vorfälle, aber keines für einen Zusammenstoss
mit einer Maus.»
«Frankfurter Rundschau», Januar 1967
«Frosch-Fräulein» freigesprochen
«Eine 26jährige Oldenburger Lehrerin, die
im Verdacht stand, einen Schüler zum Verspeisen eines Frosches
verleitet zu haben, ist wieder im Amt. Ein Sprecher des Verwaltungspräsidiums
Oldenburg sagte, die Lehrerin habe zwar dem Schüler, der
den Frosch ass, 20 Mark Belohnung gegeben. Sie habe den Schüler
aber nicht dazu aufgefordert. Gegenüber der Behörde
meinte sie: «Ich war überzeugt, er würde sich
ekeln!»
«Kurier», Mai 1981
Kirche als Bienenhaus
«Eine Merkwürdigkeit findet man in der
sauerländischen Ortschaft Reiste. Dort steht eine Kapelle,
die zugleich als Bienenhaus dient. Eine Wand des Gotteshauses
nimmt zwischen dem Fachwerk die Körbe und Kästen für
die summenden Honigerzeuger auf. Sie können durch Wandtüren
versorgt werden. Als vor 125 Jahren die Kapelle gebaut wurde,
gab es gute Gründe dafür, Bienen darin einzuquartieren:
Aus dem Wachs wurden Altarkerzen gedreht.»
«Lübecker Nachrichten», Dezember
1966
Hund rettet Hund
«Als die Witwe Brüggemann ihren von einem
Motorrad überfahrenen Dackel Peter begrub, trennte sich
der Wolfshund Fips nicht von der Grabstelle in Zwickel-Gladbeck.
Ja er grub sogar die Leiche seines Spielgefährten wieder
aus. Man stellte fest, dass das Tier noch Lebenszeichen von sich
gab, und ein Tierarzt brachte es fertig, den totgeglaubten Dackel
zur Freude von Frau Brüggemann und sicher auch von Fips
wieder ganz zum Leben zu erwecken.»
«Hundewelt», Mai 1972
Kuh verdunkelt ganze Stadt
«Die Stadt Freshwater auf der Isle of Wight
im Ärmelkanal lag 90 Minuten im Dunkel, weil eine Kuh ihr
juckendes Fell an einem Stromleitungsmast gescheuert hatte. Sie
tat das offensichlich so nachdrücklich und heftig, dass
die elektrischen Drähte hin und her zu schwingen begannen,
sich berührten und ein Kurzschluss entstand.»
«Chronicle», Mai 1973
Hartnäckige Maus
«Um eine Maus umzubringen, die den Teppich in
seinem Auto angefressen hatte, legte Umberto Montanari aus Bologna
ein Stück Karbid in eine Wasserschüssel und stellte
sie in seinen Wagen. Er hoffte, dass die sich entwickelnden Gase
dem Mäuschen, das vorher allen üblichen Mitteln getrotzt
hatte, den Garaus machen würden. Ob sie es getan hätten,
bleibt fraglich. Sicher ist hingegen, dass das Gas explodierte,
das Auto zerstörte, die Garage beschädigte und die
Fensterscheiben in der Umgebung bersten liess. Die Maus wurde
hingegen nicht gefunden.»
«Vorarlberger Nachrichten», Februar
1975
Löwen als Spielverderber
«In Betuan (Sudan) musste ein Fussballspiel
unterbrochen werden, weil drei Löwen plötzlich auf
dem Spielfeld erschienen. Im offiziellen Schiedsrichterbericht
hiess es: «Das Spiel wurde beim Stande von 3:2 für
den Fussballklub Al Kubra wegen Löwengefahr abgebrochen.»»
«African Wildlife», Dezember 1966
Küken am Busen ausgebrütet
«Der Streit, ob eine Frau an ihrer Brust ein
Küken ausbrüten kann, hat sich in London ausgeweitet.
Die sechzigjährige Ella Petry hatte in einer Fernsehsendung
von Lord Snowdon über die Briten und ihre Haustiere erklärt,
sie habe vor elf Jahren einmal auf diese Weise ein Küken
ausgebrütet. Nach der Sendung hatten die britischen Zeitungen
eine Flut von Leserbriefen erhalten, in denen das Ausbrüten
eines Kükens durch einen Menschen als unmöglich bezeichnet
wurde. Sir Donald Gibson beispielsweise schrieb an die «Times»:
«Nach meinem Wissen braucht es 21 Tage und eine Temperatur
von 40 Grad Celsius, um ein Ei zu erbrüten, und nach meinen
Kenntnissen vom weiblichen Oberkörper ist dies kaum zu erreichen.»
Miss Petry blieb aber dabei, dass sie damals in ihrem Ausschnitt
das Küken zum Schlüpfen gebracht habe.»
«Abendpost», Mai 1971
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