Tierisches



99 tierische Geschichten

zusammengetragen von Markus Kappeler

 

«Wer den Verstand der Tiere leugnet,
ruft die Sorge um den eigenen wach!»

Alfred Brehm (1829-1884)

 

 

Seltsam: Noch immer sucht man im Duden das Wort «tierlich» vergebens. Dabei hatte es Bernhard Grzimek schon vor über dreissig Jahren eingeführt. Richtigerweise. Denn «tierisch» ist nicht «tierlich», wie ja auch «kindisch» nicht «kindlich» ist.

Als schreibender Zoologe befasse ich mich im Berufsleben zumeist mit Tierlichem, aber es fasziniert mich von jeher auch das Tierische. Dieser Faszination entspringt nachfolgende kleine Sammlung von tierischen Geschichten. Sie möge Spass machen, nichts weiter.

 

 

Geldgierige Schwalbe

«Dass nicht nur Elstern auf blinkende Münzen erpicht sind, sondern auch Schwalben nach papiernen Geldscheinen greifen, bewies kürzlich eine Schwalbe in Niedergräfenhain, Kreis Geithain. Als eine Frau ihrem Jungen aus dem ersten Stock einen Zehnmarkschein zuwarf, ergriff eine vorbeifliegende Schwalbe den nach unten segelnden Geldschein mit dem Schnabel und entführte ihn auf Nimmerwiedersehen.»

«Leipziger Volkszeitung», Juni 1967

 

Kuh brannte Scheune nieder

«Auf einem Bauernhof in Turbach im Berner Oberland ereignete sich Tragikomisches. Der Bauer Emil Abderhalden wollte wissen, ob, wie landauf landab behauptet, Körpergase brennbar sind. Anstatt an sich, führte er dieses Experiment vorsichtshalber an einer seiner sechs Kühe durch. An einem sonnigen Frühlingstag, an dem die Kuh besonders starke Blähungen hatte, wollte er es wissen: Die Kuh furzte, der Bauer stand mit einem Feuerzeug daneben, das Resultat war verheerend. Eine Stichflamme steckte Stroh in Brand, der ganze Stall brannte bis auf die Grundmauern nieder. Der Bauer konnte - Glück im Unglück - sich und alle sechs Kühe retten. Ob der Schaden durch die Versicherung bezahlt wird, ist noch Inhalt einer Untersuchung.»

«Basler Zeitung», Mai 1996

 

Regenwürmer aus dem Automaten

«Um nicht immer im Morgengrauen von Anglern geweckt zu werden, denen noch in letzter Minute in den Sinne gekommen ist, dass sie zum Fischen auch Würmer brauchen, hat Nicolas Engelhardt, Händler für Anglerbedarf in einem niederländischen Hafen, Abhilfe geschaffen: Er hat jetzt einen Automaten aufgestellt, aus dem die Angler für einen Gulden eine Schachtel mit 33 Regenwürmern - täglich frisch - ziehen können.»

«Deutscher Jäger», März 1963

 

Schneeleopard verschmäht Henne

«Eine Henne wurde in den Käfig eines Schneeleoparden gesperrt, der im Flugzeug von Amsterdam nach London befördert wurde. Sie sollte als «Reiseproviant» dienen. Der Leopard aber verschonte das Huhn, und als die beiden in London ankamen, war es noch immer vergnügt und munter. Wenig später war es aber dennoch tot. Es musste von den Zollbeamten umgebracht werden, weil die Einfuhr lebenden Geflügels nach Grossbritannien verboten ist.»

«Kurier», Mai 1971

 

Wasserbetten für Kühe

«Wasserbetten für Kühe werden seit neustem in den Niederlanden angeboten. Erste Tests sind nach Angaben der Herstellerfirma Dunlop-Enerka in Drachten vielversprechend verlaufen. «Die Tiere sind verrückt danach. Zwar waren sie anfangs etwas misstrauisch, doch dann haben sie nicht mehr von den Matratzen gewollt», sagte Verkaufschef Ton Broere. «Und die Bauern, bei denen erst eine gewisse Skepsis vorherrschte, sind begeistert, denn die glücklichen Tiere geben erheblich mehr Milch als zuvor.»

«De Volkskrant», Dezember 1996

 

Missratenes Wellensittich-Paar

«Zur Hochzeit der Thronfolgerin Beatrix gaben die Niederländischen Antillen eine Sonderbriefmarke heraus. Symbolhaft wurde das Ereignis durch ein Paar Wellensittiche darauf abgebildet. Peinlicherweise stellten Ornithologen später fest: Das dargestellte «Pärchen» bestand aus zwei männlichen Vögeln. Immerhin war damit für eine philatelistische Rarität gesorgt.»

«Abendpost», Januar 1967

 

Krokodil im Zürcher See

«Ein Krokodil von beachtlicher Grösse entdeckte ein Sporttaucher zu seinem Entsetzen im Züricher See. So schnell wie noch nie tauchte er aus vier Metern Tiefe aus dem Wasser auf und verständigte unverzüglich die Seepolizei. Mit berechtigtem Misstrauen erkundigte man sich dort zunächst bei der Zoo-Direktion, ob ein durch Zufall in den See gelangtes Krokodil überhaupt weiterleben könnte. Als die Frage bejaht wurde, schwammen zwei Froschmänner der Polizei, mit Stock und Messer bewaffnet, vorsichtig zur betreffenden Stelle und entdeckten das Tier tatsächlich, das sich im Grundschlamm verborgen hielt. Um es gefahrlos zu fangen, wollten sie es überraschen. Doch es kam anders. Das Krokodil überraschte die Froschmänner, denn es war aus Plastik und dürfte während der Badesaison einem Kind «entkommen» sein.»

«Selecta», September 1972

 

Wasserscheuer Seehund

«Ein fünf Wochen alter Seehund stellt die Angestellten eines Meeresaquariums in Scarborough (Nord-England) vor ein Problem der besonderen Art: Der Seehund ist wasserscheu. Der Heuler war mit Verletzungen am Kopf gefunden und im Trockenen gepflegt worden, damit die Wunden besser heilen. Nun will das Tier nicht wieder ins Wasser. «Mage ist völlig gestresst, wenn sie Wasser nur von weitem sieht. Sie mag nicht mal mit Wasser bespritzt oder gar gewaschen werden. Normalerweise gehen die Tiere mit Freunden ins Wasser zurück», heisst es im Aquarium. Man wird nun versuchen, den jungen Seehund mit Fischen ins Wasser zu locken.»

«Basler Zeitung», Dezember 1999

 

Polizist kämpft mit Hirsch

«Aus dem Hirschgarten in der bayerischen Landeshauptstadt München war ein kapitaler Hirsch entwichen. Ein Funkstreifenwagen bekam in der Folge den Auftrag, das entlaufene Tier einzufangen. So kam es, dass sich der Hirsch im Münchner Stadtteil Neuhausen plötzlich einem Polizisten gegenübersah. Dessen Uniform wirkte offensichtlich aufreizend auf ihn, denn er ging sofort zum Angriff über. Der im Nu versammelten Menschenmenge bot sich dann ein seltenes Schauspiel: Ein Polizeiwachtmeister und ein Hirsch lieferten sich einen Ringkampf und massen ihre Kräfte. Anfangs schien der Hirsch der Stärkere zu sein: Der 27jährige Polizeibeamte Rudolf Kirchner ging zu Boden, seine Uniformhose in Fetzen. Aber dann siegte doch die Polizei. Der Hirsch wurde gebändigt und im Triumphzug zum Hirschgarten zurückgebracht.»

«Süddeutsche Zeitung», Februar 1963

 

Hund mit Bellzeiten

«Bei Hundegebell ist nicht die Lautstärke entscheidend, sondern die Uhrzeit. Das Oberlandesgericht Hamm setzte für einen Hund folgende Bellzeiten fest: Nicht länger als 30 Minuten täglich und nicht mehr als 10 Minuten am Stück. Ausserdem wurde dem Hund von 8.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 19.00 Uhr das Bellen vollständig verboten. Allerdings ist es ihm erlaubt, kurz anzuschlagen, wenn Besuch kommt, weil dies eine artgerechte Reaktion des Hundes darstellt. Es war leider nicht in Erfahrung zu bringen, ob sich der Hund an die Vorschriften zu halten gedenkt.»

«Das Tier», Mai 1997

 

Meister im Grunzen

«Gilles Martin, Lehrer aus Biarritz, ist neuer französischer Meister im Schweinegrunzen. Der stolze Gewinner wurde am Sonntag im pyrenäischen Flecken Trie-sur-Baise aus den für den Endkampf qualifizierten 15 Bewerbern erkoren. Seit sechs Jahren finden diese Meisterschaften in dem für seinen Schweinemarkt berühmten Ort statt. Die Bewerber mussten sich über hervorragende Kenntnisse der drei Hauptgrunzarten des Schweins ausweisen. Gewertet wurden das «Glücksgrunzen beim Fressen», das «Todesgrunzen des Schweins vor dem Schlachten» und «das Liebesgrunzen des Ebers bei der Paarung».»

«Basler Zeitung», Juli 1987

 

Biene in der Bluse

«Eine Biene, die sich im Dekolleté von Miss Goldenboth verirrt hatte, war schuld, dass es im englischen Städtchen Harlow zu einem Verkehrsunfall kam. Beim Versuch, die Biene zu vertreiben, fuhr Miss Goldenboth mit ihrem Wagen Zickzack und stiess mit demjenigen von Mr O'Flanagan zusammen. Das Urteil des Gerichts: Freispruch wegen erwiesener Unschuld.»

«Daily Express», Oktober 1969

 

Siegreiches Känguruh

«Der Australier Clem Roseall hatte 500 Kilometer südlich von Perth ein Känguruh angefahren. Er hielt seinen Wagen an, ging zurück und versuchte, dem verletzten Tier zu helfen. Das Känguruh griff ihn jedoch voller Wut an, verfing sich mit einem Fuss in seiner Hose, die ihm daraufhin buchstäblich vom Leibe gerissen wurde. Mit wehendem Hemd trat der Mann die Flucht an, während das Känguruh wieder im Busch verschwand.»

«Dolomiten», Juni 1966

 

Kamele mit Schlusslicht

«Kamele in der westaustralischen Touristenstadt Broome sollen aus Gründen der Verkehrssicherheit künftig rotblinkende Schlusslichter tragen. Vor allem Touristen rechnen nicht damit, Kamele im Strassenverkehr anzutreffen, was regelmässig zu Unfällen führt. Auf Wunsch des Stadtrats haben sich bereits zwei Veranstalter von Kameltouren bereit erkärt, das Hinterteil der Tiere mit batteriebetriebenen Velorücklichtern auszurüsten. Die Einführung eines Vorderlichts hält man dagegen nicht für erforderlich.»

«Basellandschaftliche Zeitung», Juli 1996

 

Rare Schlemmerei

«Ahnungslose Flugzeugpassagiere haben sechs aus Alaska stammende Riesenkrebse einer sehr seltenen Art verspeist, die eigentlich für Aquarien in Paris, Hamburg und Manchester bestimmt gewesen waren. Die Fluggäste verdankten die aussergewöhnliche Mahlzeit einem Irrtum des Bordkochs, der auf dem Flug nach Europa die grossen Schalentiere im Kühlraum der Flugzeugküche vorgefunden und seelenruhig gesotten hatte. Die Verwaltung des Pariser Flughafens teilte mit, der Küchenchef sei durch eine bedauerliche Nachlässigkeit nicht informiert worden, dass die Riesenkrebse keinesfalls zum Proviant gehörten, sondern nur bis zum Umladen in das Anschlussflugzeug im Kühlraum der Maschine untergebracht worden seien.»

«Le Figaro», Juli 1974

 

Hase fällt vom Himmel

«Buchstäblich in den Schoss fiel einer englischen Touristin auf der Heimfahrt aus dem Urlaub bei Wasserbillig an der deutsch-luxemburgischen Grenze ein junger Hase. Ein hungriger Habicht hatte sich auf seiner Beutejagd offenbar zuviel zugemutet. Mit Meister Lampe in den Fängen gelang es dem Greifvogel trotz der recht ansehnlichen Spannweite seiner Schwingen nur umständlich, sich in die Lüfte zu erheben. Das sah der Ehemann der in einem offenen Sportwagen sitzenden Touristin und drückte auf die Hupe. Der so erschreckte Habicht liess das vor Angst zitternde, aber nur leicht verletzte Tier fallen - gerade in den Schoss der aus Liverpool stammenden Engländerin. Falls die Zollbehörden nichts einzuwenden haben, will das Ehepaar den inzwischen zutraulichen Junghasen nun als lebendes Andenken behalten.»

«Nachtausgabe», September 1975

 

Katzen-Notruf

«Gleich 16mal in einer halben Stunde gingen in der Zentrale der Lübecker Polizei am frühen Morgen Notrufe ein, bei denen aber lediglich das Pfeifen eines Faxsignals zu hören war. Die reichlich entnervten Beamten konnten den Absender schliesslich über eine Fangschaltung ausfindig machen. In der Wohnung stellten sie den Übeltäter: Eine Katze hatte es sich auf dem Faxgerät bequem gemacht und offensichtlich immer wieder auf die Programmtaste für den Polizeinotruf gedrückt.»

«Abenteuer Natur», Mai 1996

 

Ungezogene Maus

«In einem kleinen Amtsgericht in Südhannover versetzte dieser Tage der Anklagevertreter Gericht und Zuschauer in lähmendes Entsetzen: Plötzlich sprang er während einer Sitzung auf, stiess unartikulierte Laute aus und schlug sich auf die Beine. Die Erstarrung des Auditoriums löste sich, als eine kleine Maus dem Hosenbund des Staatsanwalts entschlüpfte, über den Richtertisch hinwegeilte und sich der Bestrafung wegen ungebührlichen Benehmens vor Gericht erfolgreich durch die Flucht entzog.»

«Hannoversche Presse», Oktober 1972

 

Bienen contra Nackedeis

«Ein entschiedener Gegner der Freikörperkultur ist der englische Gutsbesitzer Ernest Shiner aus der Grafschaft Bedfordshire. Weil sein Einspruch gegen den Plan, das Nachbargrundstück am See an einen Nudistenverein zu verpachten, nicht berücksichtigt wurde, kaufte Shiner jetzt 35 Bienenvölker. Er ist sicher, dass er mit diesen «fliegenden Truppen» siegen wird.»

«Daily Mirror», August 1977

 

Elch mit Ehering

«Der norwegische Jäger Asbjörn Nöstmo und seine Frau Evelyn aus Malvik bei Trondheim beschwören «mit tausend Eiden», dass Evelyn am Wochenende bei der Zubereitung von Elch-Innereien für den Hund der Familie ihren drei Jahre zuvor verlorenen Ehering wiedergefunden hat. Der Ring war ihr bei einem Ausflug 15 Kilometer von dem Platz entfernt abhanden gekommen, an dem der fragliche Elch jetzt von ihrem Mann geschossen wurde. Letzterer, Bürgermeister seiner Gemeinde, hatte auch eine Erklärung zur Hand:«Der Elch muss den Ring zusammen mit Blättern und Zweigen gefressen haben.» Und beteuerte nochmals: «Ich schwöre, dass das die Wahrheit ist. Auch wenn ich Politiker bin.»

«Basler Zeitung», Oktober 1996

 

Killer-Lachs

«Ein 66jähriger französischer Sportangler bezahlte in Kanada seine Angelleidenschaft mit dem Leben: Nach einem zähen Kampf mit einem fast 20 Pfund schweren Lachs verliessen ihn die Kräfte und er stürzte in den Fluss. Die Leiche des Anglers wurde 300 Meter stromabwärts geborgen. Seine Angelrute mit dem Lachs am Haken fand man 100 Meter weiter.»

«Abendpost», September 1963

 

Schildkröte kollidiert mit Linienbus

«Eine Schildkröte hat am Samstagnachmittag im solothurnischen Trimbach einen Verkehrsunfall verursacht. Wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilte, hatte eine Autolenkerin zwei Schildkröten auf dem Beifahrersitz. Als sie bergwärts Richtung Hauenstein fuhr, biss einer der beiden «Passagiere» zu. Die Frau wurde dadurch abgelenkt, geriet mit dem Wagen auf die Gegenfahrbahn und stiess mit einem entgegenkommenden Linienbus zusammen. Verletzt wurde abgesehen von der gebissenen Autolenkerin niemand. Der Unfall ereignete sich bei der sogenannten «Cheibelochkurve».

«Basler Zeitung», November 2000

 

Vogel flirtet mit Kleinflugzeug

«An der Steilküste der Newport Bay in Kalifornien pflegen Flugzeugbastler ihre Modelle zu starten. Vor einiger Zeit störte jedoch ein langflügliger weisser Vogel das luftige Spiel - er umbalzte die kleinen Gleiter und brachte sogar zweimal ein Modell zum Absturz. Nach einem Monat vergebener Liebesmüh verschwand der mysteriöse Vogel wieder. Ornithologen hatten ihn inzwischen als einen Weissschwanz-Tropikvogel identifiziert. Der nächstgelegene Nistplatz dieser Art, die für ihre spektakuläre Flugbalz bekannt ist, liegt auf Hawaii, rund 4000 Kilometer weit entfernt.»

«Selecta», Mai 1974

 

Tauben treiben Bauern in den Tod

«Aus Verzweiflung über gefrässige Tauben, die in den letzten Monaten seine Felder buchstäblich kahlgefressen hatten, beging in der südenglischen Ortschaft Henfield ein Bauer Selbstmord. Der Mann war im Winter Tag für Tag durch die Felder gestreift, um die friedliebenden, aber nimmersatten Vögel zu vertreiben. Als er seinen Misserfolg sah, ging er heim und erschoss sich mit eben dem Gewehr, mit dem er unzählige Male seine Saat zu verteidigen versucht hatte.»

«Rheinische Post», Juli 1963

 

Papagei als Kronzeuge

«Der Papagei «Cocca» wird in die italienische Justizgeschichte eingehen, und zwar als erstes Federvieh, das vor einem ordentlichen Gericht als «Kronzeuge» aufgetreten ist. Der bunte Vogel wurde von einem Amtsrichter in Verona in den Zeugenstand gerufen, weil sich eine 55jährige Hausfrau und ein 44jähriger Strassenhändler um den Besitz des Tieres stritten. Die Frau hatte den Mann mit der Behauptung angezeigt, er habe ihr den Papagei gestohlen. Der Richter liess daraufhin auf dem Richtertisch den Vogel frei, der sofort auf die Schulter der Dame flog. Als der Papagei im Gerichtssaal dann auch noch jeden Annäherungsversuch des Strassenhändlers mit wilden Schnabelhieben abwehrte, war der Fall gelöst: Der Mann wurde wegen Tierdiebstahls verurteilt und abgeführt.»

«Basler Zeitung», November 1988

 

Nach 400 Hundebissen pensioniert

«Einen ungewöhnlichen Weltrekord hält der australische Postbote Roy Burke aus einem Vorort von Sidney. Während seiner 46jährigen Dienstzeit wurde er nachweislich 400mal von Hunden gebissen. Seine Hände und Beine sind mit Narben übersät. Er sei nicht unglücklich darüber, dass er jetzt in Pension gehen könne, liess er der Presse gegenüber verlauten.»

«Der Hund», Januar 1962

 

Rockmusik gegen Läuse

«Rockmusik hat sich in Südkorea als Insektenbekämpfungsmittel bewährt. Blattläuse seien allergisch gegen diese Art von Musik, sagte der südkoreanische Forscher Lee Han Joo. Das habe er in mehreren Experimenten nachgewiesen, welche immer dasselbe Resultat zeigten: gut viermal weniger Läuse mit Rock'n'Roll-Musik und entsprechend höhere Ernteerträge. Welche Bands die beste Insektizid-Wirkung zeitigten, liess der Forscher nicht durchblicken.»

«Basellandschaftliche Zeitung», Januar 1996

 

Kuh war «high»

«Die Kuh machte Bocksprünge, wälzte sich auf dem Boden und gab statt der Muh-Laute ein unmelodisches Blöken von sich. Dem Besitzer, einem Bauern aus Derqui in der argentinischen Provinz Buenos Aires, war die Sache schliesslich nicht mehr geheuer. Der Tierarzt musste her. Der untersuchte das Rindvieh auf Herz und Nieren und kam zur Diagnose: total berauscht. Ein Fall für die Rauschgiftfahndung also. Die Polizei stellte fest, dass die Kuh in Nachbars Garten gegrast hatte, wo seltsame Gewächse gediehen. Der Mann hatte sein Grundstück in eine Marihuana-Plantage verwandelt. Der Marihuana-Bauer wandert jetzt hinter Gitter, die Kuh frisst wieder normales Gras und ist fürs erste vor dem Metzger sicher.»

«Basler Zeitung», April 1989

 

Maus als Elektrikergehilfe

«Vergeblich versuchte Elektriker Tom Taylor in einem 13stöckigen Neubau in Sidney ein Telefonkabel durch ein 24 Meter langes, drei Zentimeter starkes und viermal geknicktes einbetoniertes Rohr zu ziehen. Schliesslich verschwand er um die nächste Ecke und kaufte im dortigen Tierladen Henry und Henrietta, ein Pärchen weisser Mäuse. Henry bekam ein Stück Tuch und einen Bindfaden um den Schwanz gebunden, Henrietta wurde in der Obhut eines Helfers am anderen Ende des Rohrs postiert und quiekte wie auf Bestellung. Henry war daraufhin nicht mehr zu halten. Nach zwei Minuten kam er bei Henrietta zum Vorschein - samt Bindfaden, mit dessen Hilfe das Kabel mühelos durchzuziehen war.»

«Hannoversche Presse», März 1964

 

«Seekuh» im Netz

«Ein ausgewachsenes See-Ungeheuer glaubte der 50jährige holländische Fischer Willem Groen aus Harlingen gefangen zu haben: Beim Garnelenfischen hakte das Netz plötzlich fest. Als Groen und seine Helfer es einzogen, scholl ihnen ein klägliches «Muh» entgegen, und eine ausgewachsene Kuh reckte ihren Kopf aus dem Meer. Nachforschungen ergaben, dass die Kuh bei der Überfahrt nach der Insel Terschelling von Bord einer Fähre gefallen war. Das Tier hatte mehrere Stunden in der Nordsee geschwommen, das Abenteuer jedoch gut überstanden.»

«Abend-Zeitung», März 1988

 

Musikalischer Dackel

«Werner Guttmann, ein nach Chile ausgewanderter Deutscher aus Köln, besitzt einen über alle Massen musikalischen Kurzhaardackel. Immer, wenn er sich an den Flügel setzt, um zu musizieren, muss er ihn in ein abgelegenes Zimmer bringen, da er mit seinem Gesang selbst ein Fortissimospiel übertönt. In Santiago de Chile arbeitet Guttmann bei einer chilenischen Radiostation als Pianist. Jedesmal, wenn seine Darbietungen übertragen werden, erhebt sich der Dackel, nähert sich dem Radioapparat und beginnt in gewohnter Weise mitzusingen, solange sein Herrchen spielt. Nach Beendigung der Sendung zieht er sich dann wieder zum Schlafen in sein Körbchen zurück. Dies wiederholt sich regelmässig, wenn Guttmann am Radio spielt. Auf andere Klavierdarbietungen reagiert er hingegen in keiner Weise.»

«Nachtausgabe», Dezember 1966

 

Elefant mit Zahnplombe

«Auch Elefanten benötigen mal einen Zahnarzt - wie der Bulle Ahrun im ungarischen Hauptstadt-Zoo. Der 20jährige Grauhäuter hatte sich ein Stück seines Zahnes abgebrochen und dabei die Wurzel verletzt. Doch ohne die Budapester Feuerwehr konnte der Tierarzt Dr. Peter Kertesz dem Elefanten nicht auf den Zahn fühlen: Der betäubte Ahrun hatt sich nämlich auf die «falsche» Seite gelegt. Erst als das Feuerwehrteam den Patienten mit einem Spezialkran gewendet hatte, konnte der Arzt «die grösste Plombe meiner Laufbahn» einsetzen.»

«Das Tier», April 1995

 

Hochzeit kostet 25 Ratten

«25 tote Ratten müssen Brautpaare in Pekalongan auf Java vorweisen, bevor sie getraut werden. Ein gleiches Lösegeld wird von allen verlangt, die sich scheiden lassen. Der Stadtrat von Pekalongan hat diesen Beschluss gefasst, um der Rattenplage in der Stadt Herr zu werden.»

«Süddeutsche Zeitung», Oktober 1963

 

Beo ruft um Hilfe

«Mama - Mama - Hilfe!» schrillte es herzzerreissend aus dem Fenster einer Wohnung in der norditalienischen Hafenstadt Genua. Als die vermeintlichen Hilfeschreie überhaupt kein Ende nehmen wollten, alarmierten Passanten die Polizei. Diese brach die Wohnungstür auf, um nach dem Rechten zu sehen. Statt des hilfesuchenden Kinds fand sie jedoch bloss einen gelangweilten, aber sprachbegabten Beo vor.»

«Abenteuer Natur», Mai 1996

 

Feldhase auf Stadtbummel

«Der Bummel eines Feldhasen durch die Basler Innenstadt hat zu schwierigen Rechtsfragen geführt. Das Tier suchte vorerst das baselstädtische Zivilstandsamt auf, worauf dessen Abwart die Polizei rief. Einem auf Jagd und Vogelschutz spezialisierten Polizeikorporal gelang es allerdings nicht, den Hasen dingfest zu machen, der hierauf den Blicken seines Verfolgers entschwand. Wenig später erhielt die Polizei den Anruf eines Kleidergeschäftinhabers, in dem sich der Hase nunmehr befand. Dort konnte er schliesslich eingefangen und ausserhalb der Stadt wieder ausgesetzt werden. Doch hatte er sich beim Fang eine leichte Verletzung am rechten Hinterlauf zugezogen. Die Folge waren zahlreiche Blutflecken auf Teppich und Kleidern in besagtem Kleidergeschäft. Und dafür wurde der Polizei jetzt eine Rechnung von 2200 Franken präsentiert. «Schwierige Rechtsfragen stehen deshalb an», meint das Polizeikommando Basel-Stadt, das mit der Klärung derselben einen spezialisierten Juristen beauftragen will.»

«Abend-Zeitung», April 1987

 

Kater macht Politik

«Der Kater des amerikanischen Botschafters in Pakistan hat eine verwickelte Situation in den politischen Beziehungen zwischen Pakistan und den USA heraufbeschworen. Weil die Kinder von Botschafter Gailbraith das Tier «Ahmed» genannt hatten, was einer der vielen Vornamen des Propheten Mohammed ist, fühlten sich die Moslems des Landes aufs tiefste beleidigt. Sie liefen im pakistanischen Parlament Sturm gegen den Kater und die Vereinigten Staaten. Parlaments-Vizepräsident Afsi al Tschima: «Dieser Vorfall ist noch ernster zu nehmen als die Waffenhilfe, welche Amerika den Indern gewährt.» Während die Pakistanis unverzüglich diplomatische Schritte gegen Washington unternehmen wollten, hat Botschafter Gailbraith den Kater schnellstens in «Gudscharat» umtaufen lassen. Die Botschafter-Kinder hatten den Kater nämlich bei einem offiziellen Besuch ihrer Eltern in Ahmedabad im Staat Gudscharat geschenkt bekommen und ihm ursprünglich den Namen der Stadt gegeben, später aber dummerweise die verkürzte Koseform Ahmed verwendet.»

«Indian Express», August 1973

 

Autotür tötet 143 Hühner

«Das Oberlandesgericht Heidelberg hat entschieden, dass ein Autofahrer nicht für jene Verluste haftbar gemacht werden kann, die durch den Knall seiner zufallenden Autotür entstanden sind. Im vorliegenden Fall, der sich bei einem Hühnerstall ereignete, waren 143 Tiere nach dem fraglichen Geräusch tot von der Stange gefallen. Das Federvieh, das in einer Massenaufzucht gehalten worden war, hatte sich offensichtlich zu Tode erschreckt.»

«Abenteuer Natur», April 1997

 

Boa-Baby im Slip

«Ein britisches Gericht hat einen italienischen Touristen zu einer Busse von 300 Pfund verdonnert, weil dieser in seinem Slip ein Boa-Baby nach Grossbritannien einschmuggeln wollte. Den Zöllnern im Londoner Flughafen Heathrow hatte der Tourist erklärt, er habe nichts zu verzollen. Dem scharfen Blick der Beamten entging jedoch nicht die seltsame Erhebung zwischen den Beinen des jungen Italieners. Sie nahmen eine Leibesvisitation vor. Dabei fiel ihnen das 50 Zentimeter lange Schlänglein in die Hände.»

«Abend-Zeitung», Oktober 1987

 

Polizeihund angebellt

«Weil ein Amerikaner in Portland einen Polizeihund angebellt hat, erhielt er eine saftige Busse. Der Zwnazigjährige erklärte, er habe zurückgebellt, nachdem der Hund in einem Polizeiauto ihn angebellt hatte. Die Polizei war aber anderer Meinung.»

«Das Tier», April 1995

 

Fetter Schwan stürzte auf Velofahrer

«Ein Schwan ist im Englischen Garten in München mit einem Velofahrer kollidiert. Das völlig überfütterte Tier konnte sich nicht in der Luft halten und stürzte auf einen 15jährigen Radler ab. Dieser erlitt eine Gehirnerschütterung, zahlreiche Prellungen und Schürfwunden. Am Sportvelo entstand Totalschaden. Der fette Flieger überstand den Absturz ohne Verletzungen, berichtete Finanzminister Gerold Tandler, zugleich oberster Dienstherr der bayerischen Gartenverwaltung. Er liess dem Knaben jetzt 250 Mark zukommen, damit er sich wenigstens ein neues Rad kaufen könne. Im Englischen Garten sind nach seinen Angaben «alle Enten, Schwäne und was da sonst noch herumfliegt» durch die zahlreichen Spaziergänger generell überfüttert.»

«Basler Zeitung», August 1989

 

Wachhund verschlingt Brillanten

«Die Brüder Pellottieri, Inhaber eines Juweliergeschäfts in dem piemontesischen Städtchen San Salvatore-Monferrato, bewachen zur Zeit ihren Wachhund Mira. Dieser hat nämlich einen besonderen «Leckerbissen», einen Brillanten im Wert von über 3000 Mark, verschlungen. Abführmittel halfen bis jetzt nicht. Deshalb muss Mira weiterhin in einem kleinen Raum eingesperrt bleiben, bis der Brillant wieder «das Licht der Welt erblickt».

«Frankfurter Rundschau», März 1970

 

Heringe versenken Fischerboot

«Ein Heringsschwarm, der einem Trawler ins Netz gegangen war, wollte sich nicht so rasch ergeben. Die Fische schwammen um ihr Leben ­ und versenkten das 19 Meter lange Fischerboot. Als der Fang an Bord geholt werden sollte, schwammen die Heringe unvermittelt unter dem Boot durch und brachten es dadurch zum Kentern. Die Fischer versuchten zwar noch, die Leinen zu kappen, aber es war zu spät. Die sechsköpfige Besatzung wurde geborgen. Ob die Heringe dem Netz entkommen sind, ist nicht bekannt.»

«Dagbladet», Januar 1998

 

Ratte in Orgelpfeife

«Schrecklicher Gestank erfüllte auf einmal eine liebliche alte Kirche etwa zwanzig Kilometer von Sheffield entfernt. Immer schlimmer wurde der Geruch, so dass immer mehr Gläubige der Kirche fernblieben. Als man bereits einige der Gräber in der alten Kirche in dem vergeblichen Versuch öffnete, die Quelle des fürchterlichen Geruches zu finden, stellte man fest, dass derselbe immer am stärksten war, wenn die Orgel spielte. Niemand verdächtigte den Organisten, der ein besonders netter alter Herr war, jedoch zugeben musste, dass seine Orgelklänge tatsächlich arg stanken. Schliesslich errichtete man ein Gerüst um die grosse Orgel, und der Organist musste spielen, während die Sucher ihre Nasen an die Pfeifen hielten. Dabei kam heraus, dass es die tiefen Bässe waren, welche zum Himmel stanken. Man nahm die grösste Basspfeife herab und fand darin eine tote Ratte und eine tote Katze. Die Katze hatte die Ratte wahrscheinlich auf den Gesimsen der Orgel gejagt, worauf sich diese in die Basspfeife rettete. In ihrem Jagdeifer war die Katze ihr nachgesprungen, und beide waren gemeinsam darin elend umgekommen.»

«The Star», Juli 1963

 

Hamster mit Gratisbillett

«In Mittelengland hat ein Hamster auf Lebzeiten eine kostenlose Netzkarte für den Bus bekommen. Der Fahrausweis trägt den Namen des Nagers, und ein Lichtbild soll Verwechslungen ausschliessen. Die Verkehrsbetriebe der West Midlands entschuldigten sich so bei einem 11jährigen Schüler, der von einem mürrischen Busfahrer aufgefordert worden war, auch für seinen Hamster ein Billett zu lösen.»

«Basler Zeitung», Dezember 1995

 

Hase besucht Freiluftkonzert

«Auf einer Voralpenwanderung hielt ein Kegelverein auf einem Felsen längere Rast. Später näherte sich eine Gruppe Trachtenleute mit einem Alphornbläser an der Spitze. Dieser stellte sich nach entsprechenden Aufmunterungen in der Nähe des Kegelvereins auf und begann eine Melodie zu spielen. Kaum hatte er angefangen, da hoppelte ein alter Hase aus dem gegenüberliegenden Wald, kam - ungeachtet der vielen Leute - etwa 50 Meter näher und setzte sich aufmerksam zuhörend nur 15 Meter vor dem Instrument auf die Hinterläufe. Als der Bläser nach geraumer Zeit innehielt, zog sich auch der Hase wieder zurück und verschwand ebenso grusslos wie er aufgetaucht war.»

«Nordwestschweiz», Juni 1981

 

Papagei entlassen

«Ein jähes Ende fand die Show-Karriere des Papageis Bluey, der von seinem Repertoire an Schimpfwörtern nicht lassen wollte. Der blau-gelbe Ara verlor seinen Job in der Papageien-Show des Zoos auf der Isle of Wight, weil er die Zuschauer mit Kraftausdrücken schockierte. «Es ging nicht mehr. Wir haben extra einen Spracherzieher engagiert, aber den hat er auch beleidigt», sagte der Zoodirektor. Der Papagei gehörte zuvor einem Seemann.»

«Basler Zeitung», August 1994

 

Bär will Bier

«Witze mit Anfangssätzen wie «Kommt ein Bär in die Bar und sagt...» werden bisweilen von der Wirklichkeit eingeholt. Viktor Koslow sass in einem Biergarten mitten in der russischen Stadt Charkow, als ihn jemand heftig auf die Schulter schlug. Es war ein Braunbär, dessen Grösse von Augenzeugen als «enorm» beschrieben wurde. Der Bär hatte es offensichtlich darauf abgesehen, von Koslows Bier zu kosten, wogegen dieser sich aber wehrte. Der Bär biss ihn daraufhin in die Hand, zerrte ihn vom Sitz und machte sich über das Glas her. Der Biergartenbesitzer erkannte das Bedürfnis des Bären und bot ihm einen Eimer mit drei Litern Bier an, was ihn endlich zufriedenstellte. Anschliessend schlief er ein. Es stellte sich heraus, dass das Tier ein Zirkusbär und von einem Lastwagen entwichen war, der ihn zu einem anderen Auftrittsort hätte bringen sollen.»

«Basler Zeitung», Juli 1991

 

Maus im Spinat

«Der in Bamberg stationierte US-Sergeant William Gome hatte beim Mittagessen mit seiner Familie plötzlich statt einer Portion Spinat eine Maus an der Gabel. Die ganze Familie eilte in der Folge zum Arzt, der aber beruhigend feststellte, dass die Maus durch das Kochen des Spinats völlig bazillenfrei geworden sei. Da die Spinatdose in einem amerikanischen Laden erstanden und amerikanischen Fabrikats war, wurde die Maus zur «Identifizierung» ins US-Hauptquartier nach Heidelberg geschickt.»

«Frankfurter Rundschau», August 1963

 

Radfahrer trifft Löwen

«Ein Mann, der im Queen Elizabeth-Nationalpark in Uganda arbeitete, fuhr auf seinem Fahrrad nach Hause, als er mitten auf dem Weg einer Elefantenkuh mit einem kleinen Kalb begegnete. Er nahm an, dass es unklug sei, sich dem Tier weiter zu nähern, verliess den Weg und schob das Fahrrad durch den Busch. Dabei stand er auf einmal dicht vor einem Nashorn. Er kletterte rasch auf einen Baum - und entdeckt von oben zu allem Überfluss auch noch zwei Löwen in nächster Nähe. Statt bei seiner Frau verbrachte er die Nacht auf dem Baum und ging am anderen Morgen notgedrungen gleich wieder zur Arbeit.»

«East African Standard», Mai 1971

 

Gebratene Gänse fallen vom Himmel

«Im Luftraum über Elmshorn wurde der Rückflug eines Schwarms Weisswangengänse jäh gestoppt. Die Vögel sind auf dem Weg in die Brutheimat in ein Wintergewitter und zudem ausgerechnet noch in eine Blitzbahn geraten. 26 Gänse fielen mit angeschmorten Federn tot vom Himmel. Selbst erfahrenen Vogelkundlern ist ein ähnlicher Vorfall nicht bekannt.»

«Abenteuer Natur», März 1997

 

Polizei rettet Kanarienvogel

«Zu einem nicht alltäglichen Einsatz sind zwei Beamte der Stadtpolizei Bern in der Nacht zum Donnerstag gekommen: Um Mitternacht telefonierte eine 74jährige Frau der Einsatzleitzentrale und erklärte, dass sie wegen ihres Kanarienvogels dringend Hilfe benötige. Der Vogel, der jeden Abend in der Wohnung einen «Freiflug» geniesst, hatte eine derart unglückliche «Bruchlandung» hinter der Küchenkombination vollführt, dass er sich nicht mehr selbst befreien konnte. Um das Tier unverletzt aus seiner misslichen Lage retten zu können, blieb den beiden Polizeibeamten in der Folge nichts anderes übrig, als mitten in der Nacht die Küchenkombination zu demontieren.»

«Abend-Zeitung», April 1987

 

Hämische Krähen

«Laut einer Mitteilung der Flughafendirektion Zürich-Kloten besammeln sich bei Einbruch der Dunkelheit bis zu 4000 Rabenkrähen auf den offenen Flächen neben den Pisten, vollführen Luftspiele und gehen dann erst schlafen. Dies stellt für den Luftverkehr ein grosses Problem dar. Seit dem letzten Herbst wird nun versucht, die Krähen zu vertreiben. Eine kürzlich vorgesehene Aktion mit Knallpetarden ging allerdings gründlich daneben. Wegen starker Windböen setzte eine Petarde ein Stück Riedgras in Brand. Zwar war die Feuerwehr schnell zur Stelle und konnte den Brand in kurzer Zeit löschen. Hingegen musste der Flughafen für eine halbe Stuinde schliessen. Böse Zungen behaupten, aus der Luft sei ein hämisches Krächzen zu vernehmen gewesen.»

«Basler Zeitung», März 1998

 

Huhn im Briefkasten

«Eine Dame, die in Oldenburg einen Brief in den Briefkasten stecken wollte, wurde heftig in den Finger gebissen, während ihre Hand sich noch im Briefkastenschlitz befand. Man forschte nach und fand im Briefkasten ein ausgewachsenes Huhn, das der Zustellbeamte dort kurzfristig «unter-gestellt» hatte.»

«Selecta», November 1963

 

Riesengürteltier mit Taschenuhr

«Gabriel Fernandez, Besitzer einer Brotbäckerei im ruhigen Dorf Colonias Unidas im Chaco (Argentinien), ging letzten Sonntag wie üblich auf die Jagd. Er kehrte abends mit reicher Beute - Rebhühnern, Wildenten, einer Wildkatze und einem Riesengürteltier - heim und widmete sich alsbald der Säuberung der Tiere. Gross war seine Überraschung, als er im Bauch des fast 40 Kilogramm schweren Riesengürteltiers eine altertümliche Taschenuhr fand. Die Nachricht über den seltsamen Fund erregte die Gemüter der Einwohner, und ihre Phantasie begann sofort Blüten zu treiben. Denn über das Gürteltier werden von alters her makabre Legenden erzählt. So ist der Glaube weitverbreitet, dass es nachts auf Friedhöfe gehe, um sich am Leichenfleisch sattzufressen. Für die Leute war klar, dass das Tier die Uhr nur auf diese Weise geschluckt haben konnte. Gabriel Fernandez ist das egal; er bewahrt die kostbare Uhr als persönlichen Talisman auf.»

«Daily Mirror», April 1979

 

Maus im Wein

«Eine tote Maus, die er in einer gekauften Flasche Wein vorgefunden hatte, sollte dem 32jährigen Arbeitslosen Enzo Dibasso aus Pescara an der italienischen Adria einen Arbeitsplatz verschaffen. Sein Versuch, den Weinhersteller mit dem ekelhaften Fund zu erpressen, endete jedoch mit seiner Verurteilung zu acht Monaten Gefängnis mit Bewährung. Nach der Entdeckung der toten Maus hatte Dibasso die Weinfirma wiederholt aufgefordert, ihn anzustellen. Anderenfalls werde er den Skandal an die grosse Glocke hängen. Der Abfüller zeigte den Arbeitslosen schliesslich an.»

«Abend-Zeitung», Januar 1988

 

Bienen im Vollrausch

«Nach Australien eingeführte europäische Honigbienen haben dort ihre Schwierigkeiten mit dem einheimischen Nektar. Der fermentiert nämlich bei einigen Pflanzen unter den tropischen Verhältnissen zu einer Art Alkohol. Das Ergebnis: Die Einwanderer finden den Heimweg nicht mehr, stossen mit Bäumen zusammen oder landen in Teichen. Diese Ergebnisse hat der Lektor für Pflanzenschutz an der Universität von Queensland, Erroll Hassan, veröffentlicht. Die beschwipsten Bienen könnten seiner Meinung nach «die Honigproduktion in tropischen Gegenden gefährden, wenn ganze Bienenschwärme ständig auf «Sauftour» gehen anstatt Nahrungsmittelvorräte für den Winter anzulegen».»

«Basler Zeitung», Juni 1992

 

Ente mit Pullover

«Ein junges Ehepaar hatte kürzlich bei einem samstäglichen Wohltätigkeitsbazar eine lebende Ente gewonnen und beschlossen, diese als Sonntagsbraten zuzubereiten. Um das Tier zu töten, versetzte ihm der Mann einen kräftigen Schlag mit einem Stück Holz auf den Kopf, und die Frau begann daraufhin, die leblose Ente zu rupfen. Da sich dies aber als recht mühselig erwies und die Nacht hereinbrach, legten sie die Ente vorerst beiseite und gingen zu Bett. Am frühen Morgen vernahm das Paar aus der Küche verdächtige Geräusche. Als der Mann nachschauen ging, erblickte er zu seinem grössten Erstaunen die kläglich schnatternde Ente, welche halbnackt in der Küche herumwatschelte. Die Frau brach in Tränen aus, wickelte die Ente in eine warme Decke und machte sich daran, ihr ein wollenes Gewand zu stricken. Die Ente fühlte sich bis zur nächsten Mauser in ihrem Pullover überaus wohl und wurde zu einem treuen Hausgenossen der beiden Eheleute.»

«Tagesanzeiger», Februar 1960

 

Murmeltier unter der Kühlerhaube

«Was da unter der Haube seines Wagens quitschte, hielt ein Kölner für einen Fabrikationsfehler an seinem neuen Fahrzeug. Zusammen mit seiner Familie befand er sich auf dem Weg nach Wuppertal zu einem Nachmittagsausflug. Als dann unterwegs auch noch ein undefinierbares Wimmern zu ihm drang, wurde er doch unsicher. Beim Hochheben der Motorhaube in Wuppertal fand er des merkwürdigen Rätsels Lösung: Was da gequitscht und gewimmert hatte, war ein ausgewachsenes Murmeltier gewesen. Auf unerklärliche Weise hatte das aus dem Kölner Zoo entwischte Tier die Reise von Köln nach Wuppertal unter der Motorhaube überstanden. In Köln hatte man das Verschwinden des Tiers noch nicht bemerkt. Und so wollte es die Zooleitung zunächst nicht glauben, was sich da unter deiner Motorhaube zugetragen hatte, bis sie den Ausreisser wohlbehalten wieder zurückerstattet erhielt.»

«Saarbrücker Zeitung», November 1966

 

Elch im Hochhaus

«Ein ausgewachsener Elch hat in der sowjetischen Stadt Togliatti im Eingang eines Hochhauses Zuflucht gesucht. Die Einwohner konnten ihre Wohnungen stundenlang nicht verlassen und kamen zu spät zur Arbeit. Das Tier habe bei dem Versuch der Polizei, es zu vertreiben, immer wieder mit den Hufen ausgeschlagen. Erst das Eingreifen von Forstbeamten habe den Elch dazu bewegen können, seine neue Unterkunft zu verlassen.»

«Prawda», Juni 1987

 

Unlauteres Hühnergegacker

«Ein Nudelfabrikant hatte gegen einen Konkurrenten geklagt, weil dieser im Rundfunk für Teigwaren, die unter Verwendung von Trockenei hergestellt werden, mit Hühnergegacker geworben hatte. Dadurch werde bei den Kunden der Eindruck erweckt, diese Nudeln würden mit Hilfe von Frischei hergestellt. Die Richter beim Oberlandesgericht Stuttgart machten es sich bei der Urteilsfindung nicht einfach. Nach Konsultation eines Sachverständigen hielten sie fest, dass Hühner nicht immer gleich gackerten. Wenn das Huhn ein Ei gelegt habe, dann gebe es ein charakteristisches Legegegacker von sich, welches am betonten Hervorheben eines der ersten Gackertöne gut erkennbar sei und vom normalen, sogenannten «Konversationsgegacker» genau unterscheidbar sei. Gegen Konversationsgegacker zur Untermalung einer Werbung für Eierteigwaren wäre ihrer Meinung nach nichts einzuwenden. Die beklagte Teigwarenfabrik habe jedoch im Rundfunk den Werbetext mit dem triumphierenden Legegegacker untermalt. Damit sei beim Rundfunkhöhrer der Eindruck entstanden, auch die normalen Eierteigwaren würden mit Frischei hergestellt, was aber in Wirklichkeit nicht zutreffe. Also sei das Hühnergegacker im Werbefunk unlauterer Wettbewerb.»

«Neue Presse», Februar 1962

 

Kudu auf dem Rücksitz

«15 Kilometer ausserhalb von Nylstroom in Transvaal fuhren ein Europäer und ein Afrikaner im Auto auf der Strasse zwischen Johannesburg und Pietersburg, als um drei Uhr nachmittags ein Kudu-Bulle plötzlich mit einem Riesensatz aus einem Gebüsch heraus genau vor den Wagen sprang. Das Verdeck wurde weggerissen, das Tier lag tot hinten auf dem Rücksitz, und der Europäer musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Der Afrikaner kam mit dem Schrecken davon.»

«African Wilflife», März 1966

 

Joghurt für Stinktiere

«Als Freund von Stinktieren hat sich ein Joghurthersteller im US-Staat Minnesota erwiesen. Ohnehin im Begriff, eine neue Form von Bechern für seine Produkte zu entwerfen, gestaltete er diese jetzt «stinktiersicher». Dies aufgrund von Berichten, wonach mindestens 14 Stinktiere mit dem Kopf in weggeworfenen Bechern steckengeblieben und jämmerlich erstickt waren.»

«Basler Zeitung», Juli 1998

 

Angler beim Regenwürmersuchen getötet

«Die Suche nach Regenwürmern musste ein Angler in Loppe bei Köln mit dem Leben bezahlen. Der 23jährige Maurer hatte sich mit einer Mistgabel ausgerüstet und einen Draht vom Haus in den Garten gelegt, dessen eines Ende an eine 220-Volt-Steckdose angeschlossen war. Als er das andere Ende an die Mistgabel legte und diese in die Erde stiess, um den Strom in die Erde zu leiten und die Regenwürmer an die Oberfläche zu locken, erlitt er einen tödlichen Schlag.»

«Deutscher Jäger», November 1964

 

Hund schockiert Psychiater

«In New York fiel ein kleiner Hund, der einem Arzt des St. Vincent-Spitals gehört, vom Dach des zwölfstöckigen Gebäudes, durchschlug die Windschutzscheibe eines Wagens, den ein Psychiater gerade parken wollte, und kroch munter, wenn auch aus einigen Schnittwunden blutend, aus dem Auto. Zwei Ärzte untersuchten den Hund sofort und stellten fest, dass er den Sturz gut überstanden hatte. Der Psychiater dagegen hatte einen Nervenschock erlitten.»

«Tagesanzeiger» Dezember 1970

 

Kaugummi für Kühe

«Die Mitglieder des englischen «Thonnock Golf Clubs» haben Ärger mit den Kühen, welche in der herrlichen Anlage in der Nähe von London ihrer Futtersuche nachgehen. Wie der Präsident des Vereins mitteilte, zeigen die Kühe eine grosse Vorliebe für die Golfbälle, die sie zwischen den Zähnen kauen und dann, nachdem die Bälle für jedes Spiel völlig unbrauchbar geworden sind, wieder «ausspucken». Diese «Spielverderber» im wahrsten Sinne des Wortes kämen sofort in die Nähe der Spieler, sobald sie das Geräusch des Stockschlags hören würden, um sich solchen «Kaugummi» zu beschaffen.»

«Badener Tagblatt», Dezember 1960

 

Taube im Zuchthaus

«Herzliche Grüsse aus dem Zuchthaus Lüttringhausen bei Remscheid» überbrachte eine Brieftaube ihrem Besitzer, einem Bocholter Züchter. Die Taube, die mit grosser Verspätung von einem Preisflug zurückkehrte, hatte ein Zettelchen am Fuss. Häftlinge teilten darauf mit, dass die Taube auf einem Zuchthaus-Fenstersims eine Zwischenlandung gemacht und eine Nacht dort verbracht habe. «Wir haben sie mit trockenem Brot gefüttert, woran ja in diesem Haus kein Mangel ist», schrieben die Zuchthausinsassen noch dazu.»

«Westfalenpost», August 1965

 

Lieber Löwen als Hubschrauber

«Der 4jährige Thomas Dhlamini vom Volke der Buschmänner gilt als Held des Tages, nachdem er fast fünf Tage lang mutterseelenallein im Krüger-Nationalpark zugebracht hatte. Ziemlich erschöpft wurde das Kind seinen Eltern zurückgebracht. Während des «Ausflugs» hatte Thomas - wie er später erzählte - zusammen mit Elefanten, Giraffen und Schakalen aus einem Wasserloch getrunken. Der Junge war zusammen mit seinem Vater, einem Hirten, am Rande des Nationalparks unterwegs gewesen und von diesem dann nach Hause geschickt worden, wobei er sich verirrte. Mit Hubschraubern war in der Folge eine Suche nach ihm eingeleitet worden, die jedoch keinen Erfolg brachte. Erst Polizeihunde konnten ihn aufspüren. Thomas sagte, er habe vor den wilden Tieren keine Angst gehabt, wohl aber vor den Hubschraubern.»

«The Star», Oktober 1968

 

Stierkämpfer ertrunken

«Der berühmte spanische Stierkämpfer Luis Rios hat in der kolumbianischen Hafenstadt Cartagena seinen «Auftrittsgag», jeweils mit seinem Fallschirm in die Arena zu springen, mit dem Leben bezahlt. Wie üblich hatte Rios vor dem Stierkampf ein Flugzeug bestiegen und war über der Arena abgesprungen. Eine kräftige Windbö trieb jedoch diesmal seinen Fallschirm in Richtung Meer. 400 Meter von der Küste entfernt ging der Torero auf den Wellen nieder - und versank augenblicklich. Die mit Booten zur Landestelle geeilten Retter kamen zu spät.»

«Abend-Zeitung», Mai 1982

 

Laternenpfahl auf Ozeandampfer

«Bei den von den Russen in den Weltraum geschossenen Hunden handelt es sich stets um Weibchen. Böse Zungen behaupten, dies läge daran, dass es unmöglich wäre, Laternenpfähle in den Weltraumkapseln unterzubringen. Da ist es auf dem mit einem Kostenaufwand von etwa 400 Millionen Mark gebauten französischen Luxusdampfer «France» für die Hunde bequemer. Auf diesem neuen Meisterstück der Technik, das für die Überfahrt von Le Havre nach New York bestimmt ist, befindet sich ein Zwinger für rund zwanzig Hunde, in welchem sich eine Pariser Strassenlaterne sowie ein New Yorker Feuerhydrant zwecks Erleichterung der hundlichen «Geschäfte» während der Seereise befinden.»

«Dachshund», März 1963

 

Schlangen als Kühlanlage

«Gegen die brütende Hitze des Sommers haben männliche Dorfbewohner in der nordostchinesischen Provinz Shaanxi ein wirksames Mittel erprobt: Sie wickeln sich Schlangen um den Körper. Die - ungiftigen - Schlangen hätten einen angenehm kühlenden Effekt, behaupten sie. Allerdings habe die ungewöhnliche Kühlanlage auch einen Nachteil: Heiratswillige Frauen liessen sich nicht mit Schlangenmännern ein.»

«Basellandschaftliche Zeitung», Juli 1998

 

Prämierter Rammler wirft Junge

«Eine prächtige Fehlentscheidung ist in Rosenheim dem Preisrichterkollegium bei der Prämierung von Zuchtkaninchen gelungen. Ein Rammler, der zur Prämierung aufgerufen war und den ersten Preis als bester Kaninchenbock seiner Rasse erzielte, wies sich eine Viertelstunde später als Häsin aus: Das Tier warf zwei Junge und sicherte sich damit auch noch einen Heiterkeitserfolg beim Publikum.»

«Frankfurter Allgemeine Zeitung», Dezember 1962

 

Ente legt Riesenei

«Ein Ei von 570 Gramm Gewicht mit doppeltem Eidotter legte in Schlagsdorf/Fehmarn eine nicht mehr ganz junge Ente. Nach Mitteilung des Besitzers hatte sich die Ente beim Eierlegen sonst nie zuvor sonderlich hervorgetan.»

«Bremer Tagblatt», April 1961

 

Kuh mit Verstopfung

«Eine an Verstopfung leidende Kuh hat beim Weiden-Bingospiel im kanadischen Sault St. Marie die Teilnehmern recht auf die Folter gespannt: Statt wie gewohnt innerhalb von 30 Minuten fiel der entscheidende Fladen erst nach gut dreieinhalb Stunden auf eines der 60 Zahlenquadrate und kürte damit den Gewinner des Glücksspiels. Doch der hatte wie praktisch alle anderen 200 Teilnehmer die Hoffnung auf ein «Geschäft» längst aufgegeben und war gegangen.»

«Basler Zeitung», Juli 1995

 

Tierliebender Motorradfahrer

«Der 33jährige Francesco Re aus Salerno (Italien) hatte versucht, mit seinem Motorrad einem Hund auszuweichen, der über die Strasse lief, kam dabei jedoch zu Fall. Als er stürzte, griff ihn der Hund an. Die Verletzungen, die ihm der Hund zubrachte, waren so schwer, dass der Italiener ins Krankenhaus gebracht werden musste, wo er kurze Zeit später verstarb.»

«Nachtausgabe», Mai 1972

 

Henne beatmet

«Der zwölfjährige Schüler Daniel Burnson war auf einer Ausstellung in Puyallup im US-Staat Washington mit Feuereifer dabei, dem Publikum die von ihm erfundene Hühnerreinigungsmethode zu erklären, als das Unglück geschah: Seine Henne rutschte in der mit Seifenwasser gefüllten Schüssel aus und sank leblos zusammen. Was dann passierte, wird von Augenzeugen so geschildert: Die Preisrichterin Sherry Milligan schnappte sich den Vogel, öffnete seinen Schnabel und leistete mittels Mund-zu-Schnabel-Beatmung Wiederbelebung. Tatsächlich kam kurz darauf die Henne mit lautem Gegacker wieder zu sich. Der Junge war übrigens so auf seinen Vortrag konzentriert, dass er das Ereignis gar nicht richtig mitbekam.»

«Basler Zeitung», September 1991

 

Brieftaube als Fussgängerin

«Zu Fuss legte die beste Taube des Züchters Willi Busse aus Obernbeck bei Herford die letzten beiden Kilometer der 430 Kilometer langen Strecke Regensburg-Herford zurück. Mit zwei Tagen Verspätung erreichte sie völlig erschöpft ihren Heimatschlag. Willi Busse: «Ich hatte das Tier schon auf die Verlustliste gesetzt und glaubte zunächst an einen Scherz, als mich ein Nachbar anrief und behauptete, er habe meine Taube etwa einen Kilometer vor dem Dorf zu Fuss heimkehren sehen.» Da die Taube zu den Stars des Schlags zählte und schon zahlreiche Goldmedaillen gewonnen hatte, wollte Willi Busse nichts unversucht zu lassen, um das Tier zu retten. Er fuhr mit dem Auto die angegebene Strecke entlang - und traute seinen Augen nicht: Die vermisste Taube hatte tatsächlich die Lüfte mit dem Asphalt vertauscht und kam ihrem Besitzer als müder Wanderer entgegen. Bereitwillig liess sie sich einfangen. Stürmischer Wind und anhaltende Regenfälle scheinen die beherzte Taube zu ihrem Fussmarsch gezwungen zu haben.»

«Nachtausgabe, Oktober 1966

 

Hund mit Handy

«Ende Juli musste ein Allschwiler Zeitgenosse das Verschwinden seines Handys beklagen. Er meldete den Diebstahl der Hermandad. Jetzt aber tauchte das Handy plötzlich wieder auf. Der Hund des Handybesitzers, offensichtlich im Irrglauben, eine Art Knochen vor sich zu haben, hatte das Handy nach Hundeart im Garten vergraben. Dieser Tage erinnerte sich das Tier an seinen «Knochen» und grub «ihn» wieder aus. Irren ist also nicht nur menschlich.»

«Basler Zeitung», Oktober 1998

 

Holzfäller als Ameisenfutter

«Im dichten Urwald fand die Polizei den Leichnam des Holzfällers Hermenegildo Carrizo, in dessen Körper sich ein Heer der Schwarzen Ameisen eingenistet hatte. Carrizo war am Samstag der vorigen Woche von seinem Haus fortgegangen, um auf einen Puma Jagd zu machen, der seit längerer Zeit die Gegend unsicher machte. Doch überraschte die Raubkatze den Holzfäller auf seinem Pirschgang und griff ihn an. Carizo verteidigte sich mutig und tötete schliesslich das Tier mit mehreren Messerstichen. Trotz schwerer Verletzungen blieb Carrizo noch einige Zeit am Leben. Er hatte sich unter einem Baum niedergelassen, um sich zu erholen. Dabei wurde er offensichtlich das Opfer der grossen Schwarzen Ameisen, die ihn in ungeheuren Scharen angriffen und ihn lebendigen Leibes auffrassen. Als man den unglücklichen Jäger auffand, waren nur noch Knochen von ihm übrig.»

«National-Zeitung», Juli 1968

 

Fische als Scheidungsgrund

«Jacqueline Prescott liess sich von ihrem Mann, dem Direktor des Meeresforschungs-Instituts von Kalifornien, scheiden, weil er sich «ausschliesslich für Fische interessiert». Frau Prescott und Zeugen sagten vor Gericht aus, dass der Fischfanatiker selbst in der häuslichen Badewanne Fische züchte und seit Jahren kein anderes Gesprächsthema kenne als Fische. Die Scheidung wurde ausgesprochen.»

«Abendpost», Oktober 1961

 

Bellende Krähe

«Wer immer dieser Tage einen Hund bellen hört, aber statt eines Hundes eine Krähe sieht, sollte dennoch nicht an Gespenster glauben: In Aachen ist nämlich einem Vogelliebhaber eine bellende Rabenkrähe entflogen. Jedenfalls hat der «Rabenvater» bei seiner Suchmeldung den Polizisten als besonderes Kennzeichen angegeben, seine vermisste Krähe pflege «das Bellen eines Hundes nachzuahmen, sobald sich Menschen ihr nähern».»

«Westdeutsche Zeitung», Juni 1974

 

Mäuse als Lire-Fresser

«Eine Frau aus Pianadetto in der Nähe von Parma erschien in Tränen aufgelöst in einer Bank in Parma und schüttete dem verblüfften Kassierer einen Schuhkarton voll Konfetti auf den Tisch. Die Papierschnitzel entpuppten sich als die Überbleibsel von 3,2 Millionen Lire, welche die Frau im Laufe der Jahre gespart und in einem Schuhkarton versteckt hatte. Einer eifrigen Mäusefamilie schien der Schuhkarton als Nest und das Geld als Polstermaterial gefallen zu haben; sie zernagte es zu besagten Konfetti. Der Kassierer konnte aus den Schnitzeln noch 700 000 Lire so weit zusammensetzen, dass die Frau immerhin dieses Geld zurückerhielt.»

«Morgenpost», Mai 1972

 

Falscher Schwan ertrunken

«Als Schwan getarnt ist der 35jährige britische Ornithologe Anthony Clissold in einem See bei Haydon Bridge in England ertrunken. Clissold wollte Schwäne für eine Fernsehsendung filmen. Er hatte sich einen mit Steinen beschwerten Gürtel um den Leib gebunden und das naturgetreue Präparat eines Schwans über den Kopf gestülpt. Damit wollte er in den See hinauswaten und die Reaktion der echten Schwäne auf den «Fremdling», unter dem er sich versteckte, filmen. Sein Bruder Roger beobachtete das Unterfangen vom Ufer aus und erklärte, Anthonys Schwan sei einige Male parallel zum Ufer auf und ab geschwommen. Dann sei er plötzlich immer weiter auf den See hinausgetrieben. Der Bruder ging darauf ebenfalls ins Wasser, konnte Clissold aber nicht mehr finden.»

«Glasgow Herald», Juli 1966

 

Unanständiger Beo

«Wegen fortgesetzten Daherplapperns einer im englischen Sprachgebrauch weitverbreiteten unzüchtigen Redensart wurde dieser Tage im Washingtoner Zoo ein Beo aus seinem der Öffentlichkeit zugänglichen Flugkäfig ausquartiert. Was nun mit dem «wortgewaltigen» Vogel geschehen soll, ist noch offen.»

«Kurier», Juli 1966

 

Büffel erstach Massai mit Speer

«In das Spital in Arusha, Tansania, wurde ein junger Massai eingeliefert, dessen Brust von einem Speer durchstossen war. Massai-Speere haben neben der langen, dünnen Eisenspitze am vorderen Ende des Schafts auch noch eine kürzere Eisenspitze an dessen hinterem Ende, die dazu dient, den Speer aufrecht in den Boden zu stecken. Der betreffende Massai hatte einen Kaffernbüffel mit dem Speer angegriffen, aber unzulänglich getroffen. Das Tier griff nun seinerseits den Massai an und trieb das spitze Rückende des Speers durch die Lunge des unglücklichen Jägers, während das Vorderende im Tier steckte. Der Massai erlag wenig später seiner Verletzung.»

«Morgenpost», Juli 1973

 

Bermudas für Pferde

«Die seit vier Jahren in den USA bestehende «Gesellschaft zur anständigen Bekleidung der Tiere» will jetzt die First Lady des Landes in ihre Dienste einspannen. Ihr Ansinnen ist, Jacqueline Kennedy möge ihren Pferden Bermuda-Shorts anziehen, ehe sie mit ihrer Tochter Caroline ausreite. Die amerikanische Öffentlichkeit werde sich daran sicher ein Beispiel nehmen und ihre Pferde, Hunde und Katzen nicht mehr nackt herumlaufen lassen. Die Nacktheit der Tiere ist nach Ansicht der Gesellschaft, die bereits 50 000 Mitglieder zählt, eine grobe Unschicklichkeit. Mr Clifford Prout aus Kalifornien, der Präsident der Gesellschaft, möchte auch die Zoos schliessen lassen. Ein Besuch im Zoo sei für Kinder moralisch ebenso verderblich, wie wenn sie einen Striptease-Klub besuchten. «Bei unseren Mitgliedern ist auf keinen Fall eine Schraube locker», meinte er vor der Presse. Im Gegenteil: Jedes neue Mitglied müsse sich vor seiner Aufnahme einem Test auf seine geistigen Fähigkeiten unterziehen.»

«Stuttgarter Zeitung», Mai 1963

 

Hund erschiesst Mann

«In Belgien ist ein Mann an einer Schussverletzung gestorben, die ihm sein Hund beigebracht hat. Der Hund, ein Spaniel, war während der Fahrt auf die Rücksitzbank des Jeeps gesprungen, als dieser eine holprige Strasse entlangfuhr und habe dabei einen Schuss ausgelöst, denn auf die Rücksitzbank hatte der 66jährige Jean Guillaume sein geladenes Gewehr gelegt. Die Kugel drang dem Fahrer in den Rücken und tötete ihn auf der Stelle. Der Hund kam mit dem Schrecken davon.»

«Basler Zeitung», Juni 1991

 

Giftschlangen im Gepäck

«Was haben Sie da in dem Korb?» fragte an einem Grenzübergang zwischen Nicaragua und Costa Rica ein Zollbeamter den Tierhändler José Castrense. «Giftschlangen», erwiderte dieser. Der Beamte grinste. «Das können Sie meiner Grossmutter erzählen», meinte er und öffnete den Korb. Die Zollstation war daraufhin mehrere Tage lang geschlossen, da man einige der Schlangen nur schwer wieder einfangen konnte.»

«Tages-Anzeiger», Mai 1961

 

Anzeige gegen Specht

«Eine Schwedin hat einen Specht wegen fortgesetzter Ruhestörung bei der Polizei angezeigt und fordert das Abschiessen des Vogels. Der Specht hatte während drei Jahren die in einem Vorort der schwedischen Hauptstadt wohnende Lillemor Brandt in den frühen Morgenstunden mit seinem Hämmern an den Holzwänden ihres Hauses am Schlafen gehindert. Frau Brandt hatte sich zunächst an den Tierschutz, das Gesundheitsamt und ihre Versicherung gewandt. Man hatte ihr auch schon empfohlen, nachgemachte Adler im Garten zur Abschreckung des Spechts aufzustellen. Alles ohne Erfolg. «Der Specht ruiniert mein Leben», soll Frau Brandt gegenüber der Polizei gesagt haben. Während des Sommers habe sie ausserhalb schlafen müssen und ihre Tochter im Keller des Hauses. Die Gemeindeverwaltung will sich jetzt des Falles annehmen.»

«Abend-Zeitung», November 1987

 

Reiter in Radarfalle

«Ein Reiter namens Joseph Coggins wurde in den USA wegen Geschwindigkeitsüberschreitung zu einer Geldstrafe von 17 Dollar verurteilt. In einer Radarfalle wurde die Geschwindigkeit des galoppierenden Reiters mit 56 Kilometern je Stunde festgestellt, obschon eine Beschränkung auf 50 Kilometer je Stunde vorlag.»

«Reiterrevue», August 1972

 

Ferkel fahren Auto

«Unvorhergesehenen Schaden verursachten dieser Tage in Ravensburg einem Bauern seine Ferkel, die er kurz zuvor auf dem Schweinemarkt erstanden hatte. Der Bauer hatte sie in einen Sack gesteckt und auf dem Beifahrersitz seines auf einer abschüssigen Strasse geparkten Wagens deponiert, während er noch Besorgungen machte. Die Borstentiere strampelten sich in der Folge aus den Sack heraus und lösten, als sie die neue Umgebung untersuchten, die Handbremse. Der Wagen kam ins Rollen und geriet auf die andere Fahrbahnseite, wo ihm erst ein stabiler Mercedes Halt gebot.»

«Schwäbische Zeitung», Mai 1968

 

Schnecken-Post

«Die britische Post hat Massnahmen zum Schutz von Briefen vor gefrässigen Schnecken ergriffen. Auf dem Lande werden die Schlitze der Briefkästen mit Dichtungsstreifen aus Borsten versehen, damit die Tiere nicht mehr hineinkriechen können. Schnecken «lieben Papier, vor allem den Mix aus Leim und menschlicher Spucke», sagte ein Sprecher des britischen Postministeriums. Allein in der Umgebung des Dorfes Truro in Cornwall waren im letzten Jahr etwa 100 Briefe durch Schneckenfrass beschädigt worden.»

«Basler Zeitung», Juli 1999

 

Maus rammt Flugzeug

«Beim Landeanflug der US-Transportmaschine auf dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt geschah's. Als Pilot Hauptmann Carter auf 300 Meter herabging, bemerkte er plötzlich einen Greifvogel, der mit einer Maus in den Fängen geradewegs auf das Flugzeug zuhielt. Die Maschine konnte den Kurs keinesfalls mehr ändern. Doch kurz vor dem Zusammenstoss zog der Vogel hoch, liess dabei aber die Maus fallen, die direkt in das Triebwerk Nummer 2 fiel und grösseren Schaden daran verursachte. Dies dürfte wohl der erste Zusammenstoss in der Geschichte der Luftfahrt zwischen einem Flugzeug und einer Maus in der Luft gewesen sein. Die Landung des Flugzeugs verlief ohne weitere Zwischenfälle. Für Hauptmann Carter war es aber schwierig, das richtige Formular für seinen Unfallbericht zu finden. Die amerikanische Luftwaffe habe zwar Meldeformulare für das Sichten von fliegenden Untertassen und alle möglichen anderen Vorfälle, aber keines für einen Zusammenstoss mit einer Maus.»

«Frankfurter Rundschau», Januar 1967

 

«Frosch-Fräulein» freigesprochen

«Eine 26jährige Oldenburger Lehrerin, die im Verdacht stand, einen Schüler zum Verspeisen eines Frosches verleitet zu haben, ist wieder im Amt. Ein Sprecher des Verwaltungspräsidiums Oldenburg sagte, die Lehrerin habe zwar dem Schüler, der den Frosch ass, 20 Mark Belohnung gegeben. Sie habe den Schüler aber nicht dazu aufgefordert. Gegenüber der Behörde meinte sie: «Ich war überzeugt, er würde sich ekeln!»

«Kurier», Mai 1981

 

Kirche als Bienenhaus

«Eine Merkwürdigkeit findet man in der sauerländischen Ortschaft Reiste. Dort steht eine Kapelle, die zugleich als Bienenhaus dient. Eine Wand des Gotteshauses nimmt zwischen dem Fachwerk die Körbe und Kästen für die summenden Honigerzeuger auf. Sie können durch Wandtüren versorgt werden. Als vor 125 Jahren die Kapelle gebaut wurde, gab es gute Gründe dafür, Bienen darin einzuquartieren: Aus dem Wachs wurden Altarkerzen gedreht.»

«Lübecker Nachrichten», Dezember 1966

 

Hund rettet Hund

«Als die Witwe Brüggemann ihren von einem Motorrad überfahrenen Dackel Peter begrub, trennte sich der Wolfshund Fips nicht von der Grabstelle in Zwickel-Gladbeck. Ja er grub sogar die Leiche seines Spielgefährten wieder aus. Man stellte fest, dass das Tier noch Lebenszeichen von sich gab, und ein Tierarzt brachte es fertig, den totgeglaubten Dackel zur Freude von Frau Brüggemann und sicher auch von Fips wieder ganz zum Leben zu erwecken.»

«Hundewelt», Mai 1972

 

Kuh verdunkelt ganze Stadt

«Die Stadt Freshwater auf der Isle of Wight im Ärmelkanal lag 90 Minuten im Dunkel, weil eine Kuh ihr juckendes Fell an einem Stromleitungsmast gescheuert hatte. Sie tat das offensichlich so nachdrücklich und heftig, dass die elektrischen Drähte hin und her zu schwingen begannen, sich berührten und ein Kurzschluss entstand.»

«Chronicle», Mai 1973

 

Hartnäckige Maus

«Um eine Maus umzubringen, die den Teppich in seinem Auto angefressen hatte, legte Umberto Montanari aus Bologna ein Stück Karbid in eine Wasserschüssel und stellte sie in seinen Wagen. Er hoffte, dass die sich entwickelnden Gase dem Mäuschen, das vorher allen üblichen Mitteln getrotzt hatte, den Garaus machen würden. Ob sie es getan hätten, bleibt fraglich. Sicher ist hingegen, dass das Gas explodierte, das Auto zerstörte, die Garage beschädigte und die Fensterscheiben in der Umgebung bersten liess. Die Maus wurde hingegen nicht gefunden.»

«Vorarlberger Nachrichten», Februar 1975

 

Löwen als Spielverderber

«In Betuan (Sudan) musste ein Fussballspiel unterbrochen werden, weil drei Löwen plötzlich auf dem Spielfeld erschienen. Im offiziellen Schiedsrichterbericht hiess es: «Das Spiel wurde beim Stande von 3:2 für den Fussballklub Al Kubra wegen Löwengefahr abgebrochen.»»

«African Wildlife», Dezember 1966

 

 

Küken am Busen ausgebrütet

«Der Streit, ob eine Frau an ihrer Brust ein Küken ausbrüten kann, hat sich in London ausgeweitet. Die sechzigjährige Ella Petry hatte in einer Fernsehsendung von Lord Snowdon über die Briten und ihre Haustiere erklärt, sie habe vor elf Jahren einmal auf diese Weise ein Küken ausgebrütet. Nach der Sendung hatten die britischen Zeitungen eine Flut von Leserbriefen erhalten, in denen das Ausbrüten eines Kükens durch einen Menschen als unmöglich bezeichnet wurde. Sir Donald Gibson beispielsweise schrieb an die «Times»: «Nach meinem Wissen braucht es 21 Tage und eine Temperatur von 40 Grad Celsius, um ein Ei zu erbrüten, und nach meinen Kenntnissen vom weiblichen Oberkörper ist dies kaum zu erreichen.» Miss Petry blieb aber dabei, dass sie damals in ihrem Ausschnitt das Küken zum Schlüpfen gebracht habe.»

«Abendpost», Mai 1971




ZurHauptseite