Ich habe während meiner Feldforschung auf Java in den Jahren 1975/76 und 1978 stets ein robustes «Uher Report»-Spulentonbandgerät und ein halbmetriges «Nivico»-Richtmikrophon mitgeführt. Damit habe ich während vieler Stunden die verschiedenen Lautäusserungen der Silbergibbons aufgezeichnet - von sanften Kontaktrufen über grelles Grenzkonflikt- und Feindvermeidungs-Geschrei bis hin zu melodiösen Männchen- und Weibchengesängen. Dieses Tonmaterial habe ich teilweise für meine Dissertation verwendet.

Meine Tonaufnahmen befinden sich seit manchen Jahren in der Obhut des promovierten Anthropologen und Gibbonspezialisten Thomas Geissmann, der heute an der Universität Hannover lehrt. Dort werden sie erfreulicherweise noch immer für wissenschaftliche Arbeiten verwendet, zuletzt 1999 von Robert Dallmann für seine Staatsexamensarbeit «Die Gesangsvariabilität beim Silbergibbon (Hylobates moloch)». Näheres ist aus der Website der hannoverschen Gibbonstudiengruppe um Thomas Geissmann zu erfahren.