Amerikanischer Hummer

Homarus americanus


© 1987 Markus Kappeler
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection)



Der Amerikanische Hummer (Homarus americanus) gehört innerhalb der Klasse der Krebstiere zur Ordnung der Zehnfusskrebse - zusammen mit Garnelen, Langusten, Flusskrebsen, Einsiedlerkrebsen und Krabben. Seine Heimat sind die der nordamerikanischen Atlantikküste vorgelagerten Gewässer zwischen Labrador im Norden und Nordkarolina im Süden, wobei er sich vorzugsweise an Stellen mit felsigem Untergrund aufhält.

Der Amerikanische Hummer ernährt sich zur Hauptsache von allerlei totem Meeresgetier. Nur selten erwischt er mit seinen kräftigen Scheren, die er am ersten Beinpaar trägt, ein lebendes Tier. Da er nicht nur für den Menschen ein Leckerbissen ist, sondern auch für eine Vielzahl von Raubfischen, hält er sich tagsüber versteckt in Felsnischen und -spalten auf und geht erst nachts auf Nahrungssuche. Dabei bewegt er sich ziemlich langsam auf seinen vier Laufbeinpaaren vorwärts. Bei Gefahr kann er sich aber durch unvermitteltes Herunterklappen seines Hinterleibs mit grosser Geschwindigkeit rückwärts in Sicherheit bringen. Auf einen Schlag vermag er sich so bis zu acht Meter weit fortzubewegen.

Die Hummerweibchen bringen jeweils im Juli und August ihre Eier hervor und heften sie sich an die abgeflachten Schwimmbeine am Hinterleib. 20 cm lange Weibchen bekommen etwa 5000 Eier pro Jahr, 40 cm lange Weibchen etwa 60 000! Zum Schutz ihres Geleges krümmen sie den Hinterleib unter den Vorderkörper.

Die Jungen schlüpfen nach rund elf Monaten. Sie besitzen einen durchsichtigen Panzer und verbringen ihre ersten 5 bis 6 Lebenswochen an der Meeresoberfläche, wo sie sich von allerlei Kleinorganismen ernähren. Danach sinken sie auf den Meeresboden ab und leben von da an wie die Alttiere.

Der grösste je gefangene Amerikanische Hummer wies eine Länge von 107 cm und ein Gewicht von 13,5 kg auf. Das Gewicht der Tiere, die heute auf den Markt kommen, liegt in der Regel bei 1 Kilogramm.




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