Azoren


© 1990 Markus Kappeler
(erschienen in der «Flags of the Nations» Stamp Collection)



Die frühen portugiesischen Entdecker der Azoren hielten die zahlreichen Greifvögel, denen sie auf den abgeschiedenen Inseln im Nordatlantik begegneten, für Habichte (portug. «açores») und nannten den Archipel darum «Arquipelago de los Açores». Doch sie hatten sich geirrt: In Wirklichkeit hatten sie Mäusebussarde (portug. «buteos») gesehen; Habichte kommen auf den Azoren gar nicht vor. Folgerichtig müssten die «Azores» eigentlich «Buteos« heissen. Als das zoologische Missgeschick bekannt wurde, war es für diese Namensänderung jedoch längst zu spät. Und so tragen die Azoren halt bis heute einen Namen, der eigentlich gar nichts mit ihnen zu tun hat.

 

Sechs Längengrade liegen zwischen den beiden äussersten Inseln

Spötter sagen von den Azoren, dass sie zwar nicht das Ende der Welt seien, aber dass man das Ende der Welt von da aus sehen könne. Die Azoreaner lächeln nur darüber - und führen ihr einfaches Inselleben abseits der kontinentalen Betriebsamkeit unbeirrt weiter. Etwas abgeschieden fühlen sie sich aber zuweilen schon. Kein Wunder, beträgt doch die kürzeste Entfernung nach Osten, zur portugiesischen Westküste, 1500 Kilometer, nach Nordwesten, zur Küste Neufundlands, 1800 Kilometer, und nach New York sogar 4000 Kilometer. Selbst der nächste Archipel im Atlantik, die Madeira-Gruppe, ist knapp 900 Kilometer entfernt.

Die Azoren bestehen aus neun bewohnten Inseln mit einer Landfläche von zusammen 2335 Quadratkilometern, das entspricht ungefähr der Grösse Luxemburgs. Sie gliedern sich in drei weit auseinander liegende Gruppen: Die «Zentralgruppe» umfasst Faial, Pico, Sao Jorge, Graciosa und Terceira, zur nordwestlich gelegenen «Westgruppe» gehören die beiden kleinen Inseln Flores und Corvo, und zur südöstlich gelegenen Ostgruppe zählen die grösste Azoreninsel, Sao Miguel, und Santa Maria. Zwischen den beiden äussersten Inseln liegen sechs ganze Längengrade, das entspricht über 500 Kilometern. Wer geglaubt hat, man könne die verschiedenen Inseln quasi im Ruderboot erreichen, wird sich also wundern: Manchmal muss man eine gute Stunde im Propellerflugzeug der «Transportes Aereos Portugueses» verbringen, um von einer Insel zur nächsten zu gelangen.

Die ursprüngliche Vegetation der Azoren bestand zur Hauptsache aus atlantisch-mediterranen Pflanzengesellschaften: Lorbeerwäldern, Zwergstrauchheiden und Macchien. Der Mensch hat aber schon früh begonnen, die Pflanzendecke nach seinen Wünschen umzuändern. In den unteren Lagen wurde sie durch Dörfer, Gärten und Äcker ersetzt, in den höher gelegenen Regionen in Weideland und Wälder umgestaltet. Rund 75 Prozent der heute auf den Azoren heimischen Pflanzenarten wurden im Laufe der Jahrhunderte von den Siedlern eingeführt. Die echte heimische Flora ist - ähnlich wie in Mitteleuropa - nur noch in geringen Resten an Feldrainen, steilen Hängen und anderen schwer zugänglichen Stellen zu finden. Bemerkenswerte Elemente der ursprünglichen azoreanischen Vegetation sind sicherlich die vielen verschiedenen Moose: 425 Arten wurden bisher festgestellt. Und für den Botaniker sind natürlich auch die 56 Pflanzenarten sehr interessant, welche auf den Azoren endemisch sind, also an keinem anderen Ort der Welt vorkommen.

 

Das Azorenwetter - ein Muster an Unbeständigkeit

Das «Azorenhoch» hat längst Eingang in unseren Sprachschatz gefunden; zusammen mit dem «Islandtief» ist es wetterbestimmend für ganz Europa. Tatsächlich herrscht im Bereich der Azoren häufig ein stabiles Hochdruckgebiet, welches bewirkt, dass trockene und warme Antipassat-Luftmassen nach Osten über Frankreich und die Iberische Halbinsel hinweg gegen Mitteleuropa strömen und dort für schönes Wetter sorgen.

Wer allerdings glaubt, auf den Azoren, in dieser «Wetterküche» Europas, sei der Himmel immer wolkenlos blau, der irrt. Im Gegenteil: «Küche» ist genau der richtige Ausdruck, denn hier brauen sich häufig starke Unwetter mit recht stürmischen Winden zusammen - und zwar gerade dann, wenn das Azorenhoch den Mitteleuropäern schönes Wetter beschert.

Allerdings ist das schlechte Wetter auf den Azoren gewöhnlich nur von kurzer Dauer. Vormittags können dunkelgraue, tiefhängende Wolken und ein heftiger Regenschauer den Anschein erwecken, als gäbe es für den Rest der Woche kaum mehr Hoffnung auf schönes Wetter. Doch mittags ist der Himmel bereits wieder strahlend blau wie über der Südsee: «Auf den Azoren kann man alle Jahreszeiten an einem Tag erleben», pflegen die Azoreaner mitunter treffend zu sagen.

Auf Wolken und Regen muss sich ein Azoren-Urlauber also schon einstellen; selten gibt es einen wolkenlosen Himmel. Gerade den häufigen Niederschlägen verdanken die Inseln jedoch ihre grosse Fruchtbarkeit und ihre saftiggrüne Pflanzendecke. Ausserdem beschwören alle Fotografen, dass der Azorenhimmel die schönsten Wolkenformationen weit und breit darbiete. Und im übrigen ist das azoreanische Klima überaus mild: Die Monatsdurchschnittstemperaturen an der Küste schwanken lediglich zwischen 13°C im Februar, dem kältesten Monat, und 22°C im August, dem wärmsten Monat des Jahres.

 

Kabelknotenpunkt und Zwischenlandeplatz

Die Azoren waren sehr wahrscheinlich schon den antiken Seefahrern bekannt. 1749 soll jedenfalls ein Sturm bei der Insel Corvo einen Topf mit karthagischen Goldmünzen aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert an Land gespült haben, und das würde eigentlich heissen, dass einst Schiffe der Karthager vor Corvo geankert hatten beziehungsweise untergegangen waren. Eine Besiedlung hat aber offensichtlich - wohl der grossen Entfernung zu Europa wegen - damals nicht stattgefunden.

Geschichtlich verbrieft wurden die Azoren dann 1427 von Kapitän Diogo de Silves, der in den Diensten des portugiesischen Königs stand, entdeckt. Und nach einer Expedition von Goncalo Velho Cabral, eines Mönchs des Christusritterordens, in den Jahren 1431/32 wurden die östlichen und die zentralen Azoreninseln planmässig von den Portugiesen kolonisiert. Die westlichen Inseln Flores und Corvo wurden 1452 durch Diogo de Teive entdeckt und zu Beginn des 16. Jahrhunderts besiedelt.

Unter dem Einfluss des Menschen veränderten die Inseln ihr Aussehen rasch: Wälder wurden abgeholzt, Viehweiden angelegt, Ackerflächen geschaffen, Siedlungen gebaut. Die sowohl aus Europa wie auch aus Asien eingeführten Pflanzen und Tiere gediehen auf den fruchtbaren Inseln prächtig, und so konnten die Azoren schon im 15. und 16. Jahrhundert die Versorgung ihres Mutterlands durch Exportgüter verbessern.

Bald erhielten die Azoren auch erhebliche Bedeutung als Zwischenstation für die Segelschiffahrt auf dem Nordatlantik. Vor allem legten hier Schiffe an, die sich auf dem weiten Heimweg von der Neuen Welt nach Europa befanden - Silberflotten aus Mexiko, Zuckertransporte aus Brasilien, Dorschfischer aus Neufundland. Auch Walfänger aus den Vereinigten Staaten wählten die Azoren als Ansteuerungspunkt im Atlantik, was für den kleinen Archipel nicht ohne Folgen blieb (vgl. Kasten). Einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebten die Azoren erneut zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als alle grossen Telegrafengesellschaften hier Zwischenstationen für ihre Überseekabel errichteten, und dann nochmals, als sämtliche Transatlantik-Flugzeuge hier zwischenlanden mussten, um Treibstoff nachzufüllen. All dies verschaffte den Azoren einen bescheidenen Wohlstand - und nicht zuletzt auch die Gewissheit, dass sie für den Rest der Welt nicht ganz ohne Bedeutung waren.

Seit jedoch die Schiffahrt sich von Wind und Wetter unabhängig gemacht hat, seit Satelliten für die interkontinentale Kommunikation sorgen, und seit Grossraumflugzeuge nonstop um die halbe Welt fliegen - seither ist es ruhig geworden auf den Azoren; die wirtschaftliche Blütezeit ist vorbei. Fisch (v.a. Thunfisch) und landwirtschaftliche Erzeugnisse - von Kartoffeln und Erdnüssen über Ananas, Tee und Tabak bis hin zu Käse und Dosenmilch - sind heute der einzige Reichtum der Azoren.

Pech für die Azoren ist, dass das Mutterland Portugal seit 1986 zur Europäischen Gemeinschaft gehört, und dass diese eher daran interessiert ist, Fischfang und Agrarproduktion ihrer Mitgliedsstaaten zu reduzieren statt zu fördern. Beide Wirtschaftszweige haben also wenig Zukunft. Die azoreanische Regionalregierung bemüht sich nun, die Wirtschaft des Archipels zu diversifizieren und auch andere Güter des täglichen Bedarfs auf den Azoren herstellen zu lassen. Noch immer müssen aber die allermeisten nicht-landwirtschaftlichen Güter importiert werden - vom Bleistift bis zur Waschmaschine.

 

Ein Dorado für «Augenmenschen»

Auf der Suche nach einer Lösung des Problems sind auch die Azoreaner auf den Tourismus gekommen. Seit viele Urlauber nicht mehr nur auf Sonne, Strand und Meer fixiert sind, sondern zunehmend Aktivferien unternehmen wollen und Interesse für Land und Leute ihres Ferienziels bekunden, sehen die Azoreaner eine gute Chance, diesen Wirtschaftszweig ausweiten zu können. Mit seiner unvergleichlichen landschaftlichen Szenerie aus Vulkankegeln und Kraterseen, bizzaren Klippen und rauschenden Wasserfällen, saftiggrünen Weiden und blühenden Hortensienhecken ist der kleine Archipel im Nordatlantik auch wirklich ein Dorado für Naturliebhaber und «Augenmenschen». Spezialisten glauben allerdings, dass ein Touristenboom vorerst nicht zu erwarten ist. Das lässt hoffen, dass die noch völlig intakten azoreanischen Landschaften und Siedlungen nicht so leichtfertig wie anderswo dem Tourismus mit all seinen negativen Begleiterscheinungen geopfert werden. Zur Zeit gibt es erst etwa 40 Hotels auf den Azoren, und die offizielle Statistik verzeichnet rund 85 000 Besucher pro Jahr.

Die wirtschaftliche Stimmung auf den Azoren ist heute nicht mehr ganz so gedrückt wie noch in den siebziger Jahren. Dieser Stimmungswandel zeigt sich unter anderem anhand der Bevölkerungsentwicklung auf den Azoren: Die Einwohnerzahl sank zwischen 1970 und 1980 um gute 15 Prozent von über 290 000 auf etwas über 240 000 zurück. Seit 1981 gehen die Einwohnerzahlen jedoch wieder allmählich etwas nach oben, obschon auch heute noch jährlich über 1000 meist jüngere Azoreaner auf der Suche nach besseren Arbeits- und Ausbildungsplätzen den Archipel verlassen. Es ist kein Geheimnis, dass mittlerweile in anderen Regionen der Erde - so besonders in den USA, in Kanada und in Brasilien - mehr Azoreaner leben als auf den Azoren selbst. Die meisten dieser ausgewanderten Azoreaner pflegen jedoch starke Bindungen zu ihrem Heimatarchipel. Sie sind die besten «Touristen» der Inseln. Und ihre Geldsendungen an die auf den Inseln verbliebenen Familienangehörigen stellen eine wichtige Einnahmequelle dar. Ausserdem kehren immer mehr von ihnen im Pensionsalter ganz zurück. Diese Heimkehrer sind nicht zuletzt deshalb gern gesehen, weil sie im Ausland oft beachtliches Kapital erworben haben, das sie nun auf den Azoren in kleinere und mittlere Unternehmen investieren, und so den Arbeitsmarkt spürbar verbessern.

 

Der 51. Staat der USA?

Die Azoren sind seit 1834 regulärer Teil des portugiesischen Staatsgebiets. 1980 - nach dem Ende der portugiesischen Militärdiktatur - erhielten sie den Status einer Autonomen Region («Regiao Autonoma») mit einer Regionalregierung in Ponta Delgada auf Sao Miguel und einem Regionalparlament aus 43 Abgeordneten in Horta auf Faial. Zusätzlich delegieren die azoreanischen Wähler jeweils fünf Abgeordnete ins portugiesische Nationalparlament in Lissabon, um auch dort ihre Interessen vertreten zu wissen.

Seit der Einführung der Autonomie ist es auf den Azoren still geworden um diverse Unabhängigkeitsbewegungen. Auch jene eigenartige Gruppe, die den Anschluss der Azoren als 51. Staat an die USA anstrebte, ist mittlerweile verstummt. Heute herrscht auf den Azoren weitgehende Zufriedenheit mit den politischen Verhältnissen.

 

 

 

Kasten: «Baleia, baleia!»

Für die Tierschützer mag es zwar erfreulich sein, aber für viele ältere Azoreaner ist es doch eher ein betrübliches Kapitel: Der Walfang, der auf den Azoren seit der Mitte des 19. Jahrhunderts betrieben wurde, ist auf null gesunken. Während 1981 noch 137 dieser riesigen Meeressäuger erlegt wurden, waren es 1982 noch 94, und 1983 nur mehr 19. Die Walfangboote und die walverarbeitenden Fabriken verkommen allmählich.

Die «Kunst» des Walfangs war zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Walfangseglern aus den Vereinigten Staaten auf die Azoren gebracht worden. Sie hatten hier nicht nur ihren Proviant aufgefrischt, sondern auch ihre Mannschaften ergänzt, denn die Azoreaner galten als besonders tapfer, bescheiden und ehrlich.

Mitte des 19. Jahrhunderts bildeten sich dann auf den Azoren, besonders auf Pico und Faial, eigene Walfangmannschaften, und die ersten walverarbeitenden Fabriken wurden errichtet. Bejagt wurde ausschliesslich der Pottwal, jener bis 20 Meter lange und 40 Tonnen schwere Koloss, der auch in Hermann Melvilles berühmtem Buch «Moby Dick» aus dem Jahr 1851 die Hauptrolle spielt.

Walfänger war allerdings nie der Hauptberuf der Azoreaner gewesen. Dafür tauchten Pottwale viel zu sporadisch im Bereich der Azoren auf. Die azoreanischen «Walfänger» bestellten gewöhnlich ihre Felder, flickten ihre Netze oder molken ihre Kühe, bis sie - nach Art einer freiwilligen Feuerwehr - von den überall auf den Inseln verteilten Walausgucken anfangs mit Böllerschüssen, später per Telefon zu ihren Ruderbooten gerufen wurden.

Noch zu Beginn der achtziger Jahre eilten die Walfänger der Azoren auf den Alarmruf «Baleia, baleia!» («Wal, Wal!») zu ihren stets einsatzbereiten «Nussschalen». Bis zuletzt jagten sie nämlich die Meeresriesen nicht mit motorisierten Booten und hochmoderner Ausrüstung, sondern mit ihren traditionellen Ruderbooten und mit von Hand geschleuderten Harpunen. Die Waljagd war dementsprechend anstrengend und auch gefährlich: Viele kamen von den Einsätzen mit gebrochenen Gliedern oder überhaupt nicht mehr zurück. Dafür genossen sie unter ihren Mitbürgern hohes Ansehen, und es gab für junge männliche Inselbewohner kaum ein ersehnteres Ziel, als eines Tages selbst hinauszufahren und einen Wal zu jagen.

Mit der weltweiten Vernichtung der Walbestände hauptsächlich durch die grossen Walfangnationen Japan und Sowjetunion nahm im Verlauf der sechziger und siebziger Jahre auch die Zahl der Pottwale ab, die sich in den azoreanischen Gewässern zeigten. Der Unterhalt der Boote, der Fabriken und des Alarmnetzes lohnten sich schliesslich nicht mehr, und so kam es zur Aufgabe dieser von vielerlei Geschichten umwobenen azoreanischen Tradition. Mit etwas Glück kann der Azorenbesucher aber noch heute die Atemfontäne eines Pottwals weit draussen im Meer beobachten, besonders von der Südküste Picos aus, wo die Meeressäuger seit eh und je vorbeiziehen.

 

Kastenlegende: Ein historisches Bild: Azoreanische Walfänger schleppen einen erlegten Pottwal in ihren Heimathafen. 1983 geschah dies das letzte Mal, und damit starb ein altes, nicht ganz ungefährliches «Handwerk» aus, bei dem die azoreanischen Männer gerne ihren Schneid unter Beweis stellten.

 

 

 

Bildlegenden

Horta, die Hauptstadt der Insel Faial, ist nicht nur ein besonders hübscher, sondern wohl auch der «internationalste» Ort der Azoren, denn die Segelroute über den Atlantischen Ozean geht hier vorbei. Jährlich rasten über 700 Privatjachten aus allen Herren Ländern im Hafen von Horta und ergänzen ihren Proviant.

Wie hier auf Sao Jorge fügen sich vielerorts auf den Azoreninseln sauber abgegrenzte Felder und Weiden bis zum Horizont nahtlos aneinander. Über fünfzig Prozent der Azoreaner arbeiten in der Landwirtschaft.

Faial (Vordergrund) galt einst als «Insel der Windmühlen», doch leider sind schon viele dieser romantischen Einrichtungen der Moderne gewichen. Im Hintergrund erhebt sich der Pico auf der gleichnamigen Insel - mit 2351 Metern Höhe ist er der höchste Berg der Azoren und zugleich ganz Portugals.

Zu den schönsten landschaftlichen Szenerien der Azoren gehört zweifellos die Caldeira das Sete Cidades («Sieben-Städte-Krater»), ein vulkanischer Einsturzkessel mit etwa fünf Kilometern Durchmesser, auf dessen Grund zwei Seen, die Lagoa Azul und die Lagoa Verde, ineinanderfliessen.

Auf den Azoren kann man mitunter stattlichen Ziegenherden begegnen. Ungefähr 8000 der meckernden Nutztiere soll es auf dem Archipel geben. Die zu beiden Seiten der Strasse wuchernden Hortensienhecken dienen der Abgrenzung der Viehweiden sowie als Windbrecher und sind ein unverwechselbares Kennzeichen der Azoren. Das Bild ist auf Terceira aufgenommen.

Die Azoreaner sind nicht nur ein sehr frommes, sondern auch ein sehr festfreudiges Volk: Immer findet sich ein Grund für eine Feier - sei es zu Ehren eines der unzähligen Schutzpatrone, im Gedenken an eine vergangene Katastrophe oder einfach aus Anlass eines kirchlichen Feiertags. Prozessionen wie hier die Santa Ana-Prozession in Furnas auf Sao Miguel gehören deshalb zum azoreanischen Alltag.




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