Bermuda-Sturmvogel - Pterodroma cahow

Weissschwanz-Tropikvogel - Phaeton lepturus


© 2001 Markus Kappeler
(erschienen in der WWF Conservation Stamp Collection)



Bermuda, die Spitze eines 4570 Meter hohen, vor rund 35 Millionen Jahren erloschenen Vulkans, ragt ungefähr tausend Kilometer von der nordamerikanischen Ostküste entfernt aus den Fluten des Atlantischen Ozeans und besteht aus sieben grösseren und rund 150 kleineren Inseln. Als die Inselgruppe im Jahr 1503 vom spanischen Seefahrer Juan de Bermudez entdeckt wurde, war sie von einem dichten, urtümlichen Wald überwachsen und beherbergte riesige Meeresvogelkolonien, denn weder Landsäugetiere noch Menschen indianischer Abstammung hatten jemals den Weg übers Meer auf den entlegenen Archipel gefunden.

Aus den Berichten der frühen Seefahrer, welche Bermuda hie und da als Stützpunkt im Nordatlantik anliefen, sowie der englischen Siedler, die sich ab 1610 auf dem Archipel niederliessen, geht hervor, dass eine der häufigsten Brutvogelarten der endemische Bermuda-Sturmvogel (Pterodroma cahow) gewesen war, der wegen seines charakteristischen Rufs auch lautmalerisch «Cahow» genannt wird. Die englischen Kolonisten machten sich die Inselnatur allerdings rasch und rücksichtslos untertan: Schon 1621 war die natürliche Pflanzendecke der Inselgruppe weitgehend zerstört, und der Bermuda-Sturmvogel galt als ausgerottet. Fälschlicherweise, wie sich zum Glück herausstellte, denn im 20. Jahrhundert wurde eine winzige Brutpopulation des Cahows wiederentdeckt.

 

Ursprünglich ein Erdhöhlenbrüter

Der Bermuda-Sturmvogel gehört zur etwa 115 Arten umfassenden Ordnung der Röhrennasen (Procellariiformes), die sich aus den Familien der Sturmvögel (Procellariidae), der Sturmschwalben (Hydrobatidae), der Tauchsturmvögel (Pelecanoididae) und der Albatrosse (Diomedeidae) zusammensetzt. Mit einer Kopfrumpflänge von etwa 38 Zentimetern und einer Flügelspannweite von knapp 90 Zentimetern ist er ein mittelgrosses Mitglied seiner Ordnung.

Der Bermuda-Sturmvogel verbringt die meiste Zeit seines Lebens auf dem offenen Meer und kehrt nur jeweils zum Brüten zu seinem «Heimathafen» zurück. Wo er ausserhalb der Brutsaison umherstreift, ist nicht genau bekannt. Angesichts seines winzigen Bestands ist es nicht überraschend, dass es nur wenige gesicherte Beobachtungen der Vögel ausserhalb der Brutzeit gibt. Drei davon stammen von den Küstengewässern Nordkarolinas (USA).

Überhaupt keine Beobachtungen liegen über das Verhalten beim Nahrungserwerb vor. Aufgrund der Untersuchung des Mageninhalts von für wissenschaftliche Zwecke eingefangenen Individuen wissen wir immerhin, dass sich die Cahowkost hauptsächlich aus kleinen, im oberflächennahen Wasser lebenden Tintenfischen zusammensetzt. In geringen Mengen nehmen die braun-weissen Vögel aber auch an der Meeresoberfläche schwimmende Garnelen sowie Kleinfische zu sich.

Jeweils gegen Ende Oktober treffen die Bermuda-Sturmvögel an ihren Brutplätzen ein. Ursprünglich legten sie ihre Nester in Erdlöchern an, die sie sich selbst im Binnenbereich der Inseln in den weichen Boden gruben. Die Bejagung der erwachsenen Vögel durch den Menschen und die Nestplünderung durch die eingeschleppten Ratten, Katzen, Hunde und Schweine hat dann auf den Hauptinseln Bermudas schnell zur Ausrottung der Cahows geführt. Nur auf ein paar winzigen vorgelagerten Felseninselchen vermochten die Vögel weiterhin ungestört ihrem Brutgeschäft nachzugehen. Dort gab es allerdings keine Bodenschicht, in die sie ihre Nesthöhlen hätten graben können. Stattdessen waren sie gezwungen, mit natürlichen Nischen im Fels Vorlieb zu nehmen, was ­ wie wir noch sehen werden ­ ziemlich problematisch war.

Jedes Bermuda-Sturmvogelpaar legt lediglich ein Ei je Brutsaison. Das Junge schlüpft gewöhnlich Ende Februar, Anfang März ­ nach einer Brutzeit von 51 bis 54 Tagen ­ aus dem Ei und trägt anfangs ein blaugraues Daunenkleid. Es wird von beiden Eltern bis etwa Ende Mai mit Futter versorgt, wobei die Altvögel ihren Nachwuchs ausschliesslich nachts besuchen. Letzteres Verhalten hat wesentlich dazu beigetragen, dass die wenigen überlebenden Cahow-Paare während Jahrhunderten unentdeckt blieben. Die beiden Altvögel lassen ihr Junges «im Stich», bevor es vollständig flugfähig ist. Manchmal verweilt es noch ganze zwei Wochen in seinem Nest, bevor es ­ ohne elterliche Begleitung ­ seinen ersten Flug unternimmt, und zehrt in dieser Zeit von seinen Fettreserven.

 

Weltbestand: 55 Brutpaare

Während nahezu dreihundert Jahren blieb der Bermuda-Sturmvogel verschollen. 1916 stellte man dann überrascht fest, dass ein Vogel, der auf Castle Island im Castle Harbour ­ einer von Inseln umschlossenen Wasserfläche im nordöstlichen Bereich des Bermuda-Archipels ­ eingefangen worden war, unzweifelhaft ein Cahow war. 1935 wurde ein Vogel, der am Leuchtturm des benachbarten St David Island verunglückt war, wiederum als Cahow identifiziert. Zwei weitere Individuen wurden in den Vierzigerjahren festgestellt.

1951 wurde schliesslich eine ornithologische Expedition durchgeführt, deren Ziel es war, die Brutplätze der Art zu finden. Die Wissenschaftler wurden zwar fündig; die Situation des Cahows erwies sich jedoch als katastrophal: Lediglich 18 Brutpaare konnten gefunden werden, und es zeigte sich, dass kaum eines von ihnen erfolgreich sein Junges aufzuziehen vermochte. Letzteres hatte damit zu tun, dass die klippenseitigen Nestnischen, welche die Cahows gezwungenermassen verwendeten, auch die bevorzugten Niststellen der grösseren und aggressiveren Weissschwanz-Tropikvögel (Phaeton lepturus) waren. Diese trafen jeweils erst im März an ihren Brutplätzen ein, wenn die jungen Cahows bereits aus den Eiern geschlüpft waren. Die Tropikvögel verdrängten dann in den meisten Fällen die Bermuda-Sturmvögel kurzerhand von deren Nest und töteten die hilflosen Küken.

Bereits 1954 wurde eine einfache, aber wirksame Lösung für dieses Problem gefunden, und zwar in Form von künstlichen Nestzugängen, welche vor die von den Bermuda-Sturmvögeln bezogenen Nestnischen montiert wurden und deren Öffnung gerade gross genug war für die Cahows, jedoch zu klein für die Weissschwanz-Tropikvögel. Diesen «Nisthilfen» war ein sofortiger Erfolg beschieden: Es gab so gut wie keine durch Tropikvögel verursachte Sterblichkeit der Cahownestlinge mehr. Der Bruterfolg konnte später noch weiter verbessert werden, indem zusätzliche künstliche Nisthöhlen auf der Kuppe der Brutinselchen ­ wo die Bermuda-Sturmvögel von Natur aus am liebsten brüten ­ angebracht wurden.

Diesen an sich erfolgreichen Massnahmen zum Trotz erholte sich der Bestand der Bermuda-Sturmvögel nur langsam ­ und es gab mehrere Rückschläge. So ging der Bruterfolg in den Sechzigerjahren bedenklich zurück. 1967 beispielsweise brachten 33 Paare nur sechs Junge gross. Die Gründe hierfür waren zunächst unbekannt. Die Untersuchung der Eier, aus denen keine Küken geschlüpft waren, ergab dann, dass diese erhebliche Mengen DDT und andere Chlorierte Kohlenwasserstoffe enthielten. Diese schwer abbaubaren Giftstoffe stammten aus Schädlingsbekämpfungsmitteln, welche ab 1955 massenweise in der europäischen und nordamerikanischen Landwirtschaft eingesetzt wurden. Sie hatten bereits den am Ende der terrestrischen Nahrungsketten stehenden Greifvogelbeständen in Europa und Nordamerika stark zugesetzt. Nun übten sie offensichtlich ihre verheerende Wirkung auch auf die am Ende der marinen Nahrungsketten stehenden Meeresvögel aus. Die Verwendung der genannten Pestizide wurde bekanntlich in den Sechzigerjahren weltweit massiv eingeschränkt, nachdem die Weltöffentlichkeit gegen die das gesamte Ökosystem verseuchenden Chemikalien protestiert hatte. Der Bruterfolg der Bermuda-Sturmvögel stieg in der Folge wieder erfreulich an.

1987 zogen erneut «dunkle Wolken» auf: Als in jenem Frühjahr eine US-amerikanische Militärbasis, welche einen knappen Kilometer von den Brutinselchen der Bermuda-Sturmvögel entfernt liegt, nachts aus Sicherheitsgründen mit Scheinwerfern hell beleuchtet wurde, brachen die meisten Cahow-Paare ihre Brutaktivität sofort ab. Erst seitdem 1990 die Scheinwerfer auf Verlangen der Ornithologen entfernt wurden, brüten die Vögel wieder normal.

Noch immer ist die Population aber sehr verletzlich. Selbst natürliche Vorkommnisse, welche für eine gesunde Vogelpopulation völlig nebensächlich sind, können die wenigen überlebenden Bermuda-Sturmvögel hart treffen. So hielt sich Anfang 1987 vorübergehend eine Schnee-Eule (Nyctea scandiaca), die sich nach Bermuda verirrt hatte, im Bereich des Castle Harbour auf und machte nachts Jagd auf die ihre Jungen mit Futter versorgenden Cahows. Mindestens fünf von ihnen fielen der kräftigen Eule zum Opfer. Zwei Jahre später war Hurrikan Hugo für mehrere Ausfälle verantwortlich. So schwand die Bermuda-Sturmvogelpopulation innerhalb weniger Jahre um über zehn Prozent. Heute umfasst der Bestand rund 55 Paare. Sie brüten auf lediglich vier Felseninselchen mit einer Gesamtfläche von nur einem Hektar im Castle Harbour.

Eine voraussichtlich entscheidende Massnahme zur Sicherung des längerfristigen Überlebens des Bermuda-Sturmvogels ist die derzeit stattfindende «Wiederherstellung» des sechs Hektaren grossen Nonsuch Island im Castle Harbour. Sämtliche vom Menschen auf die Insel eingeschleppten Pflanzen und Tiere, darunter insbesondere die Ratten, werden mit grossem Aufwand eliminiert, und eine natürliche Pflanzendecke wird sorgfältig aufgebaut. Die Fachleute schätzen, dass die kleine Insel mindestens 1000 Cahowpaaren artgerechte Brutplätze zu bieten vermag, und sie sind auch zuversichtlich, dass die vom Schicksal gewiss nicht verwöhnten Vögel dieses «Geschenk» rasch annehmen werden.

 

In den Tropen zu Hause

Die Familie der Tropikvögel (Phaethontidae) gehört zusammen mit den Familien der Pelikane (Pelecanidae), der Kormorane (Phalacrocoracidae), der Schlangenhalsvögel (Anhingidae), der Tölpel (Sulidae) und der Fregattvögel (Fregatidae) zur Ordnung der Ruderfüsser (Pelecaniformes). Weltweit gibt es nur drei Tropikvogel-Arten. Der Weissschwanz-Tropikvogel ist zwar der kleinste der drei, mit einer Flügelspannweite von einem knappen Meter und einem Gewicht von durchschnittlich 300 Gramm aber dennoch ein stattlicher Vogel.

Der Weissschwanz-Tropikvogel ist über die tropischen und subtropischen Bereiche des Pazifischen, des Indischen und des Atlantischen Ozeans weit verbreitet. Seine Brutplätze befinden sich zur Hauptsache auf entlegenen ozeanischen Inseln; Bermuda ist ein typisches Beispiel hierfür. Wie seine beiden Vettern streift der elegante Meeresvogel ausserhalb der Brutsaison weit umher. Oft begegnet man ihm fern jeglicher Küste in äquatorialen Gewässern, wo sich andere Meeresvögel selten aufhalten.

Im allgemeinen trifft man die Weissschwanz-Tropikvögel einzeln oder paarweise an, und meistens fliegen sie zehn bis zwanzig Meter über der Meeresoberfläche dahin und halten nach Nahrung Ausschau. Letztere setzt sich zur Hauptsache aus kleinen Fischen (oftmals Fliegenden Fischen), kleinen Tintenfischen und gewissen Krebstieren zusammen. Die Vögel fangen ihre Beute, indem sie aus dem Spähflug heraus zielgerichtet nach unten stossen und mit halb geschlossenen Flügeln ins Wasser eintauchen. Meistens überfallen sie ihre Beutetiere unmittelbar unter der Wasseroberfläche, doch tauchen sie mitunter auch mehrere Meter tief ins Meerwasser ein.

 

Zank um günstige Nistplätze

Die klippenseitigen Nistplätze, welche die Weissschwanz-Tropikvögel auf Bermuda verwenden, sind durchaus arttypisch. Mancherorts brüten die feenhaften Vögel allerdings auch in bodennahen Baumhöhlungen. Während in Äquatornähe oftmals keine feste Brutsaison besteht, die Brutkolonien der Tropikvögel also das ganze Jahr über besetzt sind, ist die Brutaktivität auf Bermuda stark saisonal geprägt: Sämtliche Bruten finden hier im Frühling statt.

Die Weissschwanz-Tropikvögel scheinen im allgemeinen ein monogames Leben zu führen: Jahr für Jahr finden dieselben Partner in derselben Brutkolonie zusammen. Zwischen den verschiedenen Paaren kommt es vielfach zu erbittertem Streit um die günstigen Nistplätze, und auch andere Meeresvögel ­ darunter der Bermuda-Sturmvogel ­ werden nach Möglichkeit von solchen Plätzen vertrieben. Viele erwachsene Tropikvögel weisen Narben auf, die sie sich bei solchen Zwisten zugezogen haben.

Ist der Nistplatz in Besitz genommen, legt das Weibchen ein einzelnes Ei und bebrütet dieses im Wechsel mit dem Männchen während rund 40 Tagen. Nach dem Schlüpfen wird das Junge anfangs ständig vom einen oder anderen Altvogel gehudert, dann wird es während zunehmend längeren Zeitabschnitten allein gelassen. Während 70 bis 90 Tagen tragen die beiden Altvögel dem Nestling Futter zu, dann überlassen sie ihn, oftmals bevor er voll flugfähig ist, seinem Schicksal. Sobald der Jungvogel fliegen kann, entfernt er sich vom Nest und macht sich auf zu seinem ersten Streifzug über das Meer. Die Geschlechtsreife tritt im Alter von ungefähr drei Jahren ein; die natürliche Lebenserwartung dürfte bei über dreissig Jahren liegen.

Dem Weissschwanz-Tropikvogel ist es in den vergangenen Jahrhunderten zweifellos besser ergangen als dem Bermuda-Sturmvogel. Die Faktoren, die den Cahow beinahe haben aussterben lassen, haben jedoch auch ihm zugesetzt. Global gesehen ist er keineswegs ein häufiger Meeresvogel. Dank seiner weit grösseren Verbreitung und seiner bescheideneren Bedürfnisse hinsichtlich Nistplatz haben sie sich bei ihm jedoch weniger verheerend ausgewirkt.

Leider sieht die Zukunft weder für den Bermuda-Sturmvogel noch für den Weissschwanz-Tropikvogel rosig aus: Die zunehmende Verschmutzung der Meere mit Schadstoffen, die masslose Übernutzung der Fischbestände und auch das durch die Erderwärmung hervorgerufene Ansteigen des Meeresspiegels dürften den beiden Meeresvogelarten zukünftig erheblich zu schaffen machen ­ und diese Probleme werden leider nicht mit ähnlich einfachen Mitteln wie den erwähnten Nisthilfen zu handhaben sein.

 

 

Legenden

Der Bermuda-Sturmvogel oder Cahow (Pterodroma cahow), der im Durchschnitt eine Kop-frumpflänge von 38 Zentimetern und eine Flügelspannweite von knapp 90 Zentimetern aufweist, schreitet ausschliesslich auf Bermuda zur Brut. Wo der seltene Meeresvogel ausserhalb der Fortpflanzungszeit umherstreift, ist nicht näher bekannt. 1999 konnte ers zum dritten Mal ein Individuum in den Küstengewässern Nordkarolinas sicher nachgewiesen und fotografiert werden (links und unten).

Das Bermuda-Sturmvogeljunge schlüpft nach einer Brutzeit von 51 bis 54 Tagen aus dem Ei und trägt anfangs ein blaugraues Daunenkleid. Im Alter von drei Monaten ist sein Jugendgefieder weitgehend ausgebildet (links). Wenig später ist es flugfähig und unternimmt ­ ohne elterliche Begleitung ­ seinen ersten Streifzug über das Meer.

Der Weissschwanz-Tropikvogel (Phaeton lepturus) ist mit einer Flügelspannweite von einem knappen Meter und einem Gewicht um 300 Gramm etwas grösser und kräftiger als der Bermuda-Sturmvogel. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die tropischen und subtropischen Bereiche des Pazifischen, Indischen und Atlantischen Ozeans. Die Brutplätze befinden sich typischerweise auf entlegenen ozeanischen Inseln, darunter Bermuda.

Die Weisschwanz-Tropikvögel gehören für unser Auge zweifellos zu den elegantesten Meeresvögeln. Zu diesem Eindruck tragen neben dem durchscheinenden schneeweissen Gefieder die beiden stark verlängerten mittleren Schwanzfedern bei. Diese sind sehr biegbar und spielen beim akrobatischen Balzflug der Vögel eine wichtige Rolle.

Wie beim Bermuda-Sturmvogel legt jedes Weissschwanz-Tropikvogelweibchen lediglich ein Ei je Brutsaison. Es bebrütet dieses im Wechsel mit dem Männchen rund 40 Tage lang. Während weiteren 70 bis 90 Tagen tragen die Altvögel ihrem geschlüpften Jungen Futter zu, dann überlassen sie es, oftmals bevor es ganz flugfähig ist, seinem Schicksal. Es zehrt dann vorübergehend von seinen Fettreserven, bis es sich schliesslich in die Luft zu schwingen und selbst für seinen Unterhalt zu sorgen vermag.

Diverse Personen, Organisationen und Institutionen haben wichtige Beiträge zur Rettung des vom Aussterben bedrohten Bermuda-Sturmvogels geleistet. Zu nennen sind etwa die Behörden Bermudas, die schon kurz nach der Entdeckung seiner letzten Brutplätze einen zehn Hektaren grossen Nationalpark einrichteten, welcher neun Inselchen und die umliegenden Gewässer umfasst. Speziell zu erwähnen ist jedoch der bermudische Ornithologe Dr. David Wingate, der sich seit 1958 mit grossem persönlichem Engagement für die Erhaltung der letzten Cahows einsetzt.




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