Cook-Inseln


© 1990 Markus Kappeler
(erschienen in der «Flags of the Nations» Stamp Collection)



«Kia orana!» - «Mögest Du gut leben!»; so lautet der Gruss der Polynesier, welche auf den Cook-Inseln heimisch sind und von denen man sagt, dass sie zu den freundlichsten und verträglichsten Menschen der Welt gehören. Letzteres dürfte zu einem wesentlichen Teil damit zu tun haben, dass auf den Cook-Inseln das polynesische Dorf- und Familienleben in seiner traditionellen Form erhalten geblieben ist. Noch haben sich die Bewohner der Cook-Inseln kaum von den vermeintlichen «Segnungen» des modernen Tourismus verführen lassen, wie dies auf manchen anderen pazifischen Archipelen der Fall ist. Auch weiterhin beachten sie ihre überlieferten Wertvorstellungen und leben im Einklang mit sich und ihrer Umwelt.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat das weitsichtige Parlament der kleinen Inselnation dem drohenden Massentourismus mit all seinen unschönen Begleiterscheinungen beizeiten einen Riegel vorgeschoben. Es wurde zum Beispiel ein Gesetz erlassen, wonach kein Gebäude höher sein darf als die Kokospalmen. Zudem wird die Zahl der Besucher (derzeit etwa 30 000 jährlich) klein gehalten, indem nur eine beschränkte Anzahl Flüge ins Land gelassen werden. Und es wurde bisher nur eine sehr begrenzte Anzahl Bewilligungen für den Bau von Hotels und Restaurants erteilt. Auf keinen Fall soll der Fremdenverkehr das soziale Gefüge der Inselbewohner und ihre heitere Wesensart negativ beeinflussen.

So kommt es, dass die Cook-Inseln noch immer ein Südsee-Paradies sind, wie es der westliche Besucher andernorts oft vergeblich sucht. Die Atmosphäre ist entspannt, Eile ist unbekannt, und das Leben fliesst in ruhigen Bahnen dahin. «Kia orana!» ist nicht nur ein Gruss; es offenbart die ganze Lebensweisheit der Cook-Insulaner.

 

Ara Metua - die älteste Strasse Polynesiens

Die Cook-Inseln liegen im südlichen Pazifik zwischen Tonga im Westen und den Gesellschaftsinseln im Osten. Die insgesamt 15 Inseln sind über ein Meeresgebiet von 2,2 Millionen Quadratkilometern verstreut; ihre gesamte Landfläche misst jedoch lediglich 240 Quadratkilometer.

Man gliedert die Cook-Inseln im allgemeinen in zwei Gruppen: Die Nord-Gruppe, welche vorwiegend niedrige Atolle umfasst, setzt sich aus den sechs Inseln Penrhyn, Rakahanga, Manihiki, Pukapuka, Nassau und Suwarrow zusammen und weist eine Gesamtfläche von 26 Quadratkilometern (11 Prozent der Landesfläche) auf. Die Süd-Gruppe umfasst die neun Inseln Palmerston, Aitutaki, Manuae, Mitiaro, Takutea, Atiu, Mauke, Rarotonga und Mangaia. Es sind mehrheitlich angehobene Koralleninseln und Vulkaninseln mit einer Gesamtfläche von 214 Quadratkilometern (89 Prozent der Landesfläche). Die Distanz zwischen Penrhyn, der nördlichsten Cook Insel, und dem ganz im Süden gelegenen Mangaia beträgt 1400 Kilometer, das entspricht etwa der Entfernung Hamburg-Neapel.

Zur südlichen Gruppe gehört die mit einer Fläche von 67 Quadratkilometern grösste und als Sitz des Verwaltungszentrums Avarua wichtigste Cook-Insel Rarotonga. Rarotonga ist eine typische Vulkaninsel, die vor zwei bis drei Millionen Jahren aufgrund untermeerischer Eruptionen aus den Fluten des Südpazifiks auftauchte. In ihrem Zentrum erhebt sich ein Vulkanmassiv mit sieben Hauptgipfeln, deren höchster, der Te Manga, eine Höhe von 652 Metern aufweist. Die Hänge des Vulkanmassivs sind durch die immerwährende Tätigkeit von Wind und Wetter tief zerfurcht; überall führen verschlungene Täler hoch zu steilen Graten. Ausserdem ist das ganze Massiv dank des fruchtbaren vulkanischen Bodens von üppiger tropischer Vegetation überwuchert. Und ständig krönen ein paar weisse Wölkchen die höchsten Gipfel.

Zwei Strassen umrunden Rarotonga: Ara Tapu, die neue Küstenstrasse weist eine Gesamtlänge von 32 Kilometern und regen Motorfahrzeugverkehr auf. Ara Metua, die alte Strasse, verläuft weiter im Inselinnern und ist weitgehend den Fussgängern vorbehalten. Von ihr heisst es, dass sie die älteste Strasse ganz Polynesiens sei, denn ihr Belag aus Korallengestein entstand nachweislich vor mehr als 1000 Jahren. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatten die meisten Bewohner Rarotongas entlang dieser Strasse gewohnt. Erst danach zogen sie auf Wunsch der damals auf der Insel tätigen Missionare an die Küste, zu den dort neu erbauten Kirchen. Einen Spaziergang auf der Ara Metua darf man sich anlässlich eines Besuchs Rarotongas auf keinen Fall entgehen lassen. Man kommt dabei an üppigen Obstgärten und reichen Gemüsefeldern vorbei, findet viele herrliche Aussichtspunkte und begegnet überall lächelnden, freundlichen Menschen.

Rarotonga erfreut sich eines Klimas, das zu den angenehmsten auf der ganzen Welt gehört. 24° Celsius beträgt die Temperatur auf der Insel im Jahresdurchschnitt, und selbst im südlichen Sommer klettert sie im Monatsdurchschnitt höchstens auf 26° Celsius. Über dem Inselinnern von Rarotonga hängen häufig Regenwolken und bringen der Insel eine mittlere jährliche Niederschlagsmenge von 2100 Millimetern, was für das Pflanzenwachstum sehr günstig ist. Die Küste hingegen verzeichnet überwiegend Sonnenschein, und das wiederum empfinden die ausnahmslos dort ansässigen Menschen als sehr erfreulich. Etwas ungemütlich kann es auf Rarotonga einzig zwischen Dezember und April werden: Dies ist die Zeit der Wirbelstürme, und es taucht immerhin durchschnittlich jedes zweite Jahr ein Taifun im Bereich der Cook-Inseln auf.

Die Fauna der Cook-Inseln ist aufgrund der Abgeschiedenheit und der Kleinflächigkeit der 15 Eilande nicht besonders reichhaltig. Immerhin sind aber bisher rund 100 Vogelarten auf den Cook-Inseln registriert worden. 26 davon sind «echte» einheimische Brutvögel. Bei den übrigen handelt es sich um Zugvögel und umherstreifende Meeresvögel, welche den Inseln jeweils ausserhalb ihrer Brutsaison einen Besuch abstatten, oder aber um Vogelarten, die der Mensch eingeführt hat.

Von den 26 einheimischen Brutvogelarten sind genau die Hälfte, nämlich 13, Meeresvögel - Tropikvögel, Tölpel, Fregattvögel und Seeschwalben. Die andere Hälfte setzt sich aus einem Reiher, einer Ente, einer Ralle, drei Tauben, einem Papagei, einem Segler, zwei Eisvögeln, einem Fliegenschnäpper, einer Grasmücke und einem Star zusammen.

 

Neun verschiedene Entdecker

Von einer Entdeckung der Cook-Inseln als Gruppe kann nicht gesprochen werden: Die 15 Eilande wurden der westlichen Welt erst nach und nach - zwischen 1595 und 1834 und durch insgesamt neun verschiedene Seefahrer unterschiedlicher Nationalität - zur Kenntnis gebracht. Auch politisch bildeten die Cook-Inseln lange Zeit keine Einheit. Erst im Jahr 1900 wurden sie von Grossbritannien annektiert und zu einer Verwaltungseinheit zusammengefasst.

Dem spanischen Seefahrer Alvaro de Mendana kommt der Ruhm zu, der erste Europäer gewesen zu sein, der eine der Cook-Inseln entdeckte: Im Jahr 1595 sichtete er die Insel Pukapuka. Sein damaliger Lotse Quiros stiess dann elf Jahre später, 1606, als erster Weisser auf die Inseln Rakahanga und Manihiki. Kapitän James Cook, der berühmte englische Weltumsegler, traf in den Jahren 1773/74 auf die Inseln Atiu, Mangaia, Manuae, Palmerston und Takutea und gab ihnen den Namen Hervey-Inseln. 1788 machte der Kapitän des britischen Segelschiffs «Lady Penrhyn» in diesem Teil des Südpazifiks ein bisher unbekanntes Atoll ausfindig und gab ihm den Namen Penrhyn. 1789 kam der britische Kapitän William Bligh mit seinem Schiff «Bounty» als erster Europäer an der Insel Aitutaki vorüber, und nur wenige Monate später trafen die berühmt-berüchtigten «Meuterer von der Bounty» mit demselben Schiff, aber jetzt mit Fletcher Christian als Kapitän, erstmals auf die Insel Rarotonga. 1814 entdeckte der russische Seefahrer Michail Lazarew eine weitere Cook-Insel und benannte sie nach seinem Schiff Suwarrow. Mauke und Mitiaro wiederum sahen 1823 als ersten Europäer John Williams, einen Abgesandten der Londoner Missionsgesellschaft. Und Nassau schliesslich erhielt seinen Namen 1834 nach dem gleichnamigen amerikanischen Walfangschiff, das damals über diese Insel «stolperte».

Erst 1824 hatte im übrigen der russische Kartograph Johann von Krustenstein den Inseln der Süd-Gruppe zu Ehren von James Cook den Namen Cook-Inseln verliehen und damit einen Mann geehrt, der wie kein zweiter zur Erforschung der Weltmeere im allgemeinen und zur Entdeckung der pazifischen Inselwelt im speziellen beigetragen hat.

Dies alles soll natürlich keineswegs heissen, dass die Europäer die ersten Menschen waren, welche ihren Fuss auf die kleinen Eilande im südlichen Pazifik setzten. Obschon die Cook-Inseln dermassen weit verstreut in der unendlichen Weite des Pazifischen Ozeans liegen, waren sie nämlich schon lange vor der Ankunft der Europäer den «Wikingern der Südsee», den Polynesiern, bekannt - und grösstenteils auch von ihnen besiedelt - gewesen. Die Legenden der Cook-Insulaner, die seit vielen Generationen mündlich überliefert werden, besagen, dass sich die beiden grossen polynesischen Helden Karika von Samoa und Tanglianui von Raiatea (Gesellschaftsinseln) um 1200 n.Chr. auf den Inseln niedergelassen und die ersten Siedlungen gegründet hatten. Die modernen Archäologen sind allerdings der Überzeugung, dass schon deutlich früher, wahrscheinlich ab dem 7. oder 8. Jahrhundert, Polynesier auf den abgeschiedenen Inseln gelebt hatten.

 

Erfolgreiche Missionare

Weder die Spanier im frühen 17. Jahrhundert noch die Briten im ausgehenden 18. Jahrhundert bemühten sich um den Besitz der abgeschiedenen und sowohl wirtschaftlich als auch strategisch uninteressanten Eilande im südlichen Pazifik. Es waren dann im frühen 19. Jahrhundert die Abgesandten der protestantischen Londoner Missionsgesellschaft, welche in den Cook-Inseln beziehungsweise in deren «heidnischen» Bewohnern ein noch brachliegendes Betätigungsfeld erblickten. 1821 suchte der Abgesandte John Williams Aitutaki auf und siedelte zwei tahitianische Missionare an. Bei seiner Rückkehr nach zwei Jahren, 1823, stellte er fest, dass sich der eine der beiden mit Namen Papeiha besonders gut bewährt hatte und versetzte ihn kurzerhand nach Rarotonga, damit er auch dort tätig werde. Tatsächlich wurde dann Williams, als er 1827 wieder nach Rarotonga kam, von einer grossen Menge nunmehr christianisierter Einheimischer jubelnd empfangen.

Bis auf den heutigen Tag trägt die Arbeit dieser frühen Missionare reiche Früchte: Das religiöse Leben spielt im Alltag der Cook-Isulaner auch in unserer modernen Zeit eine bedeutende Rolle. Die überall vorhandenen Kirchen sind an den Sonntagen brechend voll. Und noch immer bekennen sich rund 75 Prozent der Inselbevölkerung zur «Cook Islands Christian Church», welche seinerzeit von den Abgesandten der Londoner Missionsgesellschaft gegründet worden war.

Um 1850 waren die Missionare auf den Cook-Inseln zu nahezu unumschränkten Herrschern geworden, die auch in weltlichen Angelegenheiten bestimmten, was auf den Inseln zu tun und was zu lassen sei. So befanden sich die Cook-Inseln letztlich fest in britischer Hand, obschon die britische Regierung noch keine Schritte in dieser Richtung unternommen hatte. Erst als gegen Ende des 19. Jahrhunderts das Gerücht umging, die Franzosen wollten die Cook-Inseln annektieren, wurde Grossbritannien aktiv und schickte Kapitän Bourke mit der «Hyacinth» los. Am 26. Oktober 1888 hisste er die britische Flagge über Rarotonga und erklärte die Süd-Gruppe der Cook-Inseln zum britischen Protektorat. Tatsächlich näherte sich wenige Wochen später ein französisches Kriegsschiff den Inseln, um die Annexion einzuleiten, machte aber beim Erblicken des «Union Jack» gleich wieder kehrt. Im Jahr 1900 annektierte dann England sowohl die Süd- als auch die Nord-Gruppe der Cook-Inseln und unterstellte sie 1901 der Verwaltung des damals ebenfalls britischen Neuseelands.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Cook-Inseln dann etappenweise auf die Selbstverwaltung vorbereitet. Am 4. August 1965 erhielten sie eine eigene Verfassung, und noch im selben Jahr fanden erste allgemeine Wahlen für eine inseleigene gesetzgebende Versammlung statt. Das 24-köpfige Parlament, das seither die Geschicke der kleinen Inselnation leitet, entschied sich in der Folge jedoch nicht für die volle Unabhängigkeit, sondern zog die interne Selbstregierung bei freier Assoziation mit Neuseeland vor. Der Assoziationsvertrag hält fest, dass Neuseeland zwar die Verteidigung und die Aussenpolitik der Cook-Inseln wahrnimmt, jedoch kein Vetorecht bezüglich deren inneren Angelegenheiten besitzt. Die Cook-Inseln handeln damit innenpolitisch wie ein unabhängiges Land, können jedoch dank der Verbindung mit Neuseeland zum einen mit militärischem Schutz im Bedarfsfall und zum anderen mit massiver finanzieller Unterstützung (in Höhe von vielen Millionen Dollar jährlich) rechnen.

 

Sie leben über ihre Verhältnisse

Von den ungefähr 18 000 Bewohnern der Cook-Inseln leben beinahe 90 Prozent auf den Inseln der Süd-Gruppe, und über 50 Prozent sind auf der Hauptinsel Rarotonga ansässig. Allein in Avarua, dem bezaubernden Hauptort der Cook Inseln, der sich entlang Rarotongas Nordküste auf einem etwa 800 Meter breiten Küstenstreifen erstreckt, wohnen mit rund 5000 Personen mehr als 25 Prozent der Landesbevölkerung.

Hier wie auf den äusseren Inseln sind die Cook-Insulaner zu einem beträchtlichen Teil Selbstversorger. Der Fischfang, die Schweine- und die Hühnerhaltung sowie der Anbau tropischer Früchte und Gemüse decken den Nahrungsbedarf der Inselbevölkerung weitgehend. Zumindest war das noch bis vor wenigen Jahren der Fall gewesen. In jüngerer Zeit setzt sich allerdings auch auf den Cook-Inseln der Einfluss der westlichen Zivilisation immer stärker durch und bewirkt, dass mehr und mehr importierte Lebensmittel in der Küche der Insulaner verwendet werden, während die althergebrachten Gerichte, die zur Hauptsache aus Taro, Maniok, Brotfrucht, Süsskartoffel, Kokosnuss, Papaya und Bananen sowie Fisch, Schweine- und Hühnerfleisch zubereitet werden, immer weniger Beachtung finden.

Leider verschwinden in jüngerer Zeit auch die im alten Stil aus natürlichen Materialien, so vor allem aus dem Holz und den Blättern der Kokospalme und des Pandanusbaums gefertigten Häuser zusehends aus dem Landschaftsbild. Sie werden ersetzt durch Häuser in westlicher Manier mit festen Mauern, Glasfenstern und Ziegeldach. Dies ist umso bedauerlicher, als die traditionellen Häuser nicht nur viel ästhetischer, sondern auch viel kühler und preiswerter sind als die modernen Häuser. Auch auf den Cook-Inseln scheinen die Einwohner also heute in einem gewissen Mass jener gefährlichen Fortschrittsgläubigkeit zu unterliegen, durch welche oft recht schnell ein gutes Stück Lebensqualität eingebüsst wird.

Die genannten Entwicklungen führen nicht zuletzt auch dazu, dass die Bewohner der Cook-Inseln heute in finanzieller Hinsicht weit über ihre Verhältnisse leben. Die Importe übersteigen die Exporte bei weitem. Seit 1973 der internationale Flughafen und 1977 das erste Hotel auf Rarotonga eröffnet wurden, stopfen zwar die Einnahmen aus dem Tourismus einen Teil des Lochs im Staatshaushalt. Auch die Einkünfte aus den Lebensmittelfabriken auf Rarotonga, in denen Zitrusfrüchte, Ananas und Papayas verarbeitet werden, den beiden Textilfabriken, in denen preiswerte Kleider für den neuseeländischen Markt entstehen, sowie dem Briefmarkenverkauf und der Vergabe von Fischereilizenzen tragen hierzu bei. Ohne die grosszügige finanzielle Hilfe Neuseelands, mit der fast die Hälfte der Staatsausgaben bestritten werden, hätte die kleine Inselnation bei ihrem heutigen Lebensstandard jedoch längst den Bankrott erklären müssen.

 

 

Legenden

Rarotonga, die 67 Quadratkilometer grosse Hauptinsel des Cook-Archipels, ist landschaftlich äusserst reizvoll. Eine Wanderung auf der Ara Metua, der wohl ältesten Strasse Polynesiens, welche um die Insel herumführt, bietet einzigartige, ständig wechselnde Szenerien aus üppigen Pflanzungen, steil aufragenden Bergen, polynesischen Siedlungen und tiefblauen Lagunen.

Ein grosses Ereignis sind auf den Cook-lnseln alljährlich die Feierlichkeiten zur Erinnerung an die am 4. August l965 per Verfassung erlangte Autonomie. Die «Constitution Celebrations» beginnen jeweils am Freitag vor dem 4. August, dauern zehn Tage lang und werden mit vielerlei festlichen, sportlichen und kulturellen Anlässen begangen.

Das Parlament der Cook-Inseln umfasst 24 Mitglieder, welche alle vier Jahre von den über 18-jährigen Cook-Insulanern gewählt werden. Die Sitzungen finden in einem Gebäude unweit des Flughafens von Rarotonga statt und dürfen von interessierten Besuchern (von der öffentlichen Galerie aus) gerne mitverfolgt werden.

Rarotonga erinnert vielerorts an einen üppigen tropischen Garten, der von Früchten und Blüten förmlich überquillt. Der Anbau tropischer Früchte, darunter Ananas (links) und Kaffee (rechts), und deren Verarbeitung sowohl für den lokalen Markt als auch für den Export bilden denn auch die Haupterwerbstätigkeiten der einheimischen Bevölkerung.

Die Bewohner der Cook-Inseln sind sehr anmutige und zufriedene Menschen. Sie kennen keine Eile und sind immer zum Lächeln aufgelegt. Zeichen ihrer Lebensfreude sind nicht zuletzt die bunten Blumen, welche jung und alt, und manchmal sogar die Hunde, im Haar tragen.

Die Kultur der Cook-Insulaner manifestiert sich besonders stark in ihren traditionellen, choreografisch auf hohem Niveau stehenden Tänzen. Die seit vielen Generationen mündlich überlieferten Legenden werden dabei ebenso umgesetzt wie Szenen aus dem täglichen Leben.




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