Eisfuchs
Alopex lagopus
© 1990 Markus Kappeler / KBV Luzern
(erschienen im Kindersachbuch «Hunde», Kinderbuchverlag
Luzern)
Kopfrumpflänge: 45 - 65 cm
Schulterhöhe: ca. 30 cm
Gewicht: 2,5 - 5 kg
Sein Name ist kein Zufall: Die Heimat des Eisfuchses
sind die hochnordischen, baumlosen Landschaften Europas, Asiens
und Amerikas, welche die meiste Zeit des Jahres von einer dicken
Schnee- und Eisdecke bedeckt sind und die man «Tundren»
nennt.
An das rauhe Klima dieses frostigen Lebensraums ist
der Eisfuchs hervorragend angepasst: So gehört sein Winterfell
zu den dichtesten im Tierreich. Ausserdem sind seine Pfoten im
Winter rundherum dicht behaart. (Diesen warmen «Socken»
verdankt er seinen wissenschaftlichen Artnamen «lagopus»,
was «der Hasenfüssige» bedeutet.) In dieser
warmen Verpackung vermag der Eisfuchs der bittersten Kälte
zu trotzen: Man sagt, dass er erst bei minus 50 Grad zu frösteln
beginnt!
Der Eisfuchs ist nur im Winter weiss gefärbt.
Im Frühling vertauscht er sein weisses Gewand mit einem
dunklen Sommerfell. So trägt er jederzeit den passenden
«Tarnanzug» und wird auf der Pirsch nicht sofort
von «jedermaus» entdeckt. Eigenartigerweise gibt
es aber auch Eisfüchse, deren Winterkleid nicht weiss, sondern
hellgrau, stahlblau oder beinahe schwarz gefärbt ist. Diese
«Blaufüchse» sind im Pelzhandel sehr begehrt
und bilden für viele Eskimos eine wichtige Einnahmequelle.
Das Eisfuchsweibchen bringt seine sechs bis zwölf
Jungen im Mai oder Juni in einer selbstgegrabenen Erdhöhle
zur Welt. Das Männchen bewacht Frau und Kinder sorgsam.
Nähert sich ein Feind dem Bau, so versucht er durch lautes
Bellen, das sich wie «morr, morr, morr» anhört,
die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und von der Familie abzulenken.
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