Kalifornischer Eselhase

Lepus californicus


© 1987 Markus Kappeler
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection)



Der Kalifornische Eselhase (Lepus californicus) besiedelt die Wüsten und Halbwüsten im Westen Nordamerikas zwischen Oregon im Norden und Mexiko im Süden. Ausgewachsene Tiere weisen eine Schulterhöhe von 30 bis 35 cm, eine Körperlänge von 45 bis 60 cm und ein Gewicht von 1,8 bis 3,4 kg auf.

Seinen Namen verdankt der Kalifornische Eselhase seinen besonders langen Ohren, die bis 18 cm messen können. Sie spielen eine wichtige Rolle im Wärmehaushalt des Hasen: Über das stark verzweigte Blutgefäss-Netz der Ohren vermag er überschüssige Körperwärme an die Umgebungsluft abzugeben. Trotz dieser Anpassung an das trocken-heisse Wüstenklima meidet er aber die direkte Sonneneinstrahlung und verbirgt sich tagsüber im Schatten von Sträuchern und Felsen.

Die Ohren des Kalifornischen Eselhasen haben noch eine zweite wichtige Funktion: In seinem deckungsarmen Lebensraum vermag das Tier dank seiner empfindlichen Schalltrichter Fressfeinde schon auf grosse Distanz wahrzunehmen und kann sich so rechtzeitig in Sicherheit bringen. Auf der Flucht erreicht der Kalifornische Eselhase Geschwindigkeiten von über 50 km in der Stunde und rennt damit vielen seiner Feinde mühelos davon.

Im Winter bilden die Zweige von Sträuchern eine wesentliche Nahrungsquelle für den Kalifornischen Eselhasen, während er im Sommer junges Gras und saftige Kräuter bevorzugt. In Dürrezeiten macht er sich auch über Kakteen her, wobei er sich vorsichtig um deren Stacheln herumfrisst.

Die Weibchen des Kalifornischen Eselhasen bringen zwei- bis viermal jährlich 3 bis 4 Junge zur Welt. Wie bei allen «richtigen» Hasen kommen die Jungen behaart, sehend und mit kleinen Zähnchen zur Welt. Ihr Geburtsgewicht ist sehr unterschiedlich und kann in ein und demselben Wurf zwischen 50 und 170 g betragen. Schon wenige Stunden nach der Geburt vermögen die Junghasen herumzuhüpfen und pflanzliche Nahrung zu sich zu nehmen. Daraufhin jagt sie das Weibchen auseinander und verbessert dadurch die Überlebenschance des einzelnen Jungen.




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