Eselspinguin - Pygoscelis papua

Felsenpinguin - Eudyptes chrysocome (=crestatus)

Magellanpinguin - Spheniscus magellanicus

Goldschopfpinguin - Eudyptes chrysolophus


© 2002 Markus Kappeler
(erschienen in der WWF Conservation Stamp Collection)



Die siebzehn Pinguinarten, welche heute auf unserem Planeten leben, sind alle auf der südlichen Erdhalbkugel zu Hause. Am weitesten nördlich kommt der Galapagospinguin (Spheniscus mendiculus) vor, der wie sein Name sagt auf den Galapagosinseln und damit knapp südlich des Äquators heimisch ist. Am arten- und zahlreichsten sind die Pinguine jedoch keineswegs auf dem antarktischen Kontinent und dem an diesen angrenzenden Schelfeis-, Packeis- und Treibeisgürtel, wie man vielleicht denkt, sondern auf diversen Inseln rund 1500 Kilometer weiter nördlich, im Bereich der «Antarktischen Konvergenz». Dabei handelt es sich um einen rund fünfzig Kilometer breiten Meeressaum, an welchem von Süden her strömendes kaltes und sehr nährstoffreiches Oberflächenwasser in die Tiefe, unter wärmere Wasserschichten, absinkt. Bei dieser rund um den Globus herum vorhandenen, zwischen dem 48. und 61. südlichen Breitengrad liegenden Zone ist sowohl die Temperatur als auch die chemische Zusammensetzung des Wassers ständigen starken Schwankungen unterworfen. Dies bildet - zusammen mit dem hohen Nährstoffgehalt des Wassers - die Grundlage für ein besonders reiches Ökosystem. So lässt sich die Artenvielfalt unter anderem der Pinguine im Bereich dieser natürlichen Wassergrenze verstehen.

Die Falklandinseln, ein Britisches Abhängiges Gebiet, liegen ungefähr auf dem 58. südlichen Breitengrad und somit im Bereich der Antarktischen Konvergenz. Nebst zahlreichen anderen Meeresvogelarten haben fünf verschiedene Pinguinarten hier ihre Brutplätze. Von zwei Arten, nämlich vom Eselspinguin (Pygoscelis papua) und vom Felsenpinguin (Eudyptes chrysocome, ehem. E. crestatus), finden sich hier die weltweit grössten Brutkolonien. Mittelgrosse Brutkolonien beherbergt der Archipel vom Magellanpinguin (Spheniscus magellanicus). Kleine Brutbestände weisen der Goldschopfpinguin (Eudyptes chrysolophus) und der Königspinguin (Aptenodytes patagonicus) auf. Über den Königspinguin haben wir 1991 anlässlich einer Briefmarkenausgabe der Falklandinseln berichtet. Hier soll nun von den vier Pinguinarten die Rede sein, welche auf der aktuellen Briefmarkenserie zu sehen sind.

 

Der Eselspinguin

Mit einer Standhöhe von durchschnittlich 78 Zentimetern und einem Gewicht um 6 Kilogramm ist der Eselspinguin ein recht grosses Mitglied seiner Familie. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich rund um den Erdball herum zwischen dem 46. und dem 65. Grad südlicher Breite. Innerhalb dieser Zone brütet er auf zahlreichen antarktischen und subantarktischen Inseln, ferner an eisfreien Stellen auf der Antarktischen Halbinsel.

Wie alle Pinguine ist der Eselspinguin ein tüchtiger Unterwasserjäger, der sich von marinen Kleintieren ernährt. Auf Beutefang geht er gewöhnlich in relativer Küstennähe, das heisst in maximal zehn bis zwanzig Kilometern Entfernung von der Küste, und zumeist in Tiefen von vierzig bis einhundert Metern. Die ganz im Süden des Verbreitungsgebiets lebenden Eselspinguine ernähren sich vorwiegend von frei schwimmenden bzw. frei treibenden Krebstieren, insbesondere vom Antarktischen Krill (Euphausia superba). Die weiter nördlich lebenden Eselspinguine, so auch die im Bereich der Falklandinseln heimischen, erbeuten neben Krebstieren häufig allerlei Kleinfische, ferner Tintenfische und andere planktonische Wirbellose, darunter Vielborstenwürmer (Polychaeta).

Auf den Falklandinseln beginnt die Brutsaison der Eselspinguine sehr früh: Die ersten Vögel tauchen gewöhnlich schon im Juni - also noch vor der Mitte des südlichen Sommers - bei ihren Brutkolonien auf. Wie alle Pinguine sind sie monogame Vögel: Zwar geht jedes Individuum ausserhalb der Brutzeit seine eigenen Wege, doch finden alljährlich zum Brüten dieselben Partner am selben Küstenabschnitt zusammen. Gemeinsam bauen sie in der Folge ein recht umfangreiches Nest aus Kieselsteinen, Moosstückchen, Büschelgrashalmen und Vogelfedern.

Das Weibchen legt dann im Abstand von ein paar Tagen zwei Eier. Unmittelbar nach dem Legen des ersten Eis beginnen die beiden Vögel mit dem rund fünf Wochen dauernden Bebrüten des Geleges. Dies hat zur Folge, dass die beiden Jungen wiederum im Abstand von ein paar Tagen aus ihren Eiern schlüpfen, weshalb sie während der ganzen Aufzuchtphase von deutlich unterschiedlicher Grösse sind. Im Normalfall stirbt das Zweitgeborene im Verlauf der Aufzuchtzeit, da es im Wettstreit um das von den Eltern herbeigetragene (im Magen vorverdaute) Futter stets zu kurz kommt. Es verhungert oder fällt - besonders während Schlechtwetterperioden - Krankheiten zum Opfer, da seine Widerstandskräfte unzureichend sind. Nur in «fetten» Jahren, wenn das Nahrungsangebot reich ist, gelingt es den Altvögeln mitunter, beide Jungen aufzuziehen. Biologisch gesehen macht das Brutsystem der Eselspinguine durchaus Sinn: Zum Preis von einem zusätzlich gelegten Ei verfügen sie über eine «Versicherung», dass auch dann ein Bruterfolg möglich ist, wenn dem Erstgeborenen während der Aufzucht etwas zustösst.

Im Alter von drei bis fünf Wochen verlassen die jungen Eselspinguine ihre Nester und scharen sich mit ihresgleichen zu «Krippen» zusammen, wo sie weiterhin durch ihre Eltern gefüttert, jedoch nicht mehr bewacht werden. Mit dreizehn bis fünfzehn Wochen ist ihr Jugendgefieder ausgebildet. Alsbald unternehmen sie ihre ersten Ausflüge ins küstennahe Meer. Während bei allen anderen Pinguinen die Bindung zwischen den Eltern und ihren Jungen in diesem Moment endet, kümmern sich die erwachsenen Eselspinguine weiterhin um ihren Nachwuchs und versorgen ihn noch mehrere Wochen lang mit Futter. Danach erst ziehen die Jungvögel auf eigene Faust los. Die jungen Eselspinguine pflanzen sich im Alter von zwei Jahren erstmals selbst fort. Ihre Lebenserwartung liegt unter natürlichen Verhältnissen bei über zwanzig Jahren.

Auf den Falklandinseln ist der Eselspinguin ein weit verbreiteter Vogel. Er schreitet auf den beiden Hauptinseln West-Falkland und Ost-Falkland ebenso zur Brut wie auf zahlreichen der rund 200 Nebeninseln und Eilande, aus denen der Archipel besteht. Da die Art keine kompakten Kolonien bildet, sondern weit verstreut in kleinen, lockeren Gruppen und vielfach zwischen Grasbüscheln brütet, ist es schwierig, die Bestandsgrösse genau zu ermitteln. Jüngere Bestandserhebungen deuten aber darauf hin, dass es insgesamt zwischen 100 000 und 120 000 Brutpaare sind. Dies entspricht zwischen einem Drittel und der Hälfte der globalen Eselspinguinpopulation.

 

Der Felsenpinguin

Der Felsenpinguin ist beträchtlich kleiner als der Eselspinguin: Erwachsene Individuen weisen gewöhnlich eine Standhöhe von 55 bis 62 Zentimetern auf und wiegen um 2,5 Kilogramm. Das Brutgebiet der Art erstreckt sich zwischen dem 37. und 53. Breitengrad rund um den Erdball herum. Innerhalb dieses Areals werden die Felsenpinguine in drei Unterarten (von manchen Fachleuten sogar in drei Arten) gegliedert: Eudyptes chrysocome chrysocome brütet auf den Falklandinseln und einigen Inseln im Bereich von Kap Hoorn, Eudyptes chrysocome filholi auf den Inseln Marion, Crozet, den Kerguelen, Heard, Macquarie, Campbell, Auckland und den Antipoden, Eudyptes chrysocome moseleyi auf den Inseln Tristan da Cunha, Gough, Amsterdam und St. Paul.

Im Unterschied zum Eselspinguin geht der Felsenpinguin nicht in Küstennähe auf Beutefang, sondern auf dem offenen, küstenfernen Meer. Ausserhalb der Brutzeit, also während des südlichen Winters verhält er sich sogar als echter «Hochseevogel» und bleibt rund sechs Monate lang jeder Küste fern. Dabei wandern viele Bestände weit nach Norden. Die auf den Falklandinseln brütenden Felsenpinguine überwintern jeweils irgendwo zwischen der Küste Mittelargentiniens und ihrem «Heimathafen». Als Hauptspeise verzehren die Felsenpinguine vor allem verschiedene Krebstierarten. In den nördlichen Bereichen des Artverbreitungsgebiets erbeuten sie aber auch verschiedene kleine Fische.

Beim Felsenpinguin erscheinen die Männchen geraume Zeit vor den Weibchen an ihren Brutplätzen und beginnen unverzüglich mit dem Bau ihrer Nester, so dass letztere bei der Ankunft der Weibchen bereits etwa zur Hälfte fertig gestellt sind. Die Nester sind weniger umfangreich als bei den Eselspinguinen, bestehen aber grundsätzlich aus denselben Baumaterialien. Im Unterschied zu den Eselspinguinen brüten die Felsenpinguine im Übrigen in dichten Kolonien, bei denen die Nester eng beisammen stehen.

Wie bei den Eselspinguinen besteht das Gelege der Felsenpinguine aus zwei Eiern, welche das Weibchen zumeist im November oder Dezember im Abstand von ein paar Tagen legt. Und wie bei jenen verhungert normalerweise das kleinere Junge im Verlauf der Aufzuchtzeit, weil sein grösseres Geschwister das meiste Futter für sich beansprucht.

Die jungen Felsenpinguine verlassen ihr Nest im Alter von etwa drei Wochen, um sich mit ihresgleichen in Krippen zusammenzuschliessen. Im Alter von etwa zehn Wochen besitzen sie ein vollständiges Jugendgefieder und tauchen in der Folge ohne Begleitung der Eltern ins Meer ein.

Die Verbreitung der Felsenpinguine auf den Falklandinseln ist kleiner als die der Eselspinguine: Die meisten Brutkolonien befinden sich auf West-Falkland und ein paar benachbarten Inselchen, so vor allem Grand Jason und Steeple Jason. Der Brutbestand ist jedoch erheblich grösser als derjenige der Eselspinguine: Er wird auf rund 2,5 Millionen Paare geschätzt, was mindestens drei Vierteln der globalen Felsenpinguinpopulation entspricht.

 

Der Magellanpinguin

Mit einer Standhöhe von gewöhnlich 70 bis 76 Zentimetern und einem Gewicht um 4,5 Kilogramm ist der Magellanpinguin nur wenig kleiner als der Eselspinguin. Er ist ein «Zugvogel», der klare saisonale Wanderungen unternimmt: Im April, nach Abschluss sowohl des Brutgeschäfts als auch der Gefiedererneuerung («Mauser») ziehen alle Magellanpinguine von ihren Brutplätzen weg weit nach Norden in wärmere Gewässer. Die auf den Falklandinseln brütenden Tiere wandern mehrheitlich zur Südküste Brasiliens, nordwärts teils bis zum Südlichen Wendekreis (23. Breitengrad). Auf Beutefang gehen sie im Brutgebiet wie im Winterquartier vorwiegend in relativer Küstennähe und erjagen dabei hauptsächlich kleine Fische wie die Südamerikanische Sardelle («Anchoveta», Engraulis ringens), die Argentinische Sardelle («Anchovis», Engraulis anchoita) oder die Falklandsprotte (Sprattus fuegensis).

Zumeist in der ersten Septemberhälfte treffen die Magellanpinguine wieder bei ihren falkländischen Brutplätzen ein. Dort legen sie ihre Nester stets in Erdlöchern, unter Felsen oder in dichten Büschelgrasbeständen an - dies im Unterschied zu den Eselspinguinen und Felsenpinguinen, welche mehrheitlich im Freien brüten.

Der Magellanpinguin ist auf den Falklandinseln ein weit verbreiteter Brutvogel. Aufgrund seiner versteckten Nistplätze und weit verstreut befindlichen Brutplätze ist es allerdings schwierig, die Grösse seiner Population einigermassen genau zu erheben. Die Fachleute schätzen sie auf rund 10 000 Paare. Dies entspricht einem ziemlich kleinen Teil des auf über eine Million Brutpaare geschätzten Artbestands. Der Grossteil der Magellanpinguine brütet entlang der Küsten Chiles und der Küste Argentiniens.

 

Der Goldschopfpinguin

Die Standhöhe des Goldschopfpinguins bemisst sich auf etwa 70 Zentimeter, sein Gewicht beträgt um 4,7 Kilogramm. Er kommt auf den Falklandinseln recht selten vor: Nur wenige Paare brüten inmitten einiger der grösseren Kolonien des zur selben Gattung gehörenden Felsenpinguins. Wie der Felsenpinguin geht der Goldschopfpinguin auf offener See auf Beutefang und bejagt dort vornehmlich Garnelen und andere Krebstiere. Auch das Brutgeschehen ähnelt in jeder Hinsicht dem beim Felsenpinguin.

Der Brutbestand des Goldschopfpinguins auf den Falklandinseln umfasst lediglich etwa 100 Paare. Dies entspricht einem winzigen Teil der globalen Population, welche auf über 11 Millionen Paar geschätzt wird. Rund die Hälfte aller Goldschopfpinguine brütet auf Südgeorgien; weitere kopfstarke Kolonien finden sich auf den Inseln Crozet, den Kerguelen, Heard und McDonald.

 

Widersacher Mensch

Zwar gilt keine der vorgestellten Pinguinarten derzeit als vom Aussterben bedroht. Alle vier haben jedoch in historischer Zeit herbe Bestandseinbussen erlitten, welche durch den Menschen verursacht wurden, und zwar einerseits aufgrund der massenhaften Tötung der Vögel zur Gewinnung von Öl («Pinguintran») für verschiedenste Verwendungszwecke, andererseits aufgrund des uneingeschränkten Einsammelns ihrer Eier für den Verzehr.

Die Ausbeutung der Pinguinbestände auf den Falklandinseln begann im kleinen Rahmen schon im 18. Jahrhundert. Während der «Hochblüte» der Pinguintrangewinnung, um 1870, dürften dann innerhalb weniger Jahre zwei bis zweieinhalb Millionen Pinguine getötet worden sein. Dies und der geringe Nachzuchterfolg wegen der Nestplünderungen führten seinerzeit dazu, dass mehrere grosse Brutkolonien, besonders auf den beiden Hauptinseln, vollständig verwaisten. Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts preiswerte petrochemische Produkte die natürlich gewonnenen Öle allmählich vom Markt verdrängten, hörte die Bejagung der Pinguine glücklicherweise auf. Das unkontrollierte Eiersammeln ging jedoch weiter, so dass sich die Bestände nur schlecht zu erholen vermochten.

Inzwischen ist auf den Falklandinseln auch die Gewinnung von Pinguineiern massiv eingeschränkt worden. Nur mit einer Spezialbewilligung der lokalen Behörden dürfen sich die Falkländer kleine Mengen von Pinguineiern für den Eigengebrauch beschaffen. Im Übrigen befinden sich heute viele der bedeutenderen Pinguinkolonien innerhalb der Grenzen von Reservaten und geniessen daher einen guten Schutz. Selbst der Zutritt von Touristen zu diesen Kolonien ist klar geregelt, damit die Störungen beim Brutgeschäft so gering wie möglich ausfallen.

So weit, so gut. Ob es für die Pinguine im Bereich der Falklandinseln ein Happyend geben wird, ist leider trotzdem ungewiss. Denn inzwischen erwächst ihnen eine neue Gefahr in Form der massiv angewachsenen Fischereiaktivitäten im Umfeld der Falklandinseln. Zwar versucht die Regierung der Falklandinseln, durch die Vergabe kostspieliger Fischfanglizenzen und die Festlegung von Fangquoten der Zerstörung der marinen Ressourcen in den eigenen Gewässern vorzubeugen. Keinen Einfluss vermag sie jedoch auf das zu nehmen, was die internationalen Fischfangflotten ausserhalb dieses Bereichs tun.

Tatsächlich deuten inzwischen verschiedene Beobachtungen darauf hin, dass die Pinguine aufgrund der allzu stark ausgedünnten Beutetierbestände ihre Jungtiere nicht mehr ausreichend zu ernähren vermögen, ihre Nachzuchtrate deshalb unzureichend ist und die Bestände darum schleichend abnehmen. Eine nachhaltige Bewirtschaftung der marinen Ressourcen auch in den internationalen Gewässern, und zwar durch die Festlegung von Fangquoten auf globaler Ebene, ist dringend notwendig. Nicht allein der Fortbestand der gefiederten «Frackträger» hängt davon ab, sondern letztlich auch das Wohlergehen der Menschheit.

 


Legenden

Mit einer Standhöhe von durchschnittlich 78 Zentimetern und einem Gewicht um 6 Kilogramm ist der Eselspinguin (Pygoscelis papua) ein recht grosses Mitglied der 17 Arten umfassenden Pinguinfamilie (Spheniscidae). Den deutschen Artnamen verdankt er seinen Rufen, die wie Eselgeschrei klingen.

Das monogam lebende Eselspinguinpaar baut ein recht umfangreiches Nest. Darin bebrüten die beiden Partner abwechslungsweise während rund fünf Wochen das aus zwei Eiern bestehende Gelege (oben). Die nimmersatten Nestlinge werden von ihren Eltern mit im Magen vorverdauter Nahrung (Krebschen, Kleinfischen, Tintenfischen) versorgt (links).

Der Felsenpinguin (Eudyptes chrysocome) ist der kleinste Pinguin der Falklandinseln: Er erreicht eine Standhöhe von 55 bis 62 Zentimetern und ein Gewicht um 2,5 Kilogramm. Sein englischer Name «Rockhopper» («Felsenhüpfer») weist besser als der deutsche Name darauf hin, dass er sich überaus geschickt - hüpfend und kletternd - im Fels umherzubewegen vermag.

Magellanpinguine (Spheniscus magellanicus) weisen eine Standhöhe von gewöhnlich 70 bis 76 Zentimetern und ein Gewicht um 4,5 Kilogramm auf. Im Unterschied zu den anderen Pinguinen der Falklandinseln brüten sie nicht im Freien, sondern legen ihre Nester in Erdlöchern, unter Felsen oder in dichten Büschelgrasbeständen an. Die Jungvögel verlassen etwa drei Wochen nach dem Schlüpfen ihr Nest und schliessen sich für weitere ungefähr acht Wochen mit ihresgleichen zu so genannten «Krippen» zusammen. Danach erst ist ihr Jugendgefieder ausgebildet, so dass sie ins Meer eintauchen und sich selbstständig ernähren können.

Die Standhöhe des Goldschopfpinguins (Eudyptes chrysolophus) bemisst sich auf etwa 70 Zentimeter, sein Gewicht beträgt um 4,7 Kilogramm. Auf den Falklandinseln ist er der seltenste Pinguin: Sein lokaler Brutbestand umfasst lediglich etwa hundert Paare. Global gesehen gehört er jedoch zu den häufigsten Pinguinen: Der Artbestand wird auf über 11 Millionen Paare geschätzt.




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