Gibraltar


© 1991 Markus Kappeler
(erschienen in der «Flags of the Nations» Stamp Collection)



«Dschebel al Tarik» - der Berg des Tarik ibn Zeyad

Gibraltar, jener mächtige Kalksteinfelsen, der ganz im Süden der Iberischen Halbinsel in die Meerenge zwischen Europa und Afrika hineinragt, hat eine lange und abwechslungsreiche Geschichte, welche wohl bis in die Frühzeit der Menschheit zurückreicht. Der 1848 im Geröll unterhalb des Maurischen Kastells gefundene Schädel einer Frau, der sich bei genauerer Untersuchung als Neandertaler-Schädel erwies und heute im Museum von Gibraltar ausgestellt ist, deutet jedenfalls darauf hin, dass schon vor mindestens 40 000 Jahren Menschen in den vielen natürlichen Höhlen des Felsens Zuflucht vor Wind und Wetter suchten, an den Steilhängen auf Jagd gingen und in der Bucht Fische fingen.

Reich verzierte Töpferwaren, welche in der geräumigen St. Michael-Höhle entdeckt wurden und aus dem 9. Jahrhundert vor Christus stammen, zeigen, dass auch die Phönizier, jenes einst im Mittelmeerraum mächtige Handelsvolk aus dem Gebiet des heutigen Syrien, Gibraltar gut kannten. Vermutlich der Wasserknappheit wegen liessen sie sich aber nicht auf dem Felsen selbst, sondern in der westlich davon liegenden Bucht nieder. Dort bauten sie an der Mündung des Rio Guadarranque - beim heutigen Carteya - einen ihrer bedeutenden Handelsstützpunkte und dehnten ihren Machteinfluss auf das gesamte Südspanien aus.

Die Phönizier wurden zu gegebener Zeit durch die Römer abgelöst, und deren Herrschaft endete wiederum, als die Vandalen, ein ostgermanischer Stamm, um 410 n.Chr. - im Zug der grossen europäisch-asiatischen Völkerwanderungen - die Iberische Halbinsel und gleich auch den gegenüberliegenden Küstenbereich Nordafrikas eroberten.

Im 6. Jahrhundert nach Christus wurden die Vandalen ihrerseits durch die Westgoten verdrängt, deren König Rekhared I. in der Folge die ganze Iberische Halbinsel zum Christentum bekehrte. Auch die Herrschaft der Westgoten währte aber nicht ewig. Ihr Niedergang begann, wie es so oft in der Weltgeschichte der Fall ist, aus nichtigem Anlass: Florina, die Tochter des damaligen gotischen Statthalters in Nordafrika, Graf Julian, wurde als Ehrendame am Hof von König Roderic im Jahr 710 durch ebendiesen entehrt. Graf Julian, der bis anhin die von Nordafrika nach Europa drängenden Muselmanen erfolgreich zurückzuhalten wusste, sann sogleich nach Vergeltung. Er fand sie in Gestalt von Emir Musa ibn Nosseys, dem damaligen Regenten der Mauren und Gesandten des mächtigen Kalifen von Damaskus: Ihn konnte er davon überzeugen, dass Europa nun reif sei für die Islamisierung.

Emir Musa zögerte nicht lange und schickte noch im September 500 Mann unter dem Kommando des Kriegers Tarif abu Zara als Vorhut auf das benachbarte Europa. Sie landeten am südlichsten Zipfel des Kontinents und nahmen mühelos die dortige gotische Ansiedlung - sie heisst heute nach ihrem islamischen Eroberer Tarifa - in Besitz. Umgehend berichtete Tarif seinem Emir, dass Europa nun weit offen stehe für eine islamische Invasion, worauf im April 711 eine maurische Armee, die aus etwa 500 Reitern und 10 000 Fusssoldaten bestand und unter der Führung des persischen Feldherrn Tarik ibn Zeyad stand, nach Europa übersetzte. Da sie kaum auf nennenswerte Gegenwehr stiess, stürmte sie sehr rasch nordwärts und überrannte alles, was sich ihr in den Weg stellte. Weitere Armeen, bestehend aus Mauren, Syrern, Arabern, Persern und Kriegern anderer islamischer Völker, stiessen nach, und obschon einige Städte erst nach längerer Belagerung fielen, zogen sie weit über die Pyrenäen ins Fränkische Reich hinein, wo sie erst in der Schlacht bei Poitiers im Jahr 732 gestoppt werden konnten.

Eines ist in diesem Zusammenhang noch von besonderem Interesse: Es war Feldherr Tarik ibn Zeyad, der erstmals erkannte, dass der Felsen von Gibraltar eine einzigartige natürliche Festung darstellte, von der aus alle militärischen und zivilen Bewegungen an diesem Berührungspunkt zweier Kontinente und zweier Ozeane vorzüglich kontrolliert werden konnten. Er liess in der Folge massive militärische Verteidigungsanlagen auf dem Felsen errichten, der nun zu «seinem» Felsen wurde: «Dschebel al Tarik» («Berg des Tarik») heisst der Felsen noch heute auf marokkanisch - und wir haben daraus «Gibraltar» gemacht.

 

14 Belagerungen, 4 Handwechsel

Über 700 Jahre lang beherrschten die maurisch-islamischen Eindringlinge Gibraltar sowie weite Teile Iberiens. Sie bauten nicht nur das Maurische Kastell zu einer starken Festung über der Meerenge aus, sondern errichteten im Hinterland auch viele architektonische Kostbarkeiten, darunter die palastartige Alhambra in Granada und die prächtige Moschee in Cordoba, die noch heute zu bewundern sind.

Um das Jahr 1000 wurde die Rückeroberung («Reconquista») der Iberischen Halbinsel durch die spanischen Christen eingeleitet. Es gelang ihnen, die unter sich teils zerstrittenen Muselmanen von Norden her immer weiter zurückzuwerfen, und sie konnten sie 1309 selbst aus Gibraltar verdrängen. Allerdings nicht für lange: 1333 eroberten die Mauren Gibraltar zurück, verstärkten erneut die militärischen Anlagen und harrten trotz mehrfacher Belagerung durch die Spanier über hundert Jahre lang auf dem Felsen aus. Erst 1462 gelang es schliesslich dem Herzog von Medina, die Festung für Spanien zurückzugewinnen. Damit begann die spanische Herrschaft über Gibraltar, die fast 250 Jahre lang dauerte.

Der unrühmliche Spanische Erbfolgekrieg, der nach dem Tod des letzten spanischen Habsburgerkönigs, Karls II., im Jahr 1700 entflammte und ganz Europa in Aufruhr versetzte, führte schliesslich zum letzten Handwechsel in der bewegten Geschichte von Gibraltar: 1704 eroberte eine britisch-holländische Flotte von über 50 Kriegsschiffen unter dem Kommando des Engländers George Rooke die Festung. Der französische Thronanwärter Philipp von Anjou machte sich zwar sofort mit einer spanisch-französischen Truppe an die Rückeroberung, musste aber sein Vorhaben nach siebenmonatiger Belagerung und dem Verlust von 10 000 Soldaten aufgeben. Im «Sonderfrieden von Utrecht», der dem Erbfolgekrieg im Jahr 1713 ein Ende setzte, erhielt Philipp von Anjou zwar den Thron von Spanien zuerkannt, Gibraltar ging jedoch definitiv als Kronkolonie an die Briten.

«Definitiv» wäre allerdings gute sechzig Jahre später beinahe doch nur «temporär» gewesen: Von 1779 bis 1783 erfolgte nämlich noch einmal eine Belagerung Gibraltars - die grösste und längste in der Geschichte des Felsens: 28 000 spanische und 33 000 französische Soldaten griffen die Festung vom Landweg her an, während die spanische Flotte eine Seeblockade aufzog. Die rund 5000 britischen Soldaten, welche die Festung verteidigten, schlugen sich jedoch heldenhaft und zwangen die erfolglosen Angreifer letztlich, nach schweren Verlusten auf beiden Seiten, zum Rückzug. Sie bewiesen ein für allemal, dass der «Felsen des Tarik» selbst bei einer vielfachen Übermacht der Angreifer uneinnehmbar ist, sofern hinsichtlich Munition, Proviant und Wasser vorgesorgt ist.

Die Briten bauten Gibraltar in der Folge nicht nur zu einem ihrer wichtigsten militärischen Stützpunkte aus, sondern entwickelten ihn auch zu einem bedeutsamen Knotenpunkt für die zivile Handelsschiffahrt. Dies vor allem dadurch, dass sie die Kolonie zum Zollfreigebiet erklärten. Genuesen und Juden, Malteser und Portugiesen, Marokkaner und Spanier liessen sich im 18. und 19. Jahrhundert neben den Briten nieder und trugen alle zum florierenden Handel der britischen Kolonie an der Meerenge von Gibraltar bei.

Kritisch wurde die Situation in Gibraltar noch einmal während des Zweiten Weltkriegs, als Deutschland sein Augenmerk auf das strategische und ökonomische Juwel im Süden Spaniens richtete. Offiziere der Wehrmacht observierten den britischen Stützpunkt eingehend vom gegenüberliegenden spanischen Algeciras aus, und in Berlin wurden dann anhand eines originalgetreuen Modells der Festung die Möglichkeiten für eine Eroberung studiert. Die Befunde waren wenig ermunternd: Gibraltar, so fanden Adolf Hitler's Berater heraus, war - wenn überhaupt - nur unter höchsten Verlusten einzunehmen. Das Vorhaben wurde aufgegeben.

In den Nachkriegsjahren waren es dann die Vereinten Nationen, welche Grossbritannien im Rahmen ihrer weltweiten Entkolonisierungs-Kampagne mehrfach zur Rückgabe seiner Kolonie an Spanien drängten. Die Briten sträubten sich anfangs gegen den Gedanken, überliessen später aber die Entscheidung den Bewohnern Gibraltars, die sich bei der Volksabstimmung vom 10. September 1967 mit einer überwältigenden Mehrheit von über 99 Prozent für den Verbleib unter britischer Verwaltung aussprachen. Dem damaligen spanischen Regenten, General Francisco Franco, gefiel dieser Entscheid keineswegs, und er drückte seinen Unmut dadurch aus, dass er kurzerhand die spanisch-gibraltische Grenze bei La Linea schliessen liess und Gibraltar dadurch vom europäischen Festland abschnitt. Dass der spanische König Juan Carlos der Hochzeit des englischen Kronprinzen Charles im Jahr 1981 demonstrativ fernblieb, weil dieser die Absicht hatte, auf seiner Hochzeitsreise Gibraltar zu besuchen, zeigt, dass Spanien auch heute noch Besitzansprüche auf den britischen Stützpunkt geltend macht. Immerhin wurde 1985 die Grenze für den Personen- und Warenverkehr wieder geöffnet. Noch ist aber die Übergabe Gibraltars von Grossbritannien an Spanien nicht in Sicht. Und wenn es nach den Berberaffen geht, die auf dem Felsen leben, dann wird es auch noch lange so bleiben (vgl. Kasten).

 

Mediterranes Klima, herrliches Panorama

426 Meter ragt der Felsen von Gibraltar an seinem höchsten Punkt aus dem Mittelmeer auf. Seine Ostseite ist ausgesprochen steil, während die Westflanke in etwas sanfteren Stufen zur Stadt und zum Hafen hin abfällt. Gegen Norden stellt eine schmale, sandige Landenge die Verbindung zum spanischen Festland her, und im Süden verläuft die 14 Kilometer schmale «Strasse von Gibraltar». 1966 wurde eine Seilbahn in Betrieb genommen, welche den Besucher im Nu von Gibraltar-Stadt zu einer Aussichtsterrasse beim 367 Meter hohen Signal Hill befördert. Dort oben bietet sich an klaren Tagen ein einzigartiges Panorama: Im Süden, über Europa Point hinweg, erblickt man die marokkanische Küste und dahinter das mächtige Atlasgebirge. Im Nordosten vermag man die Sierra Nevada, das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel, auszumachen. Auf dem benachbarten spanischen Festland breitet sich die moderne Stadt Algeciras aus, und zu Füssen schlängeln sich die engen Gässchen von Gibraltar-Stadt mit den ineinander verschachtelten Häusern dem Felsen entlang. Zu diesem prächtigen Bild gesellt sich das rundherum in der Sonne glitzernde Meer mit seinen ungezählten Hochseefrachtern, die an der Südspitze Europas vorbei von einem Ozean in den andern wechseln.

Gibraltar hat mediterranes Klima mit heissen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern. Der vielfach kahle Felsen verleiht der Halbinsel zwar ein etwas unwirtliches Aussehen. Dennoch ist die Vegetation Gibraltars sehr vielfältig, und darum bietet die Kronkolonie nicht nur einer reichen Insektenwelt, sondern auch zahlreichen Kriechtier- und Vogelarten eine Lebensgrundlage.

 

Wirtschaftlich im Aufschwung

Gibraltar beherbergt auf seinem nur 6,5 Quadratkilometer grossen Hoheitsgebiet ein überaus buntes Völkergemisch. Neben den einheimischen «Gibraltarenos», welche zumeist spanischer, maltesischer und portugiesischer, teils aber auch britischer, marokkanischer, italienischer und indischer Herkunft sind, trifft man in Gibraltar-Stadt auf Matrosen aus aller Herren Länder, auf Touristen aus ganz Europa und natürlich auf britische Soldaten, von denen ständig ein ganzes Regiment auf der Halbinsel stationiert ist. Bunt ist auch das Leben in den Strassen und Gassen von Gibraltar-Stadt, denn wie überall im südlichen Europa sind sie Wohnstube, Arbeitsplatz und Treffpunkt in einem. Gesprochen wird das sogenannte «Llanito», ein mit englischen Wörtern vermischtes, für den Fremden kaum verständliches Spanisch. Gut, dass sowohl Englisch als auch Spanisch gibraltische Amtssprachen sind und von den meisten Gibraltarbewohnern auch «rein» gesprochen werden. Bezahlen kann man in Gibraltar, wen wundert's, mit spanischen Pesetas ebensogut wie mit britischen Pfund. Das Wechselgeld kommt dann aber gewöhnlich in der offiziellen Währung, dem Gibraltar Pfund, welches im Wert dem Pfund Sterling entspricht.

Das Rückgrat der gibraltischen Wirtschaft bildeten bis in jüngster Vergangenheit einerseits die Einnahmen aus den diversen Aktivitäten im und am Zollfreihafen, andererseits die Aufwendungen Grossbritanniens für seinen Luft- und Marinestützpunkt. Hinzu kamen Reparaturwerften, Konservenfabriken (Fisch, Obst, Gemüse), Kaffeeröstereien, Tabakunternehmen und der Fremdenverkehr. Die meisten Bewohner Gibraltars verdienten dementsprechend ihren Lebensunterhalt im Hafen, in der Militärbasis, in den Werften, in den Fabriken oder in den vielen Zollfreiläden.

Nach dem Willen von Joe Bossano, seit 1988 Regierungschef Gibraltars, soll es jedoch in naher Zukunft zu tiefgreifenden wirtschaftlichen Veränderungen kommen. Angesichts der bevorstehenden Schaffung des europäischen Binnenmarkts und damit verbundenen Wegfalls des Zollfreihandels fördert er heute gezielt den Tourismus, das Off-shore-Bankwesen und die Kongresstätigkeit.

Bereits ist an der Ostküste Gibraltars ein Touristenzentrum mit luxuriösen Hotels, feinkörnigen Sandstränden und allem Drum und Dran entstanden. Gibraltars Hafen verfügt jetzt über sämtliche Einrichtungen, welche für den Empfang moderner Kreuzfahrtschiffe notwendig sind. Und zahlreiche Kalksteinhöhlen sowie historisch interessante Teile der Festungsanlage werden für den Besucher der Halbinsel erschlossen. Die wichtigsten Neuerungen erfolgten jedoch im Bereich des Bankwesens. Mit einem attraktiven Investitionsklima wird der Bau von Banken-, Geschäfts- und Bürogebäuden massiv gefördert. Und mit einer Steuergesetzgebung, die an Liechtenstein oder die Kanalinseln erinnert, wurden mittlerweile nicht nur mehr als dreissig Geldinstitute aus aller Welt (mit einer Gesamteinlage von mehreren Milliarden US-Dollar) angelockt, sondern auch gegen 30 000 Briefkastenfirmen aller Schattierungen, welche unter anderem einen Grossteil des Liegenschaftsmarkts an der nahen spanischen Costa del Sol kontrollieren.

Schon heute manifestiert sich eine gewisse politische Selbstsicherheit und Eigenständigkeit Gibraltars gegenüber dem Mutterland, und es ist abzusehen, dass mit dem zunehmenden wirtschaftlichen Erstarken des kleinen Territoriums die politische Loslösung von Grossbritannien und erst recht von Spanien immer stärker wird.

 

 

 

Kasten: Die Affen von Gibraltar

 

 

 

 

Bildlegenden

Als vor rund 150 Millionen Jahren die beiden Landmassen Europa und Afrika auseinanderbrachen, da löste sich ein riesiger Kalksteinblock, stürzte in den neuentstandenen Graben und bildete fortan eine dem europäischen Festland vorgelagerte Insel, aus der später, nachdem das Mittelmeer eine Sandbrücke aufgehäuft hatte, eine Halbinsel wurde: Gibraltar. Einer natürlichen Festung gleich ragt der graue Felsen in die nur 14 Kilometer breite Meerenge zwischen Europa und Afrika hinein, und in der Tat hatte der Mensch rasch herausgefunden, dass sich von hier aus sämtlicher Verkehr an diesem Schnittpunkt zweier Kontinente und zweier Meere hervorragend kontrollieren lässt.

Gibraltars 1966 eröffnete Seilbahn bringt den Besucher in nur drei Minuten zur Mittelstation, wo sich die weltberühmten «Affen von Gibralta» herumtreiben, und in weiteren drei Minuten zu einem Aussichtspunkt mit herrlichem Panorama. Hier fällt der Blick hinunter auf die Bucht von Algeciras und auf Gibraltars bedeutsamen Kriegs und Handelshafen, dessen drei Molen eine Gesamtlänge von 2,8 Kilometern haben und eine Wasserfläche von 178 Hektar schützen.

In der Weltanschauung der Phönizier bildeten der 426 Meter hohe Felsen von Gibraltar (Bildvordergrund) und der auf dem nordafrikanischen Festland gegenüberliegende, 842 Meter hohe Dschebel al Musa (Bildhintergrund) die beiden Säulen des Herkules, welche - Türpfosten gleich - das Ende der Welt markierten. Auch wenn sich unser Horizont inzwischen geweitet hat, so bewacht Gibraltar doch weiterhin die Pforte zwischen der Alten und der Neuen Welt.

Ein buntes Völkergemisch belebt die engen Strassen von Gibraltar-Stadt, welche von pastellfarbenen, im viktorianisch-maurischen Kolonialstil erbauten Häusern gesäumt sind (Bild: Main Street). Touristen aus der ganzen Welt gehen in diesem Irrgarten auf Entdeckungs- und Einkaufsbummel. Und die Einheimischen, vielfach Nachfahren von Handelsleuten aus aller Herren Länder, haben hier ihren eigentlichen Wohnort.

Die St. Michael-Höhle, deren Eingang etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel liegt, gehört sicherlich zu den eindrücklichsten Sehenswürdigkeiten Gibraltars. Ihre geräumige, mit prächtig beleuchteten Tropfsteingebilden geschmückte Halle ist zu einem akustisch hervorragenden Konzertsaal ausgebaut, der mehreren hundert Personen Platz bietet und sie Musik in einer märchenhaften Atmosphäre geniessen lässt.




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