Graufuchs

Urocyon cinereoargenteus


© 1990 Markus Kappeler
(erschienen im Kindersachbuch «Hunde»)



Kopfrumpflänge: 55 - 75 cm
Schulterhöhe: ca. 30 cm
Gewicht: 2,5 - 6,5 kg

Von Südkanada quer durch die Vereinigten Staaten, Mexiko und Mittelamerika hindurch bis ins nördliche Südamerika erstreckt sich das Verbreitungsgebiet des Graufuchses. Innerhalb dieses weiten Areals kann man dem hübschen Kleinfuchs vor allem in schwer zugänglichen Strauchdickichten und lockeren Waldungen mit dichtem Unterholz begegnen.

Der Graufuchs ist der «Klettermaxe» unter den Wildhunden. Die Amerikaner nennen ihn darum auch «Baumfuchs». Mit seinen verhältnismässig scharfen und stark gekrümmten Krallen kann er mühelos selbst senkrechte Baumstämme erklimmen und klettert dann wieselflink im Geäst der Baumkrone umher. Sein buschiger, seitlich etwas abgeflachter Schwanz ist ihm dabei als Balancierhilfe sehr dienlich.

In luftige Höhen begibt sich der Graufuchs hauptsächlich, um dort, geschützt vor Kojoten, Rotluchsen und anderen am Boden lebenden Feinden, den Tag zu verbringen. Oft legt er sich zum Ruhen einfach auf einen bequemen Ast. Manchmal sucht er auch eine geeignete Höhlung im Baumstamm auf. Und einmal fand man sogar einen Graufuchs, der sich in einem verlassenen Bussardnest im höchsten Wipfel eines Baumes zusammengerollt hatte, um dort sein Nickerchen abzuhalten.

Erst gegen Abend, wenn sein Magen knurrt, wird der Graufuchs munter und geht dann auf Nahrungssuche in seinem weiten Streifgebiet. Dabei erweist er sich als «typischer» Fuchs, der sich eine sehr reichhaltige und abwechslungsreiche Mahlzeit zusammenzustellen weiss, die von Nagern und Vögeln über Käfer und Würmer bis hin zu Beeren und Nüssen reicht.




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