Streifenbackenhörnchen

Tamias striatus


© 1987 Markus Kappeler
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection)



Das Streifenbackenhörnchen (Tamias striatus) ist im östlichen Nordamerika von der Hudson-Bay bis zum Unterlauf des Mississippis verbreitet. Ausgewachsene Tiere weisen eine Kopfrumpflänge von 13 bis 15 cm, eine Schwanzlänge von 8 cm und ein Gewicht von 80 bis 140 Gramm auf.

Das Streifenbackenhörnchen ist eng verwandt mit den Murmeltieren. Wie jene führt es einen «echten» Winterschlaf durch, welcher mehrere Monate lang dauert, und während dem es seine Körpertemperatur bis knapp über den Gefrierpunkt absenkt. Im Gegensatz zu den Murmeltieren legt sich das Streifenbackenhoernchen den Sommer über jedoch keine Fettschicht zu, von der es dann im Winter zehren könnte, sondern schafft sich in seinem Bau einen umfangreichen Nahrungsvorrat. Alle paar Wochen wacht es auf, nimmt etwas Futter zu sich, und fällt dann wieder in tiefen Schlaf. Beim Anlegen seines Vorrats im Sommerhalbjahr sind ihm seine beiden grossen Backentaschen, denen es seinen Namen verdankt, sehr dienlich: Innerhalb kurzer Zeit kann es mit ihrer Hilfe grosse Mengen Sämereien zusammenraffen und in seinen Bau eintragen. Jede Backe fasst bis zwanzig Maiskörner oder Sonnenblumenkerne.

Streifenbackenhörnchen leben einzelgängerisch. Jedes Tier besitzt einen eigenen Bau, aus dessen Umgebung es sämtliche Artgenossen energisch vertreibt. Im Gegensatz zu den Bauen der meisten Nagetiere besitzt seine Wohnhöhle nur einen einzigen Eingang. Dieser ist aber mit trockenem Laub hervorragend getarnt.

Streifenbackenhörnchen paaren sich im Februar und März, kurz nachdem sie ihren Winterschlaf beendet haben. Nach einer Tragzeit von 32 Tagen bringt das Weibchen 4 bis 5 blinde, taube und völlig nackte Junge zur Welt. Ungefähr nach einem Monat erscheinen die Jungtiere erstmals am Baueingang. Im Alter von drei Monaten verlassen sie dann ihre Mutter und suchen nach einem freien Stück Land, auf dem sie ihren eigenen Bau anlegen können.




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