Iiwi
Vestiaria coccinea
© 1987 Markus Kappeler / Groth AG
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection,
Groth AG, Unterägeri)
Der Iiwi (Vestiaria coccinea) gehört innerhalb
der Singvögel zur Familie der Kleidervögel einer
Gruppe von dreizehn farbenprächtigen Vögeln, welche
ausschliesslich auf den Hawaii-Inseln im Pazifischen Ozean vorkommen.
Sie gehen wahrscheinlich alle auf einen gemeinsamen Vorfahren
zurück, welcher vor langer Zeit über das Meer auf die
Vulkaninseln gelangt war.
Von den ursprünglich zweiundzwanzig verschiedenen
Kleidervogelarten sind leider neu bereits ausgestorben. Weitere
zehn sind bedroht. Dafür ist hauptsächlich die Zerstörung
ihrer natürlichen Lebensgrundlagen verantwortlich: Seit
der Besiedlung der Inseln durch die Weissen ist die Waldfläche
Hawaiis auf ein Viertel ihres ursprünglichen Bestands zusammengeschrumpft.
Der leuchtend rot-schwarz gefärbte Iiwi gehört
nicht zu den gefährdeten Kleidervögeln. Er bewohnt
die nassen und kühlen Wälder an den oberen Vulkanhängen
- in Höhen zwischen 2000 und 3000 Metern ü.M. - und
ist auf allen Hauptinseln noch ziemlich häufig.
Die männlichen Iiwis erreichen eine Länge
von 15 Zentimetern, eine Flügelspannweite von 28 Zentimetern
und ein Gewicht von 20 Gramm. Die Weibchen sind etwas kleiner
und leichter, unterscheiden sich jedoch in ihrer Färbung
nicht von den Männchen.
Wie die meisten Kleidervögel ernährt sich
der Iiwi hauptsächlich von Nektar, den er mit seiner röhrenförmigen,
an der Spitze ausgefransten Zunge aus Blütenkelchen leckt.
Sein etwa 2,5 Zentimeter langer, sichelförmig abwärts
gebogener Schnabel gestattet ihm die Ausbeutung selbst tiefer,
glockenförmiger Blüten. Daneben nimmt er auch gerne
allerlei Kerbtiere zu sich, die er beim Blütenbesuch antrifft.
Ausserhalb der Brutzeit durchstreifen die Iiwis in
kleinen, lockeren Schwärmen die Wälder. Zwischen Januar
und Juli bilden sich dann Paare, welche aus Zweigen und Grashalmen
einfache, napfförmige Nester anlegen. Nur das Weibchen bebrütet
in der Folge die drei bis vier weisslichen Eier, welche 20 Millimeter
lang und 15 Millimeter dick sind. Das Männchen hilft dann
aber bei der Jungenaufzucht wieder mit.
Zur Hauptseite
|