Kaninchenkauz

Speotyto cunicularia


© 1989 Markus Kappeler
(erschienen im Kindersachbuch «Eulen»)



Länge: 23 - 27 cm
Gewicht und Flügelspannweite: Nicht ermittelt

Die Heimat des Kaninchenkauzes sind die weiten Grasländer Amerikas, die in Nordamerika Prärien und in Südamerika Pampas oder Llanos heissen. Seinen Namen verdankt der stelzbeinige Kauz dem Umstand, dass er - wie das Kaninchen - in Erdhöhlen schläft und brütet. Diese Höhlen gräbt er aber nur selten selbst. Viel lieber bezieht er verlassene Erdbaue von Präriehunden, Erdhörnchen, Gürteltieren und anderen «Baumeistern» unter den Tieren.

Damit ihm in seiner unterirdischen Wohnung beutesuchende Feinde, zum Beispiel Iltisse, nicht gefährlich werden, wendet der Kaninchenkauz einen bemerkenswerten Trick an: Er macht ein Schnabelgeräusch, das dem warnenden Rasseln der gefürchteten Klapperschlange verblüffend ähnelt. Wenn die Eindringlinge dieses Geräusch in der dunklen Höhle hören, machen sie, zu Tode erschrocken, rechtsumkehrt und suchen Hals über Kopf das Weite. Schon die jungen Käuzchen kennen diesen tollen Trick und bleiben dadurch in ihrem Nest ungestört.




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