Kapfuchs
Vulpes chama
© 1990 Markus Kappeler / KBV Luzern
(erschienen im Kindersachbuch «Hunde», Kinderbuchverlag
Luzern)
Kopfrumpflänge: 45 - 60 cm
Schulterhöhe: ca. 30 cm
Gewicht: 3,5 - 5 kg
In den Trockensavannen und Halbwüsten des südlichen
Afrikas - zwischen Angola im Norden, Simbabwe im Osten und dem
Kap der Guten Hoffnung im Süden - lebt der Kapfuchs. Weil
er einen silbergrauen Rücken hat, nennt man ihn auch «Silberrückenfuchs».
Der Kapfuchs ist ein Nachttier, das den Tag in einer
selbstgegrabenen Sandhöhle verbringt. Nach Sonnenuntergang
kommt er dann hervor, um in seinem Jagdrevier nach Essbarem herumzustöbern.
Dabei fallen ihm in erster Linie Heuschrecken, Käfer und
andere Insekten zum Opfer. Er schätzt aber auch Mäuse,
Eidechsen sowie Beeren und andere schmackhafte Pflanzenteile.
Die Hottentotten, kleine grauhäutige Viehzüchter aus
Südwestafrika, behaupten, der Kapfuchs mache sich gelegentlich
sogar über Strausseneier her. Da deren Schale für sein
Gebiss viel zu stark sei, rolle er sie über spitze Steine
bis sie zerbrächen und lecke dann den Inhalt aus.
Über die Fortpflanzung dieses feingliedrigen
südafrikanischen Füchschens ist kaum etwas bekannt.
Vieles deutet aber darauf hin, dass sich alles wie bei den anderen,
uns besser bekannten Füchsen abspielt: Die Tragzeit dauert
sieben bis acht Wochen. Der Wurf umfasst durchschnittlich drei
bis fünf Welpen. Der Vater hilft bei der Aufzucht der Kinder
als Bewacher und Futterbeschaffer kräftig mit. Und die Jungen
lösen sich nach ungefähr einem halben Jahr von den
Eltern, um dann alleine loszuziehen.
Mit Rotfuchs, Kitfuchs und Kapfuchs eng verwandt sind
der in Nordafrika und auf der Arabischen Halbinsel vorkommende
Sandfuchs (Vulpes rueppellii), der in der Sahelzone Afrikas
beheimatete Blassfuchs (Vulpes pallida), der in Südasien
lebende Bengalfuchs (Vulpes bengalensis) sowie der Afghanfuchs
(Vulpes cana) und der Tibetfuchs (Vulpes ferrilata).
Über ihre Lebensweise in freier Wildbahn wissen wir kaum
etwas.
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