Nordamerikanisches Katzenfrett

Bassariscus astutus


© 1987 Markus Kappeler
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection)



Das Nordamerikanische Katzenfrett (Bassariscus astutus) wurde innerhalb der Ordnung der Raubtiere lange Zeit der Familie der Kleinbären zugeordnet. Neueren Studien zufolge unterscheidet es sich aber im Körperbau doch so beträchtlich von den Kleinbären, dass es nunmehr in eine eigene Familie gestellt wird.

Als erwachsenes Tier erreicht das Nordamerikanische Katzenfrett eine Schulterhöhe von 13 bis 15 Zentimetern, eine Gesamtlänge von 70 bis 85 Zentimetern und ein Gewicht von 1,1 bis 1,3 Kilogramm. Sein wohl auffälligstes Merkmal ist der buschige, schwarzweiss gebänderte Schwanz. Darauf bezieht sich denn auch sein amerikanischer Name «Ringtail» («Ringelschwanz»). Auffällig sind ferner seine übergrossen Augen; sie weisen das Katzenfrett als echtes Nachttier aus.

Beheimatet ist das Nordamerikanische Katzenfrett im südwestlichen Teil der USA und in Mexiko. Innerhalb dieses Areals bewohnt es halbtrockenes, felsiges Gelände mit schütterem Baumbestand. Seine Nahrung besteht zu etwa drei Vierteln aus tierlicher Nahrung - Kleinsäugern, kleinen Vögeln, deren Eiern, Kriechtieren und Insekten. Daneben nimmt das Katzenfrett aber auch pflanzliche Nahrung (vor allem Früchte) zu sich. Seine Beutetiere hetzt das Katzenfrett nicht. Es beschleicht sie, ergreift sie im Sprung, drückt sie mit den Händen nieder und tötet sie mit einem Kopfbiss.

Erwachsene Katzenfrette leben einzelgängerisch. Jedes Tier besitzt eine eigene, zwischen Felsen gelegene Wohnhöhle, welche oft mit Moos, Laub oder Gras ausgepolstert ist. Hier bringt das Weibchen im Mai oder Juni - nach einer Tragzeit von fünfzig bis sechzig Tagen - drei bis vier Junge zur Welt. Die Neugeborenen messen etwa 14 Zentimeter in der Länge und weisen ein Gewicht von ungefähr 30 Gramm auf. Sie sind anfänglich taub und blind, und ihr Körper ist nur mit einem weisslichen Flaum bedeckt. Schon nach acht Wochen begleiten sie aber die Mutter auf der Nahrungssuche, und bereits im Alter von vier Monaten trennen sie sich von ihr und suchen sich eine eigene Wohnhöhle.




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