Maskeneule
Pholidus badius
© 1989 Markus Kappeler / KBV Luzern
(erschienen im Kindersachbuch «Eulen», Kinderbuchverlag
Luzern)
Länge: 27- 29 cm
Gewicht und Flügelspannweite: Nicht ermittelt
Unter Eulenforschern ist die Maskeneule ein alter
«Zankapfel». Die einen rechnen sie aufgrund ihres
besonderen Gefieders und Skelettbaus zu den Schleiereulen (Familie
Tytonidae). Die anderen finden das falsch und zählen sie
zu den Eigentlichen Eulen (Familie Strigidae). Die Wahrheit liegt
vermutlich in der Mitte: Am besten betrachten wir die Maskeneule
als Übergangsform zwischen den beiden Eulenfamilien.
Die Heimat der Maskeneule sind die mächtigen
Urwälder Südostasiens, zwischen Indien im Westen und
Indonesien im Osten. Dank ihrer kurzen Flügel ist sie eine
sehr wendige Eule und somit eine ausgezeichnete Jägerin
im dichten Pflanzenwuchs.
Eulen sind keine guten Architekten; jedenfalls gehört
der Nestbau nicht zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. In
den meisten Fällen legen die Weibchen ihre Eier am Brutplatz
direkt auf den Boden - ohne vorher irgendwelches Nistmaterial
zu einer polsternden Unterlage zusammenzutragen. Die Maskeneule,
welche gewöhnlich in Baumhöhlen brütet, macht
darin keine Ausnahme.
Zur selben Gattung (Pholidus) gehört die
afrikanische Prigogine-Eule.
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