Neunbindengürteltier

Dasypus novemcinctus


© 1987 Markus Kappeler
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection)



Das Neunbinden-Gürteltier (Dasypus novemcinctus) gehört zur Säugetierordnung der Nebengelenktiere, zu denen auch die Ameisenbären und die Faultiere zählen. Wie seine Verwandten stammt das Neunbinden-Gürteltier ursprünglich aus Südamerika, wo es östlich der Anden weitverbreitet ist. Erst vor rund hundert Jahren ist es von Mexiko her nach Nordamerika eingewandert und hat sich hier rasch ausgebreitet. Heute kommt es in Texas, Oklahoma, Kansas, Missouri, Arkansas, Louisiana, Mississippi, Alabama, Georgia und Florida vor.

Ausgewachsene Neunbinden-Gürteltiere weisen eine Schulterhöhe von 20 cm, eine Kopfrumpflänge von 40 cm und eine Schwanzlänge von 30 cm auf. Ihr Gewicht beträgt rund 7 kg. Wie alle Gürteltiere ist das Neunbinden-Gürteltier auf seiner Oberseite mit einem widerstandsfähigen Hautknochenpanzer bedeckt, der einen wirkungsvollen Schutz gegen Fressfeinde darstellt. Dieser Panzer ist nicht starr, sondern wird durch mehrere querliegende Hautfalten in einzelne «Spangen» unterteilt und weist daher eine gewisse Beweglichkeit auf. Das Neunbinden-Gürteltier Nordamerikas besitzt in der Regel - seinem Namen zum Trotz - acht solcher Spangen; in Zentralamerika hat es aber tatsächlich meist neun davon.

Als weiteres eindrucksvolles Körpermerkmal besitzt das Neunbinden-Guerteltier an den beiden Vordergliedmassen je eine kräftige, bis 3,5 cm lange Kralle. Sie dient zum Aufbrechen von Termitenhügeln und Ameisennestern, von deren Bewohnern sich das gepanzerte Tier hauptsächlich ernährt. Ausserdem eignen sich die Krallen gut zum Graben der Wohnhöhlen, in denen es sich tagsüber aufhält.

Das Neunbinden-Gürteltier lebt ausserhalb der Paarungszeit einzelgängerisch. Die Jungen kommen im März zur Welt, wobei es sich stets um eineiige - und damit gleichgeschlechtliche - Vierlinge handelt. Die Jungen sind Nestflüchter: Schon wenige Stunden nach der Geburt folgen sie ihrer Mutter nach, und mit sechs Monaten sind sie bereits geschlechtsreif.




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