Pampasfuchs
Dusicyon gymnocercus
© 1990 Markus Kappeler / KBV Luzern
(erschienen im Kindersachbuch «Hunde», Kinderbuchverlag
Luzern)
Kopfrumpflänge: ca. 65 cm
Schulterhöhe: ca. 40 cm
Gewicht: 4 - 6,5 kg
Der Pampasfuchs ist im südlichen Südamerika
zu Hause. Wie sein Name andeutet, bewohnt er hauptsächlich
jene offenen, baumlosen Steppen, die man dort «Pampas»
nennt. Auf Fresswanderung geht er zumeist im Schutz der Dunkelheit
und stellt sich dann - wie wir es von den Füchsen gewohnt
sind ein sehr reichhaltiges Menü aus vielerlei tierlichen
und pflanzlichen Stoffen zusammen.
Die Nähe menschlicher Siedlungen scheut der Pampasfuchs
keineswegs. Hier und dort hat er sogar jeden Respekt vor den
«Zweibeinern» verloren: Er dringt nachts in die Dörfer
ein, durchsucht die Abfallhaufen nach Essbarem, stöbert
in den Obst- und Gemüsegärten herum und stellt dem
Geflügel nach. Dadurch macht er sich natürlich nicht
sonderlich beliebt.
Seinen Bau gräbt das Pampasfuchs-Paar selten
selbst. Viel lieber quartiert es sich in einem verlassenen Gürteltierbau
ein. Manchmal findet es aber auch Unterkunft unter den Wurzeln
eines Baumes oder in einer Felsspalte. Dort bringt das Weibchen
gegen Ende des südlichen Frühlings, im Oktober oder
November, seine drei bis sechs Jungen zur Welt. Bereits zwei
Monate später verlassen diese ihre Kinderstube und ziehen
mit ihren Eltern zusammen im Familienverband umher. Und etwa
ein Vierteljahr später machen sie sich dann selbständig.
Weitere in Südamerika beheimatete Fuchsarten
sind der Andenfuchs (Dusicyon culpaeus), der Brasilianische
Kampfuchs (Dusicyon vetulus), der Waldfuchs (Cerdocyon
thous) und der Kurzohrfuchs (Atelocynus microtis).
Über ihre Lebensgewohnheiten ist sehr wenig bekannt.
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