Pampaskatze

Felis (Oncifelis) colocolo


© 1988 Markus Kappeler
(erschienen im Kindersachbuch «Kleinkatzen»)



Kopfrumpflänge: 53 - 70 cm
Schwanzlänge: 27 - 35 cm
Gewicht: 4 - 7 kg

Die Heimat der Pampaskatze ist das südliche Südamerika. Hier tummelt sie sich vorzugsweise im hohen Gras der offenen, baumlosen Steppen, die man «Pampas» nennt - daher ihr Name.

Auf ihren Streifzügen durchs dichte Hochgras bewegt sich die Pampaskatze in auffallend kurzen, raschen Schritten - fast trippelnd - vorwärts. Gern jagt sie Tinamus, Taos und andere rebhuhnartige Vögel der Pampas. Nicht eben zur Freude der ansässigen Indios stattet die hübsche Katze manchmal auch deren Hühnerställen einen nächtlichen Besuch ab.

Ein auffälliges Merkmal der Pampaskatze sind ihre verlängerten, bis sieben Zentimeter messenden Haare auf dem Rücken, die sie bei Gefahr fast wie eine Rückenmähne hochstellen kann. Auch die Wangenhaare sind verlängert und lassen sich bei Erregung abspreizen. Zeigt die gut hauskatzengrosse Pampaskatze dann noch ihre Zähne und faucht dazu, so wirkt sie selbst auf den Menschen furchteinflössend. Dieses Verhalten war es wohl, das den Naturforscher Juan I. Molina 1782 dazu bewog, der Pampaskatze den wissenschaftlichen Namen colocolo zu geben. Colocolo war nämlich ein gefürchteter chilenischer Indianerhäuptling.




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