Schwarzschwanz-Präriehund

Cynomys ludovicianus


© 1987 Markus Kappeler
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection)



Der Schwarzschwanz-Präriehund (Cynomys ludovicianus) gehört innerhalb der Nagetiere zur Gruppe der Erdhörnchen. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 28 bis 35 cm, eine Schwanzlänge von 3 bis 10 cm und ein Gewicht von 700 bis 1400 Gramm. Kennzeichnend für die lebhaften Präriehunde ist ihr hundeartiges Bellen - daher ihr Name.

Die Heimat des Schwarzschwanz-Präriehunds sind die ausgedehnten Kurzgras-Prärien von Montana, Süddakota, Norddakota, Wyoming, Nebraska, Kansas, Colorado, Oklahoma, Arizona, Neumexiko und Texas. Um die Jahrhundertwende lebten die geselligen Pflanzenfresser hier in zusammenhängenden Kolonien, welche sich oftmals über Tausende von Quadratkilometern ausdehnten und mehrere Millionen Tiere umfassten. 800 Millionen Präriehunde soll es damals allein in Texas gegeben haben!

Die ungezählten Millionen Präriehunde verursachten natürlich vielerorts ausgedehnte Schäden: Sie verspeisten nicht nur Kulturpflanzen, sondern auch das Gras auf den Viehweiden. Mit allen möglichen Methoden wurden die Praeriehunde darum in grossen Bereichen ihres Verbreitungsgebiets vollständig ausgerottet. Glücklicherweise vermögen sie sich heute in verschiedenen Schutzgebieten wieder etwas zu erholen.

Die Schwarzschwanz-Präriehunde leben in unterirdisch weit verzweigten Bauen. Von einer 2 bis 3 Meter langen, schräg in die Tiefe führenden Einstiegsröhre gehen rechtwinklig lange Stollen ab, die zu Wohnkesseln führen. Bei dichter Besiedlung sind die Einschlupflöcher in Abständen von 5 bis 6 Metern angelegt. Sie verraten sich durch 20 bis 30 cm hoch aufgetürmte Regenschutzwälle, welche eine Überflutung des Röhrennetzes bei starkem Regen verhindern sollen.

Das Präriehund-Weibchen bringt im Frühjahr - nach einer Tragzeit von 30 Tagen - 4 bis 6 Junge zur Welt. Diese sind bei der Geburt nackt, taub und blind, messen etwa 7 cm und wiegen 14 g. Mit zehn Wochen entwöhnt die Mutter ihre Jungen, überlässt ihnen den Bau und gräbt sich in der Nähe einen neuen.




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