Puma

Felis concolor


© 1987 Markus Kappeler
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection)



Der Puma (Felis concolor) ist etwa so gross wie ein Leopard und damit die grösste aller Kleinkatzen. Erwachsene Männchen erreichen eine Schulterhöhe von 65 bis 80 cm, eine Kopfrumpflänge bis 160 cm und ein Gewicht von 70 bis 80 kg. Die Weibchen sind rund ein Drittel kleiner und leichter als die Männchen.

Der Puma war einstmals über ganz Nord- und Mittelamerika verbreitet gewesen - zwischen Panama im Süden und Kanada im Norden. Nach der Besiedlung Nordamerikas wurde er aber vor allem von den Viehzüchtern unerbittlich verfolgt und in weiten Teilen seines ehemaligen Verbreitungsgebiets vollständig ausgerottet. Restbestände konnten sich nur noch im nordöstlichen Kanada, in Florida und in den Rocky Mountains halten. Dank der im 20. Jahrhundert erlassenen und wirksam vollzogenen Naturschutz- und Jagdgesetze hat sich aber die Pumapopulation glücklicherweise in jüngerer Zeit wieder etwas zu erholen vermocht.

Der Puma ist ein typischer Pirschjäger: Er schleicht seine Beutetiere lautlos an, greift sie dann in raschem Sprung und tötet sie mit einem kräftigen Nackenbiss. Seine Hauptbeutetiere sind Hirsche; ein erwachsener Puma erlegt durchschnittlich fünfzig Hirsche pro Jahr. Daneben erbeutet er aber durchaus auch kleinere Tiere wie Hasen, Hühnervögel oder sogar Baumstachler.

Pumas leben als Einzelgänger. Nur zur Paarungszeit kommen Männchen und Weibchen vorübergehend zusammen und sind dann sehr zärtlich zueinander. Sie wandern und schlafen Seite an Seite und jagen auch gemeinsam. Die Tragzeit beträgt 91 bis 96 Tage. Meistens werden zwei bis vier, gelegentlich bis sechs Junge in einem mit Moos gepolsterten Versteck zwischen Felsen oder in dichtem Gebüsch geboren. Sie sind bei der Geburt nur 25 bis 30 cm lang und wiegen 400 bis 500 g. Etwa zwanzig Monate lang bleiben sie mit ihrer Mutter zusammen und werden in dieser Zeit von ihr sorgfältig in die Kunst der Pirschjagd eingeführt.




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