Rauhfusskauz

Aegolius funereus


© 1989 Markus Kappeler
(erschienen im Kindersachbuch «Eulen»)



Länge: 23 - 25 cm
Gewicht: 130 - 170g
Flügelspannweite: 55 - 60 cm

Der Rauhfusskauz gehört zu den «Nordländern» unter den Eulen: Er kommt in allen kühleren Regionen der nördlichen Erdhalbkugel vor. In Anpassung an seinen frostigen Lebensraum ist der Rauhfusskauz in ein besonders reiches Federkleid gehüllt. Ausserdem sind seine Füsse bis zu den Krallen pelzartig befiedert, was ihm auch seinen Namen gab.

Der Rauhfusskauz hält sich am liebsten in dunklen, alten Nadelwäldern auf. Hier betätigt er sich nachts als Mäusejäger. Als Brutstätte wählt er gewöhnlich eine unbewohnte Spechthöhle. Ab Mitte April sitzt das Weibchen auf seinen vier bis sieben Eiern. Mit einem feinen Kratzen am Baumstamm kann man es in dieser Zeit blitzartig «aus dem Häuschen» bringen. Es betürchtet nämlich, dass es sich um die Klettergeräusche des Baummarders handelt, des Todfeindes aller höhlenbrütenden Eulen. Diesen üblen Trick sollte man aber niemals anwenden und das Weibchen nicht unnötig beim Brutgeschäft stören!

Wie die meisten Eulenkinder verlassen die kaffeebraunen Jungkäuze ihr Nest, noch bevor sie richtig fliegen können. Sie sitzen dann als sogenannte «Ästlinge» in der Gegend herum und lassen sich weiterhin von ihren Eltern mit Mäusen versorgen. Schon bald sind sie aber gut «zu Flügel» und können bereits im Sommer selbständig jagen.

Zur selben Gattung gehören der Sägekauz, der Ridgwaykauz und der Blassstirnkauz.




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