Rotfuchs

Vulpes vulpes


© 1987 Markus Kappeler
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection)



Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) kam in der Neuen Welt ursprünglich nur in Kanada und in den nördlichsten Zonen der heutigen USA vor. Um 1650 wurden aber von vermögenden Grossgrundbesitzern, welche Fuchsjagden europäischen Gepräges mit Pferden und Hunden veranstalten wollten, Rotfüchse aus England nach Virginia und Maryland eingeführt, um 1750 zusätzlich nach New York und New Jersey. Mit der Rodung weiter Waldgebiete vermochte sich die nördliche Fuchspopulation später nach Süden auszudehnen und vermischte sich schliesslich mit den sich rasch ausbreitenden Füchsen aus England. Heute findet man den Rotfuchs in sämtlichen 48 traditionellen Bundesstaaten der USA, in allen Provinzen Kanadas sowie in Alaska.

Ein erwachsenes Rotfuchs-Männchen wiegt im Durchschnitt 4,3 kg. Die Schulterhöhe beträgt etwa 40 cm, die Kopfrumpflänge 70 cm und die Schwanzlänge 30 cm. Die Weibchen sind etwas kleiner und leichter gebaut als die Männchen.

Der Rotfuchs gehört zwar zur Ordnung der Raubtiere; er ist aber ein ausgesprochener Allesfresser. Seine Hauptbeutetiere sind Mäuse, Hasen und Hühnervögel. Daneben nimmt er aber auch allerlei Früchte, Eier, Regenwürmer, Käfer und selbst Aas zu sich.

Männchen und Weibchen des Rotfuchses schliessen sich im Dezember zu Paaren zusammen. Im März bringt dann das Weibchen in einem Erdbau 6 bis 8 Junge zur Welt. Sie messen bei der Geburt 15 bis 20 cm und wiegen 100 bis 115 Gramm. Während der ersten Woche bleibt das Weibchen bei den Jungen im Bau, und das Männchen versorgt die ganze Familie mit Nahrung. Später beteiligt sich auch das Weibchen an der Nahrungsbeschaffung. Im Alter von etwa fünf Wochen erscheinen die Jungfüchse erstmals am Höhleneingang. Mit drei Monaten verlassen sie dann ihre sichere «Burg», begleiten die Eltern auf ihren Jagdausflügen und lernen allmählich die verschiedenen Jagdmethoden kennen. Im September lösen sich die Jungen von den Eltern. Daraufhin trennen sich auch die beiden Altfüchse.




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