Schwarzfussiltis
Mustela nigripes
© 1987 Markus Kappeler / Groth AG
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection,
Groth AG, Unterägeri)
Der Schwarzfussiltis (Mustela nigripes) aus
der Familie der Marder ist heute wahrscheinlich das seltenste
Säugetier Nordamerikas. Früher war die Art recht häufig
in Saskatchewan, Alberta, Montana, Norddakota, Süddakota,
Wyoming, Nebraska, Kansas, Colorado, Utah, Arizona, Neumexiko,
Texas und Oklahoma anzutreffen. Heute überleben von den
einstmals grossen Beständen höchstens noch 25 Tiere.
Der Grund für den Niedergang des Schwarzfussiltis
ist der Bestandszerfall seines Hauptbeutetiers, des Präriehunds.
Dieser ist vom Menschen vielerorts mit Gift planmässig ausgerottet
worden, weil er in den landwirtschaftlichen Kulturen und auf
den Viehweiden massive Schäden verursacht hatte. So wurde
nicht allein die Nahrungsgrundlage des Schwarzfussiltis zerstört,
sondern viele Tiere starben auch, nachdem sie vergiftete Präriehunde
verzehrt hatten. Glücklicherweise ist die Verwendung von
Giften in jüngerer Zeit stark eingedämmt worden. Bereits
haben sich die Präriehund-Bestände in manchen Regionen
etwas erholt, und es ist zu hoffen, dass dadurch der Schwarzfussiltis
wieder eine Überlebens-Chance erhält.
Ausgewachsene Schwarzfussiltis-Männchen erreichen
ein Gewicht von etwa 1 kg und eine Länge von 50 bis 60 cm,
wovon rund ein Viertel auf den Schwanz entfällt. Die Weibchen
sind kleiner und leichter.
Der Schwarzfussiltis lebt die meiste Zeit des Jahres
als Einzelgänger. Als Bau benützt er gern die ausgedehnten
Burgen der Präriehunde, in denen es im Sommer angenehm kühl
und im Winter nicht allzu kalt ist.
Die Paarungen erfolgen im April und Mai. Nach einer
Tragzeit von 42 Tagen bringt das Weibchen im Schutz seiner Höhle
3 bis 5 Junge zur Welt. Das Männchen bleibt zwar mitunter
in der Nähe des Weibchens und der Jungen; es trägt
aber nicht zur Nahrungsbeschaffung bei. Bereits im Juli erscheinen
die Jungen erstmals am Höhleneingang. Und schon wenig später
begleiten sie ihre Mutter auf ihren Streifzügen durch das
Revier.
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