Kalifornischer Seelöwe

Zalophus californianus


© 1987 Markus Kappeler
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection)



Der Kalifornische Seelöwe (Zalophus californianus) gehört innerhalb der Ordnung der Wasserraubtiere zur Familie der Ohrenrobben. Im Gegensatz zu den Seehunden, welche zur Familie der Hundsrobben zählen, vermögen die Seelöwen ihre Hinterflossen nach vorn unter den Körper zu drehen und können dadurch an Land auf allen vier Flossen recht flink gehen, während jene auf dem Land ziemlich unbeholfen sind und sich auf dem Bauch rutschend fortbewegen müssen.

Seelöwen sind auch im Wasser ausgesprochen flinke Tiere. Sie sind dermassen schnelle und gewandte Schwimmer, dass sie die Fische, von denen sie sich zur Hauptsache ernähren, im «Spurt» einzuholen und zu packen vermögen.

Der Kalifornische Seelöwe lebt - wie sein Name sagt - in den kalifornischen Küstengewässern. Vereinzelt ist er nordwärts bis nach Britisch-Kolumbien zu finden. Wie bei den meisten Wasserraubtieren ist auch beim Kalifornischen Seeloewen der Grössenunterschied zwischen Männchen und Weibchen beträchtlich: Ausgewachsene Männchen können bis 230 kg wiegen und eine Länge von 2,2 m erreichen. Die Weibchen hingegen wiegen maximal 90 kg und messen höchstens 1,8 m.

Während der Fortpflanzungszeit versammeln die starken Männchen kleine Weibchengruppen von fünf bis sechs Weibchen um sich und bewachen diese eifersüchtig. Oft patrouillieren sie unermüdlich vor dem Küstenstreifen, auf dem ihr «Harem» ruht, hin und her und weisen jeden Rivalen energisch ab.

Die Jungtiere kommen nach einer Tragzeit von ungefähr einem Jahr im Mai und Juni zur Welt, wiegen 5 bis 6 kg und messen etwa 75 cm. Nach dem Erlernen des Schwimmens versammeln sie sich gruppenweise in stillen Buchten und gehen erst später mit ihren Müttern zusammen ins Meer.

Der Kalifornische Seelöwe fehlt in fast keinem Zoo und lässt sich im Zirkus leicht zu allerlei Kunststücken abrichten. Er ist daher für viele Menschen zum Inbegriff des Seelöwen geworden.




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