Silberdachs

Taxidea taxus


© 1987 Markus Kappeler
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection)



Der Silberdachs (Taxidea taxus) gehort innerhalb der Ordnung der Raubtiere zur Familie der Marder. Ausgewachsene Silberdachse erreichen eine Kopfrumpflänge von 63 bis 72 cm, eine Schulterhöhe von 23 bis 28 cm und ein Gewicht von 5 bis 7 kg. Der kurze Stummelschwanz misst 13 bis 15 cm.

In Nordamerika ist der Silberdachs von den südlichen Regionen Kanadas über die westlichen und zentralen Staaten der USA bis nach Mexiko verbreitet. In jüngerer Zeit hat er sein Verbreitungsgebiet ostwärts bis nach Ohio und New York ausgedehnt.

Der Silberdachs ist ein «Gräber» sondergleichen. Mit seinem kompakten, breitrückigen Körper, den kurzen, muskulösen Gliedmassen und den massiven Klauen an seinen Vorderpfoten vermag er sich so schnell in die Erde einzugraben, dass er förmlich im Boden zu versinken scheint. Diese Fähigkeit kommt ihm nicht nur bei der Feindvermeidung zugut, sondern auch beim Beutefang: Im Gegensatz zum Europäischen Dachs (Meles meles) ernährt sich der Silberdachs nämlich hauptsächlich von tierlicher Nahrung. Zu seinen Hauptbeutetieren gehören Präriehunde, Erdhörnchen und andere erdhöhlenbewohnende Kleinsäuger. In Windeseile gräbt er sich in deren Baue ein und lässt den überraschten Tieren keine Chance mehr zur Flucht.

Auch beim Anlegen seines eigenen Baus, der ihm als Wohnhöhle und als Zufluchtsort vor Fressfeinden dient, scheut der Silberdachs keine Mühe: Bis fünf Meter unter der Erde liegt sein Schlafkessel, und zahlreiche verzweigte Röhren führen von dort in einem weiten Umkreis zur Erdoberfläche.

Die meiste Zeit des Jahres lebt der Silberdachs als Einzelgänger. Nur während der Paarungszeit im August und September kommen Männchen und Weibchen vorübergehend zusammen. Im darauffolgenden Frühjahr bringt dann das Weibchen in seinem Bau 3 bis 4 Junge zur Welt. Diese wagen im Alter von 6 bis 7 Wochen erstmals einen Blick aus ihrer sicheren Burg, folgen schon wenige Tage später der Mutter auf ihren Jagdzügen durchs Revier nach, und bereits im September löst sich die Familie auf.




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