Waldmurmeltier
Marmota monax
© 1987 Markus Kappeler / Groth AG
(erschienen in der American Wildlife Stamp Collection,
Groth AG, Unterägeri)
Das Waldmurmeltier (Marmota monax) gehört
innerhalb der Ordnung der Nagetiere zur grossen Familie der Hörnchen.
Ausgewachsene Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 40
bis 50 cm und ein Gewicht von 2 bis 4 kg. Im Gegensatz zu den
anderen Murmeltierarten, welche grosse Kolonien bilden, lebt
das Waldmurmeltier einzelgängerisch.
Das Waldmurmeltier ernährt sich von Gräsern,
Kräutern, Beeren, Pilzen und anderen pflanzlichen Stoffen.
Gerne dringt es auch in Gemüsegärten und Getreidefelder
ein, weshalb es mancherorts nicht besonders beliebt ist. Im Lauf
des Sommers nimmt das Waldmurmeltier möglichst grosse Mengen
Nahrung zu sich und legt sich so eine dicke Fett schicht zu.
Diese braucht es, um den Winter überstehen zu können.
Ende Oktober zieht es sich nämlich in seinen Bau zurück,
verschliesst die Schlafkammer und kommt bis zum nächsten
Frühjahr nicht mehr hervor.
Das Waldmurmeltier ist ein «echter» Winterschläfer,
bei dem die Stoffwechselprozesse während des winterlichen
Ruhezustandes stark herabgesetzt sind: Seine Körpertemperatur
fällt auf 4 bis 5°C, sein Herz schlägt nur noch
etwa fünfmal pro Minute, und die Zahl der Atemzüge
geht auf 1 bis 2 pro Minute zurück. Nur alle 3 bis 4 Wochen
wacht es vorübergehend auf, um Harn und Kot abzugeben.
In der zweiten Hälfte des Monats Februar tauchen
zuerst die Männchen aus ihren Winterquartieren auf. Sie
gehen aber nicht auf Nahrungserwerb, sondern suchen schnurstracks
den Bau eines benachbarten Weibchens auf und verbringen mit diesem
zusammen die nächsten 3 bis 4 Wochen. In dieser Zeit erfolgen
die Paarungen. Im März verlassen dann Männchen wie
Weibchen endgültig ihre Winterquartiere und gehen fortan
wieder getrennte Wege.
Nach einer Tragzeit von 31 bis 32 Tagen kommen im
April 3 bis 4 Junge zur Welt. Sie sind anfänglich blind
und taub, messen etwa 9 cm und wiegen rund 25 g. Nach dem zwanzigsten
Lebenstag öffnen sich die Augen allmählich, und die
Nagezähne brechen durch. Nach sechs Wochen werden die Jungtiere
entwöhnt und nehmen fortan pflanzliche Kost zu sich.
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