4 Kleinkatzen Thailands:

Marmorkatze - Pardofelis marmorata
Asiatische Goldkatze - Pardofelis temminckii
Flachkopfkatze - Prionailurus planiceps
Bengalkatze - Prionailurus bengalensis


© 2012 Markus Kappeler
(erschienen in der WWF Conservation Stamp Collection)




Artwork by Owen Bell



Die Tierwelt Südostasiens gehört weltweit zu den artenreichsten. Dies lässt sich anhand der Familie der Katzen (Felidae) beispielhaft erkennen: Von den 40 Katzenarten, welche insgesamt auf unserem Planeten leben, kommen 11, also mehr als ein Viertel, im südostasiatischen Raum vor. Davon sind immerhin 9 Arten in Thailand, dem Ausgabeland der vorliegenden Briefmarken, heimisch. Thailand allein beherbergt somit deutlich mehr Katzenarten als Europa (3 Arten), auch mehr als Nordamerika (6 Arten) und sogar mehr als ganz Afrika südlich der Sahara (8 Arten).

Bei den 9 in Thailand heimischen Katzenarten handelt es sich um 3 von weltweit 7 Mitgliedern der Unterfamilie der Grosskatzen (Pantherinae), nämlich um den Leoparden (Panthera pardus), den Tiger (Panthera tigris) und den Nebelparder (Neofelis nebulosa). Ferner um 6 von weltweit 33 Mitgliedern der Unterfamilie der Kleinkatzen (Felinae), nämlich um die Rohrkatze (Felis chaus), die Marmorkatze (Pardofelis marmorata), die Asiatische Goldkatze (Pardofelis temminckii), die Fischkatze (Prionailurus viverrinus), die Flachkopfkatze (Prionailurus planiceps) und die Bengalkatze (Prionailurus bengalensis).

Von der Marmorkatze, der Asiatischen Goldkatze, der Flachkopfkatze und der Bengalkatze soll auf diesen Seiten berichtet werden.


Die Marmorkatze

Die Marmorkatze hat ungefähr die Grösse einer mittelgrossen Hauskatze. Sie wiegt als erwachsenes Tier gewöhnlich 3 bis 4 Kilogramm und weist eine Kopfrumpflänge von 45 bis 60 Zentimetern auf. Die Länge des Schwanzes beträgt 35 bis 55 Zentimeter. Ihren Namen verdankt die Marmorkatze den grossflächigen, dunkel gerandeten «Wolkenflecken», die ihr Fell wie stark gemaserten Marmor aussehen lassen.

Das Verbreitungsgebiet der Marmorkatze erstreckt sich über weite Bereiche Südostasiens - von den Vorbergen des östlichen Himalajas quer durch Hinterindien und südwärts durch die Malaiische Halbinsel bis zu den grossen Sundainseln Borneo und Sumatra. Innerhalb dieses Areals bewohnt sie hauptsächlich immergrünen tropischen Regenwald.

Wie die meisten Katzenarten ist die Marmorkatze ein einzelgängerisches, heimlich lebendes und vorwiegend nachts aktives Wesen. Die Nähe des Menschen mag sie gar nicht und bewohnt ausschliesslich ungestörte Wälder in möglichst abgelegenen Gegenden. Es ist darum nicht verwunderlich, dass erst wenig über ihre Lebensweise im Freiland bekannt ist.

Die Beobachtung von Individuen in Menschenobhut zeigt, dass die Marmorkatze ausserordentlich wendig und geschickt zu klettern vermag. Auch ihr langer, kräftiger, buschiger Schwanz - ein Merkmal vieler baumbewohnender Säugetiere - und weitere körperbauliche Eigenheiten deuten darauf hin, dass das Klettern ihre Spezialität ist. Tatsächlich scheint sie - von der südamerikanischen Langschwanzkatze (Leopardus wiedii) abgesehen - die einzige Kleinkatze zu sein, die sich vorwiegend im Geäst des Kronendachs umherbewegt und dort Jagd auf Vögel, Hörnchen, Echsen und andere Kleintiere macht.

Die Marmorkatze hat sich verschiedentlich in Menschenobhut fortgepflanzt. Normalerweise kommen nach einer Tragzeit von 66 bis 82 Tagen zwei Junge zur Welt. Sie wiegen bei der Geburt 60 bis 80 Gramm und sind wie alle Katzenbabys anfangs blind und völlig hilflos. Ihre Augen öffnen sich etwa am zwölften Lebenstag. Die Entwöhnung findet im Alter von gut zwei Monaten statt. Marmorkatzen werden im Alter von anderthalb bis zwei Jahren fortpflanzungsfähig und erreichen in Menschenobhut ein Alter von bis zu zwölf Jahren.


Die Asiatische Goldkatze

Die Asiatische Goldkatze ist deutlich grösser als die Marmorkatze. Die Kopfrumpflänge der erwachsenen Individuen reicht im Allgemeinen von 70 bis 105 Zentimetern, die Schwanzlänge von 40 bis 55 Zentimetern und das Körpergewicht von 9 bis 16 Kilogramm, wobei die Männchen im Durchschnitt klar grösser und schwerer sind als die Weibchen. Der Name «Goldkatze» ist ein wenig irreführend, denn die Grundfärbung des Fells ist keineswegs immer goldfarben, sondern ausgesprochen variabel - von fuchsrot über zimtfarben bis schiefergrau und sogar schwarz. Auch die Zeichnung des Goldkatzenfells ist sehr veränderlich: Neben fast ungemusterten Individuen finden sich getupfte und gefleckte, in China sogar marmorierte.

Die Asiatische Goldkatze ist in Südostasien sehr weit verbreitet, von Tibet, Nepal, Bhutan und Assam bis zum südöstlichen China im Osten und bis Malakka im Süden. Sie kommt ferner auf den Inseln Sumatra und Borneo sowie Hainan und Taiwan vor. Hinsichtlich ihrer Lebensraumansprüche ist sie sehr flexibel. Zum einen kommt sie von Meereshöhe bis in Lagen von über 3500 Metern im Himalaja vor, zum anderen wurde sie in vielen verschiedenen Lebensräumen festgestellt, hauptsächlich in Wäldern aller Art, jedoch auch in Bambusdickichten sowie in offeneren Strauch- und Hochgrasgegenden.

Wie die Marmorkatze lebt die Asiatische Goldkatze scheu und einzelgängerisch. Im thailändischen Phu-Khieo-Wildpark konnte im Rahmen einer Feldstudie an zwei besenderten Individuen, einem Männchen und einem Weibchen, hingegen festgestellt werden, dass die Art keineswegs nachtaktiv ist, wie von alters her angenommen worden war. Beide Tiere waren vornehmlich am Tag und in der Morgen- und Abenddämmerung unterwegs. Ebenfalls im Unterschied zur Marmorkatze bewegt sich die Asiatische Goldkatze vorzugsweise am Boden umher. Sie bejagt ein breites Spektrum von Beutetieren und vermag sogar Huftiere zu erlegen, welche deutlich grösser sind als sie selbst, darunter Schweine (Sus spp.), Gorale (Nemorhaedus spp.) und Sambarhirsche (Rusa unicolor).

In Menschenobhut bringen die weiblichen Asiatischen Goldkatzen nach einer Tragzeit von etwa 80 Tagen gewöhnlich ein einzelnes Junges zur Welt. Die Neugeborenen wiegen 220 bis 250 Gramm. Geschlechtsreif werden sie mit 18 bis 24 Monaten. In Menschenobhut können Goldkatzen etwa 17 Jahre alt werden.


Die Flachkopfkatze

Die Flachkopfkatze hat ein wesentlich kleineres Verbreitungsgebiet als die Marmorkatze und als die Asiatische Goldkatze. Sie kommt nur in tief liegenden Regenwäldern auf der Malaiischen Halbinsel und auf den beiden benachbarten Sundainseln Sumatra und Borneo vor. Innerhalb ihres beschränkten Verbreitungsgebiets ist sie dermassen selten, dass sie 1985 für ausgestorben erklärt worden war. Erfreulicherweise konnten aber inzwischen wieder mehrfach wild lebende Individuen gesichtet und teils auch fotografiert werden.

Die Flachkopfkatze ist eine ziemlich kleine, schlank gebaute, wenig gemusterte Katze mit kurzem Schwanz. Ihre Kopfrumpflänge beträgt 40 bis 50 Zentimeter, die Schwanzlänge um 15 Zentimeter und das Höchstgewicht etwa 2,5 Kilogramm. In ihrem Körperbau weicht die Flachkopfkatze ziemlich stark von den anderen südostasiatischen Kleinkatzen ab: Unter anderem hat sie im Gegensatz zu ihnen auffallend grosse Augen, kleine, weit seitlich am Kopf ansetzende Ohren und ein besonders flaches Schädeldach - daher ihr Name. Zwischen den Zehen ihrer Pfoten befinden sich Ansätze von Schwimmhäuten. Zudem besitzt sie ein katzenuntypisches Gebiss: Die Vorbackenzähne, welche bei anderen Katzenarten normalerweise recht klein sind, sind kräftig ausgebildet, und alle Zähne sind ziemlich spitz.

Über die Lebensgewohnheiten der Flachkopfkatze wissen wir aufgrund ihrer ausserordentlichen Seltenheit so gut wie gar nichts. Die genannten körperbaulichen Eigenheiten, die Verhaltensweisen von Individuen in Menschenobhut und die ganz wenigen Informationen, die aus Sichtungen frei lebender Individuen vorliegen, deuten aber darauf hin, dass die Flachkopfkatze stark an das Leben am Wasser und an das Erbeuten von aquatischen Tieren angepasst ist.

Jedenfalls fanden fast alle Sichtungen von Flachkopfkatzen in unmittelbarer Nähe von Sümpfen, Flüssen und Seen statt. Ferner bestand der Mageninhalt erlegter Flachkopfkatzen aus Fischen und Krebstieren. Und nicht zuletzt zeigen Flachkopfkatzen in Menschenobhut keinerlei Scheu vor Wasser, sondern verbringen im Gegenteil viel Zeit spielerisch beschäftigt oder einfach sitzend selbst in kleinen Wasserbecken. Lebende Fische, die ihnen angeboten werden, packen sie direkt mit ihren Kiefern und tauchen dabei mit dem ganzen Kopf unter Wasser. Dabei erweisen sich ihre spitzen Zähne als sehr hilfreich, denn sie eigenen sich hervorragend zum Fangen und Festhalten von schlüpfriger Beute.

In der freien Wildbahn wurden Flachkopfkatzen bisher ausnahmslos einzeln angetroffen, und zwar meistens in der Nacht oder in der Morgendämmerung. Bei den wenigen Geburten, die bisher in Menschenobhut erfolgten, kamen zwei Mal Einzelkinder und ein Mal Zwillinge zur Welt. Die Tragzeit dauerte etwa acht Wochen. In Menschenobhut sind einzelne Individuen bis 14 Jahre alt geworden.


Die Bengalkatze

Im Gegensatz zur stark spezialisierten und wohl darum so seltenen Flachkopfkatze ist die Bengalkatze eine sehr anpassungsfähige und entsprechend weit verbreitete Kleinkatze. Sie kommt in weiten Bereichen Süd-, Südost- und Ostasiens vor - vom Nordosten Afghanistans und vom nördlichen Pakistan quer durch den Indischen Subkontinent, die Hinterindische Halbinsel und das südliche China bis zur Korea-Halbinsel und zum fernöstlichen Russland im Osten und zu den Sundainseln Sumatra, Borneo und Java im Süden. Sie ist ferner die einzige Wildkatze in Japan, wo sie auf den beiden Inseln Iriomote und Tsushima vorkommt, sowie auf den Philippinen, wo sie auf den Inseln Palawan, Panay, Negros und Cebu heimisch ist. Auch die Inseln Hainan und Taiwan hat sie zu besiedeln vermocht.

Wie es bei Tieren mit solch weiter Verbreitung häufig der Fall ist, können Färbung, Zeichnung und Körpergrösse der Bengalkatze je nach Herkunftsregion recht unterschiedlich sein. In den tropischen Bereichen, so auch in Thailand, ist die Grundfarbe des Fells mehrheitlich gelbbraun, in den Gebieten weiter nördlich eher grau. Zwar ist das Fell stets mit dunklen Flecken gemustert, doch sind deren Grösse und Anordnung sehr variabel. Im Norden sind die Flecken oft grosse Rosetten, im Süden hingegen mehrheitlich kleine Tupfen.

Hinzu kommt, dass die Individuen in den nördlichen Regionen des Verbreitungsgebiets im Durchschnitt erheblich grösser sind als diejenigen in den tropischen Regionen, wobei aber die Männchen stets grösser sind als die Weibchen. Die grössten Männchen in Russland können bis über 7 Kilogramm wiegen, während diejenigen in den Tropen selten schwerer sind als 4 Kilogramm. Kleinere erwachsene Weibchen in den Tropen bringen sogar oftmals weniger als 1 Kilogramm auf die Waage. Die Kopfrumpflänge bemisst sich bei den Individuen in den Tropen normalerweise auf 40 bis 60 Zentimeter, die Länge des Schwanzes auf 17 bis 25 Zentimeter.

Zwar bewohnen die Bengalkatzen vorzugsweise bewaldete Gebiete, doch sind sie hinsichtlich des Waldtyps wenig anspruchsvoll und finden sowohl in tropischen Tieflandregenwäldern als auch in Bergnadelwäldern, in Sekundärbuschwäldern und sogar in Plantagen aller Art ein Auskommen. Aufgrund ihrer Häufigkeit sind die Bengalkatzen besser erforscht als die anderen asiatischen Kleinkatzen. Unter anderem wurden im thailändischen Phu-Khieo-Wildpark zwischen 1999 und 2003 zwanzig Individuen mit Senderhalsbändern versehen und monatelang erforscht.

Die Bengalkatzen sind vor allem dämmerungs- und nachtaktiv. Den Tag verbringen sie teils im Geäst eines Baums, teils in Dickichten am Boden. Auf die Jagd gehen sie einzelgängerisch in der unteren Etage ihres Heimatwalds. Ihr Beutetierspektrum ist sehr breit und reicht von Hasen und anderen Kleinsäugern über Vögel, Echsen und Fische bis hin zu Krebstieren und grossen Insekten. In vielen Bereichen des Verbreitungsgebiets bilden aber kleine Nagetiere den Grossteil ihrer Kost.

2 bis 4 Junge bringt das Bengalkatzenweibchen nach einer Tragzeit von 60 bis 70 Tagen zur Welt. Die Neugeborenen wiegen 75 bis 130 Gramm. Sie öffnen ihre Augen meistens nach zehn Tagen. Die Entwöhnung von der Muttermilch erfolgt im Alter von etwa drei Monaten. Ausgewachsen sind sie zwar erst mit etwa 18 Monaten, doch beteiligen sie sich in Menschenobhut oft schon im Alter von 8 bis 10 Monaten am Fortpflanzungsgeschehen. Die maximale Lebenserwartung liegt in Menschenobhut bei etwa 16 Jahren.


Naturlandschaften unter Druck

Die vier vorgestellten Kleinkatzenarten unterscheiden sich nicht nur in ihrem Aussehen und in ihrer Lebensweise voneinander, sondern auch im Ausmass ihrer Gefährdung. Jede von ihnen wird von der Weltnaturschutzunion (IUCN) einer anderen Gefährdungskategorie zugewiesen.

Kaum überraschend gehört die  Bengalkatze als anpassungsfähige «Allerweltskatze» zu den wenigen Katzenarten, welche gegenwärtig als «Nicht gefährdet» (Least Concern) eingestuft werden. Die hoch spezialisierte Flachkopfkatze steht, ebenfalls kaum verwunderlich, am anderen Ende der Skala und gilt als «Stark Gefährdet» (Endangered). Die beiden anderen Kleinkatzenarten befinden sich irgendwo zwischen diesen beiden Extremen: Die Marmorkatze gilt als «Verletzlich» (Vulnerable), die Asiatische Goldkatze als «Potenziell Gefährdet» (Near Threatened).

Leider ist zu befürchten, dass sich die Bestandssituation bei allen vier Arten zukünftig verschlechtern wird, denn im dicht bevölkerten und sich rasch entwickelnden Südostasien werden die verbleibenden Naturlandschaften, insbesondere die natürlichen Wälder und die Feuchtgebiete, mit grossem Tempo und auf breiter Front vom Menschen für seine Zwecke erschlossen und umgenutzt. Gut geführte, grossflächige Naturschutzgebiete wie der 1560 Quadratkilometer grosse thailändische Phu-Khieo-Wildpark werden darum für das Überleben der ansässigen Katzenarten und mithin der ungemein artenreichen Fauna Südostasiens immer bedeutsamer.



Legenden

Die Marmorkatze  (Pardofelis marmorata) hat die Grösse einer mittelgrossen Hauskatze: Als erwachsenes Tier wiegt sie im Allgemeinen 3 bis 4 Kilogramm und weist eine Kopfrumpflänge von 45 bis 60 Zentimetern auf. Ihren Namen verdankt sie den grossflächigen, dunkel gerandeten «Wolkenflecken», die ihr Fell wie stark gemaserten Marmor aussehen lassen. Sie bewohnt zur Hauptsache immergrünen tropischen Regenwald. Dort bewegt sie sich meistens im Geäst des Kronendachs umher und macht Jagd auf Vögel, Hörnchen, Echsen und andere Kleintiere.

Die Asiatische Goldkatze (Pardofelis temminckii) ist ein mittelgrosses Mitglied der Katzenfamilie: Die Kopfrumpflänge der erwachsenen Individuen reicht gewöhnlich von 70 bis 105 Zentimetern, das Körpergewicht von 9 bis 16 Kilogramm. Sie bewegt sich vorzugsweise in bewaldeten Gebieten am Boden umher und bejagt dort ein breites Spektrum von Beutetieren, wobei sie sogar Huftiere zu erlegen vermag, welche deutlich grösser sind als sie selbst, darunter ziegenartige Gorale und Sambarhirsche.

Die Flachkopfkatze (Prionailurus planiceps) ist eine ziemlich kleine, schlank gebaute, kurzschwänzige Katze. Ihre Kopfrumpflänge beträgt 40 bis 50 Zentimeter, das Höchstgewicht etwa 2,5 Kilogramm. Soweit wir wissen, ist sie stark an das Leben in Sümpfen und an Gewässerrändern sowie an das Erbeuten von Fischen, Fröschen, Krabben und weiteren aquatischen Tieren angepasst. Die Aufnahme stammt vom Ufer des Menanggol-Flusses im malaysischen Bundesstaat Sabah auf Borneo.

Die Bengalkatze (Prionailurus bengalensis) ist eine sehr anpassungsfähige und im süd- südost- und ostasiatischen Raum weit verbreitete Kleinkatze. In den tropischen Bereichen des Verbreitungsgebiets beträgt die Kopfrumpflänge der erwachsenen Individuen normalerweise 40 bis 60 Zentimeter, das Gewicht etwa 1 bis 4 Kilogramm, wobei die Weibchen im Durchschnitt deutlich kleiner sind als die Männchen. Je Wurf bringt das Bengalkatzenweibchen zwei bis vier Junge zur Welt.

Die Flachkopfkatze kommt einzig im unmittelbaren Bereich von Gewässern in tropischen Tiefland-Regenwäldern auf der Malaiischen Halbinsel und auf den Sundainseln Sumatra und Borneo vor. Sie ist dermassen selten, dass sie 1985 für ausgestorben erklärt worden war. Erfreulicherweise konnten inzwischen wieder mehrfach wild lebende Individuen gesichtet und teils auch fotografiert werden, darunter dieses Individuum, das im März 2009 im Tangkulap-Reservat im Norden Borneos in eine Kamerafalle tappte.




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