Ananasseegurke - Thelenota ananas

Dunkelgrüne Seegurke - Stichopus chloronotus

Augenfleck-Seegurke - Bohadschia argus

Strichelseegurke - Pearsonothuria graeffei


© 2009 Markus Kappeler
(erschienen in der WWF Conservation Stamp Collection)



Das Reich der Tiere wird heute im Allgemeinen in 36 Stämme gegliedert. Von diesen kommen 19 ausschliesslich im Meer vor. Einer davon - mit rund 6600 Arten der artenreichste - ist der Stamm der Stachelhäuter (Echinodermata).

Die Stachelhäuter sind weltweit in allen Meeren und Ozeanen heimisch, von den Tropen bis zu den polaren Gewässern der Arktis und Antarktis und von der lichtdurchfluteten, turbulenten Gezeitenzone bis hinunter zur finsteren, stillen Tiefsee. Als erwachsene Tiere leben die meisten Stachelhäuter auf dem Meeresboden und können zwar nicht sonderlich schnell, aber doch gemächlich kriechend weite Strecken zurücklegen. Manche Arten graben sich dauerhaft in den Meeresboden ein und führen ein verborgenes Dasein. Freischwimmend sind einzig ein paar Seegurkenarten der Tiefsee.

Die heutigen Stachelhäuter werden in fünf Klassen gegliedert: die Seesterne (Klasse Asteroidea) mit etwa 1500 Arten, die Schlangensterne (Klasse Ophiuroidea) mit ungefähr 2000 Arten, die Seeigel (Klasse Echinoidea) mit rund 1000 Arten, die Seelilien und Federsterne (Klasse Crinoidea) mit zirka 700 Arten und die Seegurken oder Seewalzen (Klasse Holothuroidea) mit weltweit etwa 1400 Arten.

Vier Seegurkenarten, welche in den Flachwasserbereichen des Indopazifiks weit verbreitet vorkommen, sind die Ananasseegurke (Thelenota ananas), die Dunkelgrüne Seegurke (Stichopus chloronotus), die Augenfleck-Seegurke (Bohadschia argus) und die Strichelseegurke (Pearsonothuria graeffei). Alle vier kommen in den Hoheitsgewässern des Britischen Territoriums im Indischen Ozean (BIOT) vor, welches die vorliegenden Briefmarken verausgabt hat. BIOT besteht aus fünf Atollen sowie zwei angehobenen Korallenkalkinseln, welche gesamthaft als «Chagos-Archipel» bezeichnet werden. Die gesamte Landfläche beläuft sich auf lediglich 60 Quadratkilometer, die zum Territorium gehörende Meeresfläche hingegen auf 54 400 Quadratkilometer (Schweiz: 41 285 km2).


Sie liegen auf der Seite

Anatomisch gesehen gehören die Stachelhäuter zweifellos zu den ungewöhnlichsten Tierformen, denn sie weisen - im Gegensatz zur sonst allgemein üblichen Zweiseitigkeit - einen kreisförmigen Bauplan mit fünf Achsen auf. Es gibt bei ihnen also kein Vorn und Hinten, kein Links und Rechts, sondern bloss ein Oben und Unten. Die Fünfstrahligkeit bezieht sich nicht allein auf die äussere Form, sondern auch auf die inneren Organe, von denen alle wichtigen in fünffacher Ausführung vorhanden sind.

Bemerkenswert ist ferner, dass den Stachelhäutern ein Kopf ebenso fehlt wie ein Hirn. Sie verfügen allerdings über ein komplexes Netz von Nervenzellen, das über den gesamten Körper verteilt ist und wahrscheinlich ähnlich leistungsfähig ist wie das bei anderen Wirbellosen übliche nervliche «Schaltzentrum» im Kopfbereich. Auch Augen und weitere Sinnesorgane fehlen. Stattdessen verfügen die Stachelhäuter über zahlreiche Sinneszellen, welche verstreut in die Oberhaut eingelagert sind und auf Licht, Temperatur, Schwerkraft, Strömungsrichtungen, im Wasser gelöste chemische Stoffe und weitere Reize reagieren.

Einzigartig ist im Übrigen die Fortbewegungsweise der Stachelhäuter, die mit Hilfe von «Schlauchfüsschen» erfolgt. Es handelt sich dabei um Ausstülpungen eines speziellen Wassergefässsystems, das sich im Körperinneren befindet. Durch hydraulische Druckregulierung können die aus Poren in der Haut hervortretenden Füsschen ausgedehnt oder zusammengezogen und dank feinster Muskelfasern auch bewegt und für schreitende Bewegungen eingesetzt werden.

Bei manchen Stachelhäuterformen, besonders bei gewissen Seesternen und Seeigeln, ist der kreisförmige, fünfachsige Körperbauplan sehr augenfällig: Teils haben sie fünf Arme, teils weist ihre kugelige Schale fünf Segmente auf. Bei anderen ist er weniger gut ersichtlich, weil sie beispielsweise erheblich mehr als fünf Arme haben oder weil ihr Körper mit zahlreichen Stacheln übersät ist, welche das Grundmuster verdecken.

Am wenigsten deutlich ist der Bauplan bei den Seegurken. Dies hat vor allem damit zu tun, dass sie sich im Laufe ihrer Stammesgeschichte auf die Seite gelegt haben. In der Folge haben sie drei ihrer fünf Füsschen-Doppelreihen auf die dem Boden zugewandte Körperseite verlegt und die beiden anderen zurück- oder zu Warzenbändern umgebildet, so dass man heute gewissermassen eine «Kriechsohle» von einem «Rücken» unterscheiden kann. Ausserdem gibt es bei ihnen jetzt - wie bei den meisten Tieren üblich - einen «Vorderpol» mit dem Mund und einen «Hinterpol» mit dem After.

Die Ernährungsgewohnheiten innerhalb des Stamms der Stachelhäuter sind sehr vielfältig. Das Spektrum reicht von Seelilien, welche planktonische Nahrungspartikel aus dem sie umgebenden Wasser herausstrudeln, über Seeigel, welche mit ihren scharfen Zähnen Algen von Steinen des Meeresbodens abweiden, bis hin zu aktiven Muscheljägern unter den Seesternen. Die Seegurken haben nochmals andere Ernährungsstrategien: Einige suchen mit ihren Mundtentakeln, umgewandelten Schlauchfüsschen, aktiv nach Nahrungsdingen, die sie dann gezielt vom Meeresboden aufnehmen. Andere haben einen stark vergrösserten, buschig verzweigten Tentakelkranz im Mundbereich, an welchem Planktonorganismen wie an einer Leimrute kleben bleiben und der von Zeit zu Zeit in den Schlund gesteckt und «abgelutscht» wird. Die meisten aber kriechen gemächlich über den Meeresboden und fressen sich gewissermassen durch die oberflächlichen Bodenschichten. Die organischen Bestandteile - darunter Algen sowie Rädertierchen und andere Mitglieder der so genannten «Sandlückenfauna», ferner abgestorbene, auf den Boden gesunkene Planktonorganismen und weitere tierliche und pflanzliche Sedimente - werden verdaut, während die unverdaulichen mineralischen Bestandteile nach der Darmpassage wieder ausgeschieden werden.

Bei den meisten Seegurken sind die Individuen getrenntgeschlechtlich (eingeschlechtlich); es gibt also Männchen und Weibchen. Nur wenige Arten sind doppeltgeschlechtlich (zweigeschlechtlich), also Zwitter. Zur Fortpflanzung schreiten die getrenntgeschlechtlichen Seegurken saisonal, bei örtlich günstigen Umweltbedingungen, und zwar paar-, gruppen- oder sogar buchtweise. Dabei verankern sie sich mit dem Hinterende auf einem exponierten Felsstück oder Korallenblock, richten sich dann senkrecht auf und entlassen aus ihrer am Vorderende neben dem Mund befindlichen Geschlechtsöffnung eine weissliche bis gelbliche Samen- bzw. Eizellenflüssigkeit.

Die Befruchtung der Eier findet unmittelbar nach dem Ablaichen im freien Wasser statt, und der Nachwuchs ist von Anfang an auf sich selbst gestellt. Die winzigen Eier schweben zunächst frei im Wasser. Schon nach etwa einem Tag schlüpfen aus ihnen ebenso winzige Larven, welche keinerlei Ähnlichkeit mit ihren Eltern haben und zunächst ebenfalls freischwebend, also «planktonisch» leben. Zwar verfügen sie über kleine Wimpernbänder, mit deren Hilfe sie leichte Schwimmbewegungen auszuführen vermögen. Grundsätzlich sind sie aber ganz den Meeresströmungen ausgeliefert. Als Nahrung dienen ihnen noch winzigere, ebenfalls planktonische Organismen.

Im Verlauf von ein paar Wochen durchlaufen die Larven mehrere Entwicklungsstufen - und werden in dieser Zeit zumeist weit von ihrem Geburtsort fortgetragen. Eines schönen Tages lassen sie sich schliesslich auf einem Korallenriff nieder und wandeln sich zu Miniatur-Seegurken um. Deren Durchmesser bemisst sich auf weniger als einen Millimeter.

Wie alle Stachelhäuter werden die jungen Seegurken erst nach zwei bis drei Jahren geschlechtsreif. Welches Alter sie erreichen können, wissen wir nicht. Dass sie «unsterblich sind, falls sie nicht irgendwann eines unnatürlichen Todes sterben», wie es von alters her immer wieder heisst, wagen wir zu bezweifeln. Gemäss neusten Untersuchungen im Rahmen eines Forschungsprogramms über die Seegurkenbestände der australischen Korallenriffe könnten aber Lebensspannen von hundert und mehr Jahren durchaus möglich sein.


Die Ananasseegurke

Die Ananasseegurke ist ein Mitglied der Familie Stichopodidae, deren Mitglieder grossenteils eine warzige oder höckerige Haut aufweisen. Sie ist eine stattliche Art, welche eine Körperlänge von bis zu 80 Zentimetern, einen Durchmesser von 15 Zentimetern und ein Gewicht von 7 Kilogramm erreichen kann. Die ganze Oberseite ist geprägt durch recht grosse, ein- bis dreizackige Hautausstülpungen, Papillen genannt. Sie verleihen der Ananasseegurke das Aussehen einer Unterwasser-Ananas - daher der Artname. Um den Mund herum finden sich 20 lange, braune Tentakel.

Die Ananasseegurke ist in den tropischen und subtropischen Bereichen des Indischen und des Pazifischen Ozeans weit verbreitet, von Ostafrika ostwärts bis zum Zentralpazifik. Gewöhnlich hält sie sich im Bereich von Korallenriffen auf Sand- und Geröllflächen in Tiefen von 2 bis 30 Metern auf. Sie scheint nirgendwo besonders häufig zu sein. Die höchsten beobachteten Bestandsdichten liegen bei etwa einem erwachsenen Individuum je 30 Quadratmeter.


Die Dunkelgrüne Seegurke

Die Dunkelgrüne Seegurke ist ebenfalls ein Mitglied der Familie Stichopodidae. Sie ist deutlich kleiner als die Ananasseegurke und erreicht eine Länge von nur etwa 35 Zentimetern und ein Höchstgewicht um 400 Gramm. Der fünfstrahlige Körperbau ist bei ihr gut erkennbar: An den seitlichen Rändern des «Rückens» befinden sich je zwei Doppelreihen grosser, kegelförmiger Papillen, deren Spitzen rot oder orange sind, und auf der «Bauchseite» drei Doppelreihen von Schlauchfüsschen. Der Mund ist von 20 dicken, dunkelgrünen Tentakeln umgeben.

Die Dunkelgrüne Seegurke kommt im Indopazifik von der Ostküste Afrikas bis nach Japan und Hawaii im Nordosten und zu den südpazifischen Inseln im Südosten vor. Sie lebt im Bereich von Korallenriffen bis in Tiefen von 15 Metern und kann gebietsweise recht zahlreich sein. Bestandsdichten von einem erwachsenen Individuum je zwei bis drei Quadratmeter sind nicht ungewöhnlich.


Die Augenfleck-Seegurke

Die Augenfleck-Seegurke ist ein Mitglied der Familie Holothuriidae. Sie ist ein grosses Tier, das eine Länge von bis zu etwa 60 Zentimetern und ein Gewicht von über 2 Kilogramm erreichen kann. Im Unterschied zur Ananasseegurke und zur Dunkelgrünen Seegurke hat sie eine glatte Haut. Auf der Oberseite weist dieselbe zahlreiche augenartige Flecken auf, in deren Mitte sich je ein Schlauchfüsschen befindet. Der Mund ist von 20 kurzen, dunklen Tentakeln umsäumt.

Die Augenfleck-Seegurke kommt im Indopazifik weit verbreitet vor, von der Küste Ostafrikas bis zu den Inseln des Südpazifiks. Auch sie ist eine Korallenriffbewohnerin und selten in mehr als 30 Meter tiefem Wasser anzutreffen.

Die auffällige Zeichnung der Augenfleck-Seegurke könnte eine Warntracht sein, denn sie verfügt, wie ein paar andere Mitglieder der Holothuriidae-Familie, über eine interessante Methode der Feindabwehr: Sie kann so genannte «Cuviersche Schläuche» - klebrige, dünne, weissliche Fäden, welche im Inneren des weiten Enddarms befestigt sind - bei Feindgefahr durch den After gezielt in Richtung des Feinds ausspritzen. Die Fäden verwirren den Angreifer, bleiben teils an ihm haften und sondern ein starkes, lähmendes Gift (Holothurin) ab. Nach Gebrauch werden die Cuvierschen Schläuche wieder eingezogen; die abgerissenen wachsen für zukünftigen Gebrauch wieder nach.


Die Strichelseegurke

Die Strichelseegurke ist wie die Augenfleck-Seegurke ein Mitglied der Familie Holothuriidae. Sie ist etwas kleiner und erreicht eine Länge von maximal etwa 45 Zentimetern und ein Gewicht um 1,3 Kilogramm. Ihre Oberseite weist auf hellem Grund zahlreiche kleine, dunkelbraune Tupfen und ein paar Striche auf, ferner kegelförmige Papillen mit weisser Spitze. Ihre 25 Mundtentakel sind gross und schwarz und weisen an ihrem Ende ausgefranste, weissgelbe Scheiben auf. Letztere schaben beim Zurückziehen der Tentakel wie eine Harke über den Untergrund und «baggern» die Bodensubstanz in den Mund.

Die Strichelseegurke kommt im Roten Meer und im gesamten tropischen Indopazifik vor. Sie bewohnt Korallenriffe in Tiefen von 2 bis 40 Metern und kommt normalerweise in geringen Bestandsdichten von typischerweise etwa einem Individuum je 200 Quadratmeter vor. Sie kann gut klettern und vermag selbst senkrechte Hindernisse zu überwinden.

Wie die Augenfleck-Seegurke verfügt sie über Cuviersche Schläuche, die sie aber nur im äussersten Notfall ausstösst. Dieselben scheinen jedoch permanent Giftstoffe abzusondern, welche durch den After austreten, sich um die Seegurke hüllen und diese so vor Fressfeinden schützen.


Trepang oder Bêche-de-mer

Über die Bestandsgrössen und -dichten der vorgestellten Seegurkenarten liegen keine genaueren Informationen vor. Alle vier sind aber noch immer weit verbreitet, und sie scheinen vielerorts gesunde Bestände aufzuweisen. Sie gelten deshalb nicht als in ihrem Fortbestand gefährdet.

Zweifellos stehen sie aber unter Druck seitens des Menschen. Denn Seegurken stellen in der orientalischen Küche Indonesiens, der Philippinen, Japans und einiger weiterer Länder Südostasiens eine Delikatesse dar. Ausserdem gelten sie in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als Heilmittel, vor allem zur Förderung der Langlebigkeit, aber auch gegen Altersdemenz, altersbedingte Inkontinenz und weitere Leiden. Aus beiden Gründen erzielen Seegurken auf dem internationalen Markt, wo ihr Handelsname Trepang (malaiisch für Seegurke) oder Bêche-de-mer (französisch; von portugiesisch bicho do mar für Meereswurm) lautet, hohe Preise. Bis zu 100 US-Dollar kostet ein Kilo der getrockneten «Leckerbissen» heute auf den Märkten von Hongkong, Singapur und Taiwan. (Die Seegurken werden für den Verkauf von den Eingeweiden befreit und getrocknet, oft zusätzlich auch geräuchert.)

Höchst begehrt ist die Ananasseegurke (genannt «Prickly Redfish»). Die Dunkelgrüne Seegurke («Greenfish») gilt ebenfalls als qualitativ erstklassig, während die Augenfleck-Seegurke («Leopardfish») und die Strichelseegurke («Orangefish») als mittelklassig eingestuft werden. Da sie alle in den oberflächennahen Meeresbereichen leben und nicht flüchtig sind, können sie mit einfachen Mitteln in grosser Zahl gesammelt werden.

Von der Ananasseegurke wissen wir, dass sie aus manchen Bereichen ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets, besonders in Südostasien und im Südpazifik, bereits gänzlich verschwunden ist. Bei den drei anderen Arten dürfte dies über kurz oder lang ebenfalls der Fall sein. Erfreulicherweise gibt es aber im indopazifischen Raum zahlreiche entlegene Inseln, darunter den Chagos-Archipel, welche kaum je von Trepangfängern besucht werden und wo diese bizarren Tiere darum weiterhin in gesunden Beständen vorkommen. Vorderhand muss darum noch kein Alarm gegeben werden.




Legenden

Die Ananasseegurke (Thelenota ananas) ist ein stattliches Mitglied der weltweit etwa 1400 Arten umfassenden Klasse der Seegurken oder Seewalzen (Holothuroidea). Grossgewachsene Individuen erreichen eine Länge von bis zu 80 Zentimetern, einen Durchmesser von 15 Zentimetern und ein Gewicht von 7 Kilogramm. Ihren Namen verdankt die Ananasseegurke den grossen, ein bis dreizackigen Papillen auf ihrer Oberseite, die sie von weitem wie eine Unterwasserananas aussehen lassen.

Wie die anderen drei auf diesen Seiten vorgestellten Seegurkenarten ist die Ananasseegurke im Indopazifik heimisch, zwischen der Ostküste Afrikas im Westen und der südpazifischen Inselwelt im Osten. In der Regel hält sie sich im Bereich von Korallenriffen in Wassertiefen von 2 bis 30 Metern auf. Dort kriecht sie bei der Nahrungssuche vornehmlich auf Sand- und Korallengeröllflächen umher und ernährt sich von Algen und weiteren verdaulichen Teilen der oberflächlichen Bodenschichten.

Die Dunkelgrüne Seegurke (Stichopus chloronotus) erreicht als erwachsenes Tier eine Länge von etwa 35 Zentimetern und ein Gewicht um 400 Gramm. Besonders auf hartem Untergrund kann sie gebietsweise sehr häufig sein. Bestandsdichten von einem erwachsenen Individuum je zwei bis drei Quadratmeter sind nicht ungewöhnlich.

Die Augenfleck-Seegurke (Bohadschia argus) kann bis zu 60 Zentimeter lang und über 2 Kilogramm schwer werden. Die auffällige Zeichnung auf ihrem Rücken könnte eine Warntracht sein. Bei unmittelbarer Feindgefahr spritzt die Augenfleck-Seegurke nämlich klebrige, dünne Fäden durch den After gezielt in Richtung des Feinds (oben), welche teils an diesem haften bleiben und ein starkes, lähmendes Gift (Holothurin) absondern. Wer dies überlebt, lässt die Augenfleck-Seegurke zukünftig gewiss in Frieden.

Die Strichelseegurke (Pearsonothuria graeffei) erreicht als erwachsenes Tier eine Länge von bis zu 45 Zentimetern und ein Gewicht um 1,3 Kilogramm. Wie bei den drei anderen vorgestellten Arten lassen sich die Männchen und die Weibchen äusserlich nicht unterscheiden. Beide verankern sich zwecks Fortpflanzung mit dem Hinterende auf einem exponierten Felsstück oder Korallenblock, richten sich hoch auf und stossen dann aus ihrer Geschlechtsöffnung, die sich am Vorderende neben dem Mund befindet, ihre Samen- bzw. Eizellenflüssigkeit ab.




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