Dottertukan - Ramphastos vitellinus

Riesentukan - Ramphastos toco


© 2004 Markus Kappeler
(erschienen in der WWF Conservation Stamp Collection)



Mit ihren enormen, oftmals vielfarbigen Schnäbeln gehören die Tukane (Familie Ramphastidae) zu den besonders leicht erkennbaren Vogelgestalten. Einzig die - nicht näher mit ihnen verwandten - Nashornvögel (Familie Bucerotidae) haben eine gewisse Ähnlichkeit mit ihnen. In der freien Wildbahn ist eine Verwechslung allerdings ausgeschlossen: Während nämlich die Nashornvögel in den tropischen Regionen der Alten Welt heimisch sind, kommen die Tukane ausschliesslich in der Neuen Welt vor, genauer in den tropischen Bereichen Mittel- und Südamerikas. Guyana, das im nördlichen Südamerika gelegene Ausgabeland der vorliegenden Briefmarken, beherbergt mehrere Tukanarten, darunter den Dottertukan (Ramphastos vitellinus) und den Riesentukan (Ramphastos toco), von denen auf diesen Seiten berichtet werden soll.

 

Der Dottertukan

Innerhalb der Klasse der Vögel (Aves) gehört die Tukanfamilie - auf den ersten Blick eher überraschend - zur Ordnung der Spechtvögel (Piciformes). Dort steht sie verwandtschaftlich der Familie der Bartvögel (Capitonidae) am nächsten. Aus rund 35 Arten mittelgrosser bis grosser Vögel setzt sich die Familie zusammen. Insgesamt erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet über die Waldgebiete der tieferen Lagen zwischen Mittelmexiko im Norden und Nordargentinien im Süden.

Die Mitglieder der Tukanfamilie werden in sechs Gattungen gegliedert, wobei die Gattung Ramphastos - je nach Einschätzung der Taxonomen - sieben bis elf Arten umfasst. Innerhalb der Gattung Ramphastos wird nochmals gegliedert: Der Dottertukan wie auch der Riesentukan gehören zur Gruppe der «Quaker», da sie über einen einzigen, quakenden Ruf verfügen, den sie jeweils ein paar Mal wiederholen. Zwei andere Mitglieder der Gattung - der Weissbrusttukan (Ramphastos tucanus) und der Goldkehltukan (Ramphastos ambiguus) - werden hingegen zu den «Jaulern» gerechnet, da sie weit reichende, jaulende Rufe in verschiedenen Tonhöhen vernehmen lassen.

Mit einer Gesamtlänge von 45 bis 55 Zentimetern und einem Gewicht von 280 bis 450 Gramm ist der Dottertukan ein recht grosser Tukan. Die Weibchen sind im Durchschnitt etwas kleiner als die Männchen, unterscheiden sich aber in ihrer Färbung nicht von diesen. Das Gefieder ist grossenteils schwarz. Die Brust jedoch ziert ein weisser «Latz» mit gelborangem Fleck, was entfernt an ein Spiegelei erinnert - und zum deutschen Namen geführt hat.

Der Dottertukan ist im nördlichen Südamerika weit verbreitet, und zwar nördlich des Amazonas-Stroms. Eng verwandt ist er mit dem Arieltukan (Ramphastos ariel), welcher südlich des Amazonas vorkommt. Die beiden Arten unterscheiden sich deutlich in ihrer Färbung, kaum aber in Grösse, Gestalt, Verhalten und Ökologie. Tatsächlich kreuzen sich die beiden Formen im direkten Umfeld des Amazonas, weshalb dort kopfstarke Mischlingsbestände vorkommen, welche Kennzeichen beider Arten aufweisen. Aus diesem Grund werden der Dottertukan und der Arieltukan von manchen Fachleuten nicht als zwei separate Arten betrachtet, sondern bloss als Unterarten ein und derselben Art namens Ramphastos vitellinus vitellinus und Ramphastos vitellinus ariel.

Anderen Fachleuten geht erstaunlicherweise die Trennung in zwei Arten noch nicht weit genug. Sie trennen die Dottertukanbestände nördlich des Amazonas gleich nochmals in drei separate Arten auf, nämlich: 1. den Kulmtukan (Ramphastos culminatus) in Bolivien, Brasilien, Kolumbien und Venezuela, also im westlichen Bereich des Amazonasbeckens; 2. den Zitronentukan (Ramphastos citreolaemus) im nördlichen Kolumbien und nordwestlichen Venezuela; und 3. den «eigentlichen» Dottertukan (Ramphastos vitellinus) auf Trinidad, im östlichen Venezuela, in Guyana, Französisch-Guyana und Suriname sowie im nördlichen Brasilien. Auch diese drei Bestände vermischen sich jedoch an den Rändern ihrer Vorkommen ausgiebig mit ihren Nachbarn und bilden ausgedehnte Mischlingsbestände. All dies widerspricht der Aufsplitterung in verschiedene Arten, denn die zoologische Definition der Tierart besagt ja klar, dass zwei Tiere, die sich erfolgreich fortpflanzen und deren Nachkommen fruchtbar sind, zur selben Art zu rechnen sind.

Der Dottertukan bewohnt vorzugsweise Waldungen in der Nähe von Gewässern. Sumpfwälder und Flussuferwälder sind typische Lebensräume, ferner Wälder im Bereich der so genannten Llanos, jenen saisonal unter Wasser stehenden Grasländern des nördlichen Südamerikas. Auch an den Rändern solcher Wälder kann man ihn häufig sehen.

Ausserhalb der Brutsaison erweisen sich die Dottertukane als gesellige Vögel, welche in kleinen Trupps umherstreifen. Allerdings ist ihr Geselligkeitsdrang nicht sehr stark: Die Trupps umfassen selten mehr als ein Dutzend Individuen, und sie fliegen niemals dicht gedrängt, sondern stets in sehr lockerer Formation. Ihre Nahrung setzt sich zur Hauptsache aus vielen verschiedenen Früchten zusammen, wobei aber die Früchte grosser Feigenbäume und von Palmen besonders begehrt sind. Beim Pflücken von Früchten erweisen sich die Dottertukane wie alle ihre Vettern als wahre Akrobaten. Nicht selten hängen sie von einem Zweig herunter, verdrehen ihren Hals und strecken sich weit nach vorn, um an eine bestimmte Frucht zu gelangen. Ihre für Spechtvögel typischen «Kletterfüsse» - mit zwei nach vorn und zwei nach hinten gerichteten Zehen - sind ihnen dabei sehr dienlich.

Da die Schnabelkanten gezähnelt sind, können selbst Früchte mit glatter, harter Schale sicher gepackt werden. Eine nicht einfache Aufgabe ist es aber, eine kleine Frucht von der Spitze des langen Schnabels in die Kehle zu befördern. Die Tukane lösen sie, indem sie die Frucht mit einem Aufwärtsruck des Kopfs rückwärts zwischen die geöffneten Schnabelhälften werfen.

Die Frage nach der Bedeutung des übergrossen Tukanschnabels hat den Menschen von alters her beschäftigt. Unter anderem wurde vermutet, dass er als Verteidigungswaffe diene. Dies ist wegen seiner Leichtbauweise gewiss nicht der Fall. Wir denken heute, dass seine Hauptfunktion darin besteht, den verhältnismässig schweren Vögeln das Pflücken von Früchten vom Ende dünner Zweige zu ermöglichen. Er ist gewissermassen ein verlängerter Arm, der es ihnen erlaubt, jene besonders reiche Nahrungsnische an der Baumperipherie zu nutzen.

Allerdings wäre zu diesem Zweck ein schlanker, schlicht gefärbter Schnabel genauso nützlich wie das riesige, bunte Gebilde, das die Tukane im Gesicht tragen. Wahrscheinlich hat er also noch andere Funktionen. Zum einen dürfte er eine Rolle bei der innerartlichen Verständigung spielen, insbesondere als optisches Signal bei der «Markierung» des Brutterritoriums. Zum anderen lassen sich kleinere bis mittelgrosse Vögel durch den imposanten Schnabel nachweislich schnell einschüchtern, was beim Aneignen von Nisthöhlen wie auch beim Plündern von Nestern sehr dienlich ist.

Letzteres tun die Dottertukane, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet. Denn obschon sie ans Früchte essen gut angepasst sind, bereichern vor allem die grösseren Tukane ihren Speisezettel gern mit allerlei tierlichen Bissen. Dottertukane machen aktiv Pirsch auf kleine Echsen, Frösche und grosse Insekten. Man hat auch schon beobachtet, wie sie Fledermäuse an deren Schlafplätzen überfielen. Und sie betätigen sich wie gesagt häufig als Nestplünderer.

Zu Beginn der Brutzeit lösen sich die erwachsenen Dottertukane von ihren Trupps und besetzen paarweise Territorien. Innerhalb ihrer Eigenbezirke, welche zumeist eine Grösse von mehreren Dutzend Hektaren aufweisen, sind sie in der Folge allen Artgenossen gegenüber sehr feindlich eingestellt. In Menschenobhut töten sie sogar etwaige Käfiggenossen, die man nicht rechtzeitig separiert hat.

Wie alle Spechtvögel verwenden die Dottertukane für die Aufzucht ihrer Jungen Höhlungen in Bäumen. Diese können entweder natürlichen Ursprungs oder aber von anderen Tieren, insbesondere Spechten, gebaut worden sein. Nicht selten eignen sie sich Höhlen an, die bereits von anderen Vögeln besetzt sind. Nistmaterial wird keines eingetragen, jedoch wird die Höhlung sorgfältig von Unrat befreit. Höhlungen mit einem schmalen Einstieg werden bevorzugt, da sie den besten Schutz gegenüber Nesträubern bieten. Optimal sind Öffnungen mit einem Durchmesser von etwa sieben Zentimetern. Da aber wohl nirgendwo auf der Welt das Angebot an Baumhöhlungen den Bedarf seitens der Höhlenbrüter deckt, müssen sich die Dottertukane nicht selten mit Nisthöhlen zufrieden geben, deren Öffnung beträchtlich grösser ist.

Das Gelege besteht bei den Dottertukanen normalerweise aus zwei bis vier Eiern. Die Brutdauer ist mit 16 bis 18 Tagen überraschend kurz. Beide Partner beteiligen sich am Ausbrüten, doch scheint das Weibchen längere Schichten tagsüber und zudem die Nachtschichten zu übernehmen. Die Jungen schlüpfen nackt und mit verschlossenen Augen aus den Eiern. Ihr Schnabel ist - wie bei jungen Spechten - seltsam unförmig, da der Unterschnabel deutlich länger und breiter ist als der Oberschnabel. Die beiden Altvögel arbeiten hart, um ihre nimmersatten Jungen mit Nahrung zu versorgen, wobei sie ihnen besonders viele tierliche, also eiweissreiche Stoffe zutragen.

Die Jungen öffnen ihre Augen im Alter von etwa drei Wochen. In dieser Phase beginnt ihr erstes Federkleid zu spriessen. Im Alter von sechs bis sieben Wochen sind sie flugfähig. Geschlechtsreif sind sie im Alter von zwei Jahren, scheinen aber in der freien Wildbahn gewöhnlich erst mit drei oder vier Jahren ihrerseits am Fortpflanzungsgeschehen teil zu nehmen. Wahrscheinlich wird eine frühere Beteiligung durch den harten Wettstreit um die verfügbaren Brutterritorien verhindert. Über die Lebenserwartung in der freien Wildbahn liegen keine Informationen vor. Den Altersrekord in Menschenobhut hält ein Paar, welches bereits erwachsen war, als es in Gefangenschaft geriet, und das dann sechzehn Jahre lang in Menschenobhut lebte, wobei es während der letzten vierzehn Jahre alljährlich Junge aufzog.

 

Der Riesentukan

Der Riesentukan ist mit knappem Vorsprung der grösste aller Tukane. Erwachsene Individuen weisen eine Länge von 55 bis 60 Zentimetern und ein Gewicht von 500 bis 850 Gramm auf. Männchen und Weibchen sehen gleich aus, doch sind die Weibchen etwas kleiner als die Männchen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich die Schnabellänge bei den Männchen auf durchschnittlich 23 Zentimeter, bei den Weibchen hingegen auf «nur» 21,5 Zentimeter bemisst.

Wie beim Dottertukan ist das Gefieder des Riesentukans mehrheitlich schwarz, und auch er trägt auf der Brust einen gelblichweissen Latz, allerdings ohne «Dotter». Der Schnabel ist orange-gelb und weist - nebst einem schwarzen Band an der Schnabelbasis - einen markanten schwarzen Fleck an der Spitze des Oberschnabels auf.

Der Riesentukan ist in Südamerika östlich der Anden weit verbreitet. Er kommt in Guyana, Französisch-Guyana und Suriname vor, im nordöstlichen, zentralen und südlichen Brasilien, in Bolivien, im südöstlichen Peru, in Paraguay und sogar im nördlichen Argentinien. Als einziger Tukan ist der Riesentukan kein echter Waldbewohner: Er hält sich fast nie im Inneren von Waldungen auf, sondern bevorzugt als Lebensraum deren Randbereiche sowie Palmgruppen und Waldinseln in Grasländern, ferner Pflanzungen und sogar Obstgärten an Siedlungsrändern.

Die Riesentukane streifen bei der Nahrungssuche weit umher und überqueren dabei auch offenes Land - letzteres im Unterschied zu den meisten anderen Tukanen, welche den Schutz ihrer Waldungen höchst ungern verlassen. Wie alle grossen Tukane sind sie keine schnellen Flieger. Wenn sie einige Male mit den Flügeln geschlagen haben, halten sie sie ausgebreitet und gleiten abwärts; dann erst beginnen sie wieder mit Flügelschlagen. Ihre Flugbahn ist daher ausgesprochen wellenförmig, wie wir dies beispielsweise von unserem heimischen Grünspecht (Picus viridis) her kennen.

Ausserhalb der Brutsaison gehen die Riesentukane in kleinen Trupps auf die Nahrungssuche. Den Grossteil ihrer Nahrung nehmen sie in Baumkronen zu sich, fliegen aber auch immer wieder auf den Boden hinunter, um dort ein Kleintier zu erjagen oder eine hinunter gefallene Frucht aufzulesen. Am Boden bewegen sie sich in grossen Hüpfern umher, von denen jeder etwa siebzig Zentimeter spannt.

Ausser in Baum- und Palmhöhlungen nisten die Riesentukane mitunter in Höhlungen in Flussuferwänden, manchmal sogar in Termitenhügeln, in welchen sich Höhlungen des von Termiten lebenden Camposspechts (Colaptes campestris) befinden. Die Gelegegrösse ist gleich wie beim Dottertukan, beträgt also zwei bis vier Eier, und auch die Brutzeit ist mit zumeist 17 oder 18 Tagen von ähnlicher Länge. Die Jungen sind im Alter von 43 bis 52 Tagen flugfähig und verlassen dann in Begleitung ihrer Eltern die Nisthöhle. In Menschenobhut haben Riesentukane schon ein Alter von 16 Jahren erreicht.

 

Zahme Tukane sind beliebt

Der Dottertukan und der Riesentukan sind zwei weit verbreitete Vogelarten, welche gebietsweise in praktisch unberührten Naturlandschaften vorkommen und dementsprechend regional gesunde Bestände aufweisen. Beide gelten darum nicht als unmittelbar in ihrem Fortbestand gefährdet.

Zu bedenken gilt es in diesem Zusammenhang jedoch, dass die beiden Tukane erstens auffällige Vögel sind, welche sich zweitens oft an Waldrändern oder sogar im Offenland zeigen und drittens die Nähe des Menschen nicht sonderlich scheuen. Sie werden deshalb häufig gesichtet, was uns dazu verleitet, ihre Bestände weit dichter einzuschätzen als die Bestände scheuer Vogelarten - und als sie tatsächlich sind. Hinzu kommt, dass der Anteil der zur Brut schreitenden Paare an der Gesamtpopulation bei diesen gross gewachsenen Tukanen geringer ist als bei anderen Vogelarten, weil die für sie geeigneten Bruthöhlen Mangelware sind. Ihre Fortpflanzungsrate ist deshalb vergleichsweise gering. Es besteht aus diesen Gründen die Gefahr, dass wir ihre Bestandssituation viel zu optimistisch einschätzen. Da heisst es also aufgepasst.

In vielen Bereichen ihrer Artverbreitungsgebiete, so auch in Guyana, haben die beiden Tukane in der jüngeren Vergangenheit merklich unter den Nachstellungen durch den Menschen gelitten. Teils werden sie für den Verzehr oder ihrer Federn wegen abgeschossen, teils für den Heimtiermarkt gefangen. In der Tat erfreuen überall im tropischen Südamerika dem Nest entnommene, zahme, frei fliegend gehaltene Tukane durch ihr lebhaftes, aufmerksames Wesen den Menschen. Gerade weil sie von Natur aus Neugier zeigen, sind sie anfällig auf die Bejagung mit Gewehren. Und keine grosse Mühe bereitet in vielen Fällen das Plündern ihrer Bruthöhlen. So kommt es, dass heute praktisch alle Tukanarten seltener sind als noch vor hundert Jahren.

Erfreulicherweise gibt es aber für beide vorgestellten Arten noch genügend naturnahen Lebensraum, in Guyana wie auch anderswo, weshalb hinsichtlich ihres Fortbestands - selbst unter Berücksichtigung der genannten Bedenken - wirklich noch kein Grund zur Besorgnis besteht.

 

 

 

Legenden

Der Dottertukan (Ramphastos vitellinus) - dessen Brustzeichnung an ein Spiegelei erinnert, was zum deutschen Namen geführt hat - ist ein recht grosses Mitglied der Tukanfamilie: Erwachsene Individuen weisen eine Gesamtlänge von 45 bis 55 Zentimetern und ein Gewicht von 280 bis 450 Gramm auf. Der nächste Verwandte des Dottertukans ist der Arieltukan (Ramphastos ariel; Bild unten).

Die Heimat des Dottertukans sind die Waldgebiete der tieferen Lagen im nördlichen Südamerika, nördlich des Amazonas-Stroms. Dort bildet er ausserhalb der Brutsaison mit seinesgleichen Trupps von bis zu zwölf Individuen, welche weit umherziehen, während sich zur Fortpflanzungszeit die erwachsenen Vögel zu Paaren zusammentun, welche klar begrenzte Brutterritorien besetzen.

Der Riesentukan (Ramphastos toco) ist mit einer Länge von 55 bis 60 Zentimetern und einem Gewicht von 500 bis 850 Gramm der grösste unter den insgesamt rund 35 Tukanen. Männchen und Weibchen sehen gleich aus, doch sind die Weibchen etwas kleiner als die Männchen. Insbesondere bemisst sich die Schnabellänge bei den Männchen auf durchschnittlich 23 Zentimeter, bei den Weibchen hingegen «bloss» auf 21,5 Zentimeter.

Wie alle grossen Tukane sind die Riesentukane Gemischtköstler, welche neben Früchten aller Art auch gern Echsen, Frösche, Grossinsekten, Jungvögel und andere tierliche Bissen zu sich nehmen. Nicht ganz einfach ist es, ein kleines Nahrungsding (Bild oben) von der Spitze des langen Schnabels in die Kehle zu befördern. Die Tukane lösen die Aufgabe, indem sie es mit einem dosierten Aufwärtsruck des Kopfs rückwärts zwischen die geöffneten Schnabelhälften werfen (Bild links).

Für die Aufzucht ihrer Jungen verwenden die Riesentukane meistens Höhlungen in Bäumen oder Palmen. Diese können natürlichen Ursprungs oder aber von anderen Tieren, insbesondere Spechten, gebaut worden sein. Vom Ablegen der Eier, zumeist zwei bis vier an der Zahl, bis zum Ausfliegen der Jungen vergehen neun bis zehn Wochen.




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